Inhaltsangabe: Tod in Venedig

In der Novelle „Der Tod in Venedig“ von Thomas Mann geht es um einen Schriftsteller namens Gustav Aschenbach, der sich in Venedig in die Schönheit eines Knaben verliebt und von seinen Gefühlen so beansprucht wird, dass er zu spät merkt in welcher Gefahr er sich befindet, denn Venedig ist verseucht durch eine lebensbedrohende Krankheit, die auch bei Aschenbach zum Tod führt.

Obwohl dem über 50-jährigen Schriftsteller Aschenbach, das Klima seines Urlaubsortes Venedig wenig gefällt, ist er nicht imstande abzureisen, weil ihn die Schönheit eines Knaben namens Tadzio, Sohn einer polnischen Familie, in große Leidenschaft versetzt. Der Schriftsteller, der ganz ohne Freunde aufwuchs, passt seinen Tagesablauf dem der polnischen Familie an, um den göttlich schönen Jüngling beobachten zu können. Aschenbachs Leidenschaft erkennt man daran, wie präzise er Tadzios Anmut, Bewegungen, Verhalten und dessen Kleidung auf das Genaueste beschreibt, so als ob er eine erotisch schöne Frau beobachten würde. Der junge Pole mit blonden lockigen Haaren, aber schlechten Zähnen, löst eine derartige Sehnsucht in Aschenbach aus, sodass dieser fast unfähig ist seinen schriftstellerischen Arbeiten nachzugehen, und obwohl der von ihm als „Der Göttliche“ bezeichnet, ihn kaum beachtet, kostet es dem berühmtern Schriftsteller enorme Kraft seine Gefühle zu unterdrücken. Als dem Urlauber das Klima und die Ausdünstungen des Kanals unerträglich werden, beschließt er abzureisen. Da jedