Kurzausarbeitung über „Generation Golf“ von Florian Illies

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1 - „Woher komme ich ? Wohin gehe ich ? Und warum weiß mein Golf die Antwort ?

Im ersten Kapitel geht es um die Anfänge der Generation Golf. Es wird der Kinderalltag beschrieben. Es gibt schon die erste Gruppenbildung durch die verschiedenen Schultaschen. Die Streber haben Aktenkoffer, die Öko’s haben Leinenbeutel und der Rest hat einen Scout Ranzen. Allerdings gibt es auch erste Überlegungen der jungen Generation auf das modebewusste Anziehen. Außerdem werden viele Modeerscheinungen genannt, z.B. JoJos, Fußballsammelbilder usw.

Kapitel 2 - „Ich wollte alles anders machen als mein alter Herr. Und nun fahren wir das gleiche Auto“

In diesem Kapitel ist die Generation schon weiter, den es wird über die Pubertät gesprochen. Es wird über zwei Themen gesprochen die typisch für dieses Alter sind. Die Fahrschule und die erste Freundin. Er beschreibt das er in der Fahrschule einen alter Fiat Panda fahren musste und es als kleinen Lichtblick nur den neuen Fiat Uno gab. Dabei schreibt er viel über den Golf, wie es wäre einen zu Besitzen und welche es auf dem Markt gibt. Außerdem nennt er seine Freundin Caterina.

Kapitel 3 - „Zwölf Jahre Garantie gegen Durchrostung? Hätte ich auch gerne.“

In diesem Kapitel geht es grundsätzlich um das Thema Sport, sowie das ständig aktuelle Thema Frau. Die Entwicklung der Sportarten dieser Zeit, sowie die der Erziehung und die des sozialen Umfeldes wird beschrieben. Konsum ist auch ein Aspekt, der von Illies fast so ausführlich dargestellt wird, wie der „Schönheitswahn“ und die „Körperkultur“, die sehr im Vordergrund zu stehen schien. Die Entwicklung der Technologie ist ebenfalls nicht außer acht zu lassen.

Kapitel 4 - „Der Golf zeigt wahre Größe im Detail“

Im 4. Kapitel des Buches geht es um Trends und Gestaltungen der Inneneinrichtung der damaligen Wohnungen, also Stile und Geschmäcker sowie Dinge, die man zu der Zeit nur sehr ungern in seiner Wohnung vorfand, wie z.B. PVC-Böden. Es wurde auch auch über die technische Entwicklung von z.B. Kassettenrekordern zu VHS-Geräten gesprochen, sowie über den Konsum der Menschen, bezogen auf Zeitschriften. Kurz angerissen wurde auch das Thema Politik.

Kapitel 5 - „Ich bin müde. Ich will nach Hause. Wann können wir endlich fahren?“

Im 5. Kapitel geht es um den TV-Konsum der Generation Golf. Wie man zu den Vorabendsendungen stand und wie diese Serien im Verhältnis zu Wirklichkeit standen. Eine Kritik am sich entwickelnden Musikstil, der durch VIVA und MTV ausgelöst worden ist, wurde auch wahrgenommen.

Kapitel 6 - „Ätsch, wir haben mehr Golf als ihr“

In diesem Kapitel äußert sich Florian Illies ausgiebig darüber, wer was und wann trägt. Er zeigt hier vor allem die Diffenrenzen zwischen den „68er“ und „78er“. Beispiel hierfür sind, die Marken „Lacoste“ oder „Boss“, die für die „78er“ stehen oder auch Zigaretten, die bereits Fertig abgepackt sind, wohingegen die „68er“ nur ausgefranste Sachen tragen und bei denen der „Markenkult“ gar nicht vorhanden ist und die die Zigaretten selbst drehen. Es geht also um das angeben, das ständigen übertrumpfen des Anderen.

