1. Inhaltsangabe

In dem Roman „Doktor Faustus“ von Thomas Mann, welches 1947 erschienen ist, geht es um das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn. Die Biographie wurde am 23. Mai 1943 durch seinen damals 60 jährigen Freund Dr. Serenus Zeitblom verfasst.

In dem Roman „Doktor Faustus“ von Thomas Mann, welches 1947 erschienen ist, geht es um das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn. Die Biographie, welche dem Buch zu Grunde liegt, wurde am 23. Mai 1943 durch seinen damals 60 jährigen Freund Dr. Serenus Zeitblom verfasst. In die Zeit von Mitte bis zum Ende des zweiten Weltkrieges ist die Biographie eingegliedert, somit fließen auch die zeitlichen Ereignisse in den Roman.
Adrian Leverkühn wird 1885 auf einem Bauerhof in der Nähe von Buchel geboren, dort wächst er mit seinen zwei Geschwistern (Georg und Ursula) auf. In dieser Zeit kommt er das erste Mal mit der Musik zusammen. Er singt mit seinen Geschwistern und der Magd verschiedene Lieder, dies auch im Kanon. Adrian und sein Bruder Georg bekommen einen Privatdozenten, dadurch wird schnell erkannt, dass Adrian sehr begabt ist. Darum zieht er mit 13 Jahren zu seinem Onkel nach Kaisersaschern, einem fiktiven Ort an der Saale, wo er dann das Gymnasium besucht. Dadurch, dass sein Onkel ein Instrumentengeschäft besitzt, kommt er der Musik näher, ein zusätzlicher Faktor ist hier der Organist Kretzschmar, der ihm das Orgelspiel, sowie die Komposition lehrt. Hier wohnt außerdem sein Freund Serenus Zeitblom.
Nachdem er die Schule ohne Probleme absolviert hat, studiert er Theologie in Halle, jedoch bricht er das Studium nach einem Jahr ab und widmet sich dann doch der Musik. In Leipzig besucht er Musikvorlesungen. Hier lernt er auch eine Prostituirte kennen.
In Italien begegnet er dem Teufel und hält sein Gespräch mit ihm in seinem Tagebuch fest. Er verspricht dem Teufel, dass er seine Seele nach dem Tod bekomme, als Gegenleistung verspricht der Teufel ihm die großmöglichste Schaffenskraft für 24 Jahre. Diese Schaffenskraft wird jedoch durch Phasen von tiefer Ermattung und Schwächung unterbrochen.
In den Jahren von 1906 bis 1930 schafft Adrian großartige Kompositionen, durch welche er weltberühmt wird. Bis dahin hat sich der Pakt bewahrheitet. Der zweite Teil erfüllt sich jedoch auch, da er in diesen Jahren von starken Migräneanfällen heimgesucht wird. Diese hatte er aber auch schon in seiner Kindheit. Er zieht sich nach dem Tod seines Freundes Rudolfs auf einen einsamen Hof zurück. Als er im Jahre 1930 sein Werk „Doktor Fausti Wehklag“ vorstellt, erzählt er in diesem, dass er einen Pakt mit dem Teufel abgeschlossen hat. Nach dem Aufklären des Paktes bricht er zusammen und verbringt seine letzen Jahre in einer Nervenheilanstalt, als auch zu Hause bei seiner Mutter. So wird auch der letzte Teil des Paktes wahr.

2. Charakterisierung

2.1 Adrian Leverkühn

Adrian Leverkühn ist der „Doktor Faustus“ des Romans. Im ganzen Roman ist er gegenüber anderen eher distanziert. Als gute Freunde sind Serenus Zeitblom, sein Freund aus der Kindheit, und der Geiger Rudi Schwerdtfeger zu nennen, zu Ihm baute er eine freundschaftliche Beziehung auf.

2.2 Serenus Zeitblom

Er ist der Erzähler von Adrian Leverkühn Geschichte und stellt sich eher in den Hintergrund. Seinen Lebenszweck sieht er in dem Beschützen von Adrian. Er beschreibt sich selbst als Dr. Serenus Zeitblom, klassischer Philologe und seit 1914 Gymnasialprofessor im bayrischen Freising. Er wurde im Jahr 1883 in Kaisersaschern nahe Merseburg geboren. Er selber beschreibt dich als klassisch gebildet, human und gesund. Was alles im Gegensatz zu der damaligen Kriegszeit stand.

2.3 Rüdiger Schildknapp

Er ist ein sehr gut aussehender, humoristischer Schlesier ohne Geld, jedoch mit Fremdsprachenkenntnissen, da er als Übersetzer arbeitet. Leverkühn lernt ihn im Leipziger Bohème-Café Central kennen, er besitzt dieselbe Augenfarbe wie Adrian grau-blau-grün mit hellen Punkten. Als Resultat dessen wird er oft von dem Erzähler der gleichäugige genannt. Er wir d im Roman als Mann des Möglichen statt des Wirklichen charakterisiert. Im Verlaufe des Romans zeigt er sich immer wieder undankbar gegenüber Gastgebern. Jedoch fühlt sich Adrian von ihm nicht abgeneigt. Er und Adrian reisen 2 Jahre nach Italien. Adrian kann mit ihm lachen und diesen Aspekt nutzt er auch später aus, um Adrian von dem Verlust von Rudi Schwerdtfeger und Marie Godeau abzulenken. Er verabschiedet sich von Adrian bei dessen Begräbnis in Oberweiler 1940

2.4 Rudolf Schwerdtfeger

Er ist ein gewinnender blonder junger Mann mit stahlblauen Augen. Er kommt ursprünglich aus Dresden. In München ist er ein anerkannter Geiger, was zugleich seine Beliebtheit in den Münchner Salons und auf den Künstlerfesten widerspiegelt. Ines Institoris verliebt sich in ihn erst, als sie Helmut Institoris geheiratet hat. Resultierend aus diesen Gefühlen fängt sie ein Doppelleben mit ihm an. In Zürich lernt er zusammen mit Adrian Marie Godeau kennen. Adrian verliebt sich in sie, jedoch verlobt sie sich mit Rudolf. Er stirbt nach seinem Abschiedskonzert, seine ehemalige Affäre Ines Institoris erschießt ihn nämlich.

2.5 Ines Institoris

Sie heiratet Helmut Institoris, jedoch bemerkt sie vor der Verlobung, dass sie in Rudolf verliebt ist. Daraufhin beginnt sie eine Affäre mit ihm. Sie bekommt von ihrem Ehemann drei Töchter und wird, nach dem auflösen der Beziehung mit Rudi, morphiumsüchtig. Als sie erfährt, dass Rudi mit Marie Godeau verlobt ist, erschießt sie ihn. Als Motiv für ihre Tat ist die Eifersucht zu nennen.

 
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