Kapitel 7 - „Früher war alles schlechter. Zumindest, was den Verbrauch angeht“

Politik wird in diesem Kapitel nicht sonderlich behandelt. Es steht zwar im Untertitel des Kapitels, jedoch wird es gerade einmal in einem Absatz angesprochen und dann auch abgeschrieben, als eine Sache der „68er“ und weniger eine der „78er“. Sexualität jedoch wird jedoch hier groß geschrieben. Angefangen bei der Loveparade und den dort praktizierten Liebesmethoden, über die Liebesakte oder deren Ansätze in Musikvideos oder Filmen. Kurz wird über die Generation Golf gesagt, dass ihr das ökologische Bewusstsein fehle. Die Geschichte der Generation Golf scheint sich jedes Mal aufs neue in der NS-Zeit wieder zu finden und auch die Geschichtsbücher und die Lehrräume über Geschichte sind in diesem Teufelskreis gefangen. Die RAF wird ein wenig ins Lächerliche gezogen.

Kapitel 8 - „Die Suche nach dem Ziel hat sich somit erledigt“

Der Subtitel „Glaube, Liebe, Hoffnung“ suggeriert auch jenen Inhalt. Der Glaube bezieht sich genauso wie die Hoffnung aber auf „IKEA“ und „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“. Dabei sind die Trends, die diese beiden Instanzen setzen diese „Hoffnung“ und der „Glaube“. Über die Kirche wird ein wenig hergezogen und dabei vor Allem auf die Katholische abgezielt. Die Liebe wird anschließend noch mit der Kirche und der damit verbundenen Heirat assoziiert.

Erzählperspektive, Bedeutung der Überschriften und die Einordnung in eine Literaturtheorie

Florian Illies behält es sich in seinem Buch vor immer aus der eigenen Perspektive zu berichten. Er ist also ein Ich-Erzähler, was sich vor allem durch die häufige Verwendung des Pronomens „Ich“ abzeichnet.Es gibt auch Passagen, in denen er aus der dritten Person schreibt und dementsprechend die Rolle des Allwissenden-Erzählers übernimmt. Aber auch als Ich-Erzähler übernimmt er Elemente anderer Erzählformen, wie dem Allwissenden-Erzähler, womit sich die Frage stellt, in wie Fern seine Aussagen einen verlässlichen Inhalt besitzen und ob sie nicht einfach nur in empirischer Form von ihm ausgelegt sind. Denn wenn man seine Überschriften betrachtet erkennt man, dass es sich um Werbeslogans für den Golf handelt. Es liegt nahe, dass diese eine direkte Verknüpfung zu der Generation Golf darstellen, da ebenjener diese Generation geprägt hat. Es gibt aber auch Untertitel zu jedem Kapitel, die eindeutiger sind. Sie beschreiben tatsächlich die Aspekte, die in dem Kapitel besprochen oder angesprochen werden. Die Kapitelüberschriften findet man meistens in der Mitte eines Kapitels noch einmal wieder, denn sie werden dann mit dem zuvor gesagten kombiniert und in eine allgemeingültige Formel gepackt. Daraus lässt sich natürlich aus jeder Aussage eine solche Verknüpfung erstellen und alles richtig hinstellen. Im ersten Kapitel lautet die Überschrift „Woher komme ich? Wohin gehe ich? Und warum weiß mein Golf die Antwort?“ (S. 19). Eine tatsächliche Auseinandersetzung mit diesen Worten findet nicht statt. Doch Illies verwendet ganz einfach seine Art der Interpretation und verknüpft das mit seiner Generation mit den Worten „[...] diese entspannte Lebensphilosophie aus den Volkswagen_Werbespots der neunziger Jahre kannten wir damals natürlich noch nicht. Aber wir verhileten uns schon damals[...]entsprechend.“ Und das wars auch. Kein Wort zur tatsächlichen Bedeutung der Worte. Solche Anspielungen auf die Golf-Werbung werden immer so von Florian Illies zur Wirklichkeit verbunden, aber eben ohne tatsächlich glaubhaft die Dinge zu schildern. Das lässt vermuten, dass sich Florian Illies auf einem Level bewegt, auf dem es keine hinreichend schlüssigen Beweise für solcherlei Aussagen braucht. Aber wo trifft man auf so etwas? In den Literaturtheorien gibt es eine Epoche, die sich mit allen Eigenschaften der Erzählformen von Florian Illies deckt. Diese Epoche nennt sich Romantik und in ihr geht es um Gefühle, Leidenschaft und vor allem Individualität. In seinem Buch „Generation Golf“ beschreibt Florian Illies alle Dinge aus seiner Perspektive und schildert die Tatsachen mit seinen Gefühlen und Eindrücken. Jedoch ist zu bemerken, dass er diese Dinge als allgemein Gültig beschreibt und die Dinge so beschreibt, wie sie vermeintlich für alle waren. Doch diese Aussagen beruhen auf Erinnerungen und eigenen Sinneseindrücken. Womit wir uns von der Romantik abspalten müssen. Denn eindeutig lässt sich Florian Illies hier nicht einordnen, da er nicht zu jener Zeit gelebt hat. So hat er also auch keine symbolischen Orte wie nebelumschlungene Wälder oder alte Klosterruinen in seinem Buch, die aber ein Teil dieser Epoche ist. Hingegen lässt sich eine naturalistische Ader in den Schriften Illies finden. Diese waren ausgerichtet, die Welt so wahrzunehmen, wie sie von eigenen Auge erfasst wird und diesen natürlichen Umstand der Dinge dann als wahr hinzunehmen. Geprägt von eigenen Erfahrungen und Eindrücken sind auch die Geschichten von Illies, in denen er hauptsächlich auf die seinen Eindrücke verlässt. Somit scheint er hier eine Schnittmenge der beiden Theorien zu besitzen, aber keine der beiden im Ganzen. Möglicherweise war er sich dessen nicht bewusst, aber darüber kann ich kein Urteil ablegen, da mir die Methoden fehlen um dies zu beweisen.

Interpretation der Überschriften

Kapitel 1 - „Woher komme ich ? Wohin gehe ich ? Und warum weiß mein Golf die Antwort ?

Die Überschrift stellt philosophischen Fragen nach dem Sinn des Lebens. Da es in dem Kapitel um die Kindheit der Generation Golf geht, wird sich die Generation irgendwann auch Gedanken um genau diese Frage machen werden. Die ersten Ansätze dabei findet man in dem Kapitel, als die junge Generation über modebewusste Kleidung nachdenkt. Dadurch das der Autor sofort so eine philosophische Überschrift wählt, will er ausdrücken das er schlau und klug ist.

Kapitel 2 - „Ich wollte alles anders machen als mein alter Herr. Und nun fahren wir das gleiche Auto“

Diese Überschrift zeigt einen Grundgedanken der heranwachsenden Generation Golf und zwar anders zu werden als ihr Vater. In dem Kapitel ist darüber wenig geschrieben. Nur das auch der Erzähler total für den Golf schwärmt und nicht z. B. Für den Fiat Panda, den er in der Fahrschule fährt.

Kapitel 3 - „Zwölf Jahre Garantie gegen Durchrostung? Hätte ich auch gerne.“

Die Botschaft von Kapitel 3 ist klar. Illies will einfach auf ein paar Missverständnisse der damaligen Zeit hinweisen, wie z.B. dass die Jungs dachten sie würden von den Mädchen angehimmelt werden, wenn sie beim Fußball die meisten Tore schießen würden. Dass der Schönheitswahn sehr überbewertet wurde, zeigt Illies auch in diesem Kapitel. In diesem Punkt kann man die Bedeutung der Überschriften, die alle Werbeslogans aus der Golf- Werbekampagne waren, wie z.B. „Zwölf Jahre gegen Durchrostung? Hätte ich auch gerne“ erkennen, denn dies soll so viel Bedeuten, dass eben sehr viel Wert auf die Fitness und den Körper gelegt wurde. Man lief also in Fitnessstudios und in Sonnenbänke um sich vor der äußerlichen „Durchrostung“ zu schützen. Grundsätzlich verwendet Illies in diesem Kapitel die Ich- Perspektive um klar zumachen, wie er zu den Gegebenheiten steht, jedoch wechselt er auch gegebenenfalls in die Perspektive eines allwissenden Erzählers damit er Dinge und Eindrücke vermitteln kann, die er eigentlich nicht so genau wissen kann. Er wählt diese Perspektive um den Eindruck zu vermitteln genau über die Zustände und Verhältnisse, was z.B. Konsum oder den Sport angeht, bescheid zu wissen. Das ist hier notwendig sonst würde man ihm einiges vielleicht nicht glauben.

Kapitel 4 - „Der Golf zeigt wahre Größe im Detail“

Im 4. Kapitel des Buches will Illies zeigen, wie man sich seinerzeit eine Wohnung vorzustellen hatte. Das heißt wie sie eingerichtet sein sollte, was für ein Boden, z.B. Parkett- statt PVZ- Boden, man wählte und sogar welches Holz beim Kauf der Möbel gewünscht wurde. Die dargestellte technische Entwicklung z.B. der Kassettenrekorder zu VHS- Geräten wird ebenfalls für die Übermittlung des voranschreitenden technischen Standes verwendet. Wenn man sich diese detaillierte Darstellung der Gegebenheiten ansieht und dies mit der Überschrift verknüpft, kann man erkennen, dass die Überschrift zur Beschreibung des sozialen Umstände dient. „Der Golf zeigt wahre Größe im Detail“ könnte bedeuten, dass die Leute der Generation Golf durch eben diese Details, die sie von allen anderen unterschied, ihren Charakter und ihre Person ausmachten. Dieser Vergleich passt, nebenbei bemerkt, auch auf die Überschrift des dritten Kapitel, denn der Titel „Zwölf Jahre gegen Durchrostung? Hätte ich auch gerne“ passt eben genau auf die Personen welche sich nun gegen die „Durchrostung“ schützen wollen und sich in Fitnessstudios und Sonnenbänke schleppen.

Kapitel 5 - „Ich bin müde. Ich will nach Hause. Wann können wir endlich fahren?“

Im 5. Kapitel versucht Illies zu zeigen, wie sich der Konsum in Sachen TV und Musik verändert. Es wird ganz gezielt auf die „Entdeckung“ der Vorabendserien hingewiesen was man so deuten kann, dass die Leute sich von „Freigeistern“, also Personen die spontan und ohne Gewohnheiten sind, zu Philistern, Personen deren Alltag auf Gewohnheiten basiert, entwickeln. Kapitel 3 und 4 zeigen diese Anzeichen der Gewohnheiten nicht auf. Oder aber Illies will andeuten wie sich die Leute der Generation Golf langsam dem „Standart“ annäherten und sich somit eingliedern anstatt sich als seperate „Gruppe“ zu sehen. Die Erzählperspektive des Ich- Erzählers bleibt jedoch auch hier größtenteils erhalten was weiterhin auf die Darstellung der Umstände zurückzuführen ist. Um den Text einer Literaturtheorie zuzuordnen, muss man bedenken wie Illies in deiner darstellenden Erzählweise vorgeht und was er an Aspekten verwendet. Illies bedient sich seiner Gefühle und Emotionen. Er verwendet stets Erinnerungen und subjektive Eindrücke die er aus der Zeit noch hat.

Kapitel 6 - „Ätsch, wir haben mehr Golf als ihr“

In diesem Kapitel ist es weniger ein Anprangern der Art und Weise, wie sich der Markenkult der Generation Golf entwickelt hat, sondern eher die Verherrlichung dessen. Florian Illies schreibt, „Westdeutsche Studierende sind gegenüber sozialer Ungerechtigkeit sensibler geworden.“ Da möchte man meinen, dass es darum geht, dass eben jener Unterschied möglichst ausgemerzt werden sollten. Doch es folgt „Konkurrenz ist ihnen wichtiger, Solidarität nahezu ein Fremdwort geworden.“ (S. 147) Es geht natürlich wie immer um das Überholrennen in Sachen Marken der Generation Golf und sich selbst sieht Florian Illies als einen Vertreter der teuren Marken und einen, der sein Hemd zur Reinigung bringt, anstelle dass er es selbst wäscht. Von daher ist das ein Darstellung von ihm selbst gewesen. „Ätsch, wir haben mehr Golf als ihr“ waren die Worte eines Jungen, zur Nachbarsfamilie, die nur einen normalen Golf, statt eines Kombis hatte. Damit sind eben jene Differenzen der Marken gemeint. Wobei der Golf die größte und beste Marke widerspiegelte.

Kapitel 7 - „Früher war alles schlechter. Zumindest, was den Verbrauch angeht“

Der Verbrauch, so Illies, spielt keine Rolle. Denn mehr denn je sind die Menschen eher an der Schönheit eines Autos oder an dessen Sportlichkeit interessiert. Das Ökobewusstsein sinkt und die Menschen interessieren sich kaum noch für die Politik. Und ohne es direkt zu sagen stellt sich der Autor dieses Buches hinter seine geschriebenen Zeilen. Durch die Aussage „Hätten wir damals unseren Biologielehrern geglaubt, dann dürfte es heute wegen des Waldsterbens in ganz Deutschland keine einzige Eiche mehr geben, und Australien wäre längst verbrannt, weil sich das Ozonloch unbarmherzig vergrößert.“ verrät er seine eigene Position hinsichtlich der ökologischen Gegebenheiten. Doch eine Verbindung zwischen dem Titel des Kapitels und den beiden anderen Kategorien (Sex und Politik) lassen sich nicht finden. Nur seine Meinung ist dort vertreten.

Kapitel 8 - „Die Suche nach dem Ziel hat sich somit erledigt“

Der Slogan dieser Werbung bezieht sich in dem neuen Golf auf das Navigationssystem und im direkten Anschluss wird von Illies dargelegt, dass diese Überschrift nichts mit der Generation selbst zu tun hat. Er wirft einige Phrasen in den Raum, die wenig über eine Verbindung zu diesem Slogan haben. Denn im eigentlichen Sinne distanziert er sich entgegen seines Zieles von der Verknüpfung des Slogans mit dem Kapitel. Denn als Kommentar dazu wird nur der Umstand eines Vergessenen Jungen in der IKEA-Spielwelt. Kein Ziel und keine Suche nach ihm.

Quantitative Analyse

In der folgenden quantitativen Analyse wird immer die Stichprobe von Seite 67 Zeile ab dem zweiten Absatz angefangen beim Wort „Joggen[...]“ bis zum Wort „[...]endlich[...]“ auf der Seite 68 in der Zeile eins benutzt.

Wortartenstruktur

Bei der Analyse der Wortartenstruktur ermittelt man die Anzahl der Wörter im Bezug auf ihre Wortart. Mit dieser Analyse kann man herausarbeiten in wie weit ein Text statisch oder dynamisch ist, d.h. ob er eine fortlaufende Handlung hat oder ob die Handlung eher im Hintergrund steht und bloß Informationen zur Darstellung von Situationen und Eindrücken verwendet werden.

Stichprobe: 100 Wörter

1.Substantive:IIIIIIIIIIIIIIIIIII 19 2.Verben:IIIIIIIIIIIIIII 15 3.Adjektive:IIII 4 4.Artikel:IIIIIIIIIIIIII 14 5.Pronomen:IIIIIIIIII 10 6.Numerale: 7.Adverbien:IIIIIIIIIIIIIIIIIII 19 8.Präpositionen:IIIIIIIIII 10 9.Konjunktionen:IIIIIIIII 9 10.Interjektionen:

Aufgrund der hohen Anzahl von Substantiven und Pronomen lässt sich behaupten, dass das Buch eher auf faktischen Daten und statischen Beschreibungen von Situationen und Umständen basiert. Wenn man das Buch gelesen hat, kommt man zum gleichen Ergebnis, denn die Handlung an sich ist nur auf sehr wenige Ausnahmen auf das Aufzählen von Situationen und Informationen beschränkt.

Silbenzahlanalyse

Es folgt nun die Silbenzahlanalyse. Bei dieser handelt es sich um die Zählung der Silben einer selbst bestimmten Stichprobe und die Anschließende Teilung dieser durch die Anzahl der in der Stichprobe enthaltenen Worte. Dabei wird das Ergebnis des Verhältnisses Silben zu Worten in Relation zu der Denkfähigkeit des Autors gesetzt. Dabei ist eine Durchschnittliche Silbenzahl von 1,5 pro Wort ca. vergleichbar mit der eines Schülers. Hingegen eine Silbenzahl von 2,2 pro Wort in etwa vergleichbar mit der Denkfähigkeit eines Lehrers. In der Stichprobe - von Seite 67 Zeile ab dem zweiten Absatz angefangen beim Wort „Joggen[...]“ bis zum Wort „[...]endlich[...]“ auf der Seite 68 in der Zeile eins – ergab die Zählung der Silben 163 auf 100 Wörter. Das bedeutet bei einer Aufteilung der 163 Silben auf 100 Wörter eine durchschnittliche Silbenzahl von 1,63 Silben pro Wort. Das lässt darauf schließen, dass sich die Denkfähigkeit des Autors Florian Illies wenig von der Eines Schülers abhebt.

Wortschatzanalyse

Bei der Wortschatzanalyse werden nun die Worte gezählt, die in der Stichprobe vorhanden sind und dabei alle redundanten Wörter aus der Zählung getilgt. Das Verhältnis wird nun durch den Vergleich aller Wörter zu den Wörtern, die nur einmal in die Zählung aufgenommen wurden ohne dabei die redundanten in die Statistik aufzunehmen.

Joggen 1 übrigens 1 gab 2 es 2 damals 1 überhaupt 1 noch 1 nicht 1 daß 3 hieß 1 Laufen 2 und 2 war 2 allseits 1 das 4 Verhaßteste 1 was 1 Allgemein 1 auch 1 bei 1 mir 2 persönlich 1 ich 3 beim 2 Fußball 1 immer 3 am 2 liebsten 1 Torwart 1 mag 1 eine 1 Folge 1 dieser 1 Laufunwilligkeit 1 gewesen 1 sein 1 Fußballtraining 1 mußten 1 trotzdem 1 alle 1 Anfang 1 laufen 1 dreimal 1 um 1 den 3 Platz 1 bevor 1 wir 1 an 1 Ball 1 durften 1 nach 1 dem 1 Motto 1 Erst 1 die 1 Arbeit 1 dann 2 Vergnügen 1 versuchte 1 dadurch 1 zu 1 verkürzen 1 just 1 in 1 diesem 1 Moment 1 angeblich 1 ein 1 Stollen 1 im 2 Fußballschuh 1 fehlte 1 so 1 lange 1 Rasen 1 suchte 1 bis 1 endlich 1

Summe = 100

Bei der Wortschatzanalyse wird ein Verhältnis von 100 zu 78 Wörtern erreicht. Hier ist zu bemerken, dass ein Verhältnis von 100 zu 70 dem eines Schülers entspricht und ein Verhältnis von 100 : 85 dem eines Lehrers, wobei dieses Verhältnis über die differenzierte Artikulation Aufschluss gibt. Daraus lässt sich schließen, dass sich Florian Illies nur durchschnittlich verbal ausdrücken kann.

Satzstruktur

Die Satzstruktur und somit das Verhältnis von Hauptsätzen zu Nebensätzen wird ermittelt um messen zu können, wie der Autor mit der Sprache umgeht. Wenn er viele Nebensätze in die Hauptsätze einbaut, kann man erkennen dass er spielerisch leicht mit der Satzkonstruktion umgehen kann und somit genau weiß wie er sich auszudrücken hat. Anhand der Satzstruktur kann man erkennen auf welchem Schwierigkeitsgrad sich der Autor beim Verfassen des Textes bewegt hat. Weiterhin lässt sich sogar durch das abwiegen Wörter pro Satz deuten, wie gewandt er die Sprache anwendet.

Hauptsätze: 6

Wörter pro Satz: 100/6= 16,667

Nebensätze: 8

Wenn man die Stichprobe hinsichtlich der Satzstruktur analysiert, fällt auf, dass mehr Nebensätze als Hauptsätze verwendet wurde. Dies lässt letztendlich darauf schließen, dass Illies sehr wohl mit der Sprache umgehen kann. Jedoch lässt sich hier nicht sagen, dass die hohe Anzahl von Nebensätzen für einen hohen Schwierigkeitsgrad steht. Aber die Satzstruktur an sich wird durch die Nebensätze verschachtelt und somit komplizierter was darauf hinweisst, dass Illies sich mit der Syntaktik versteht.

 
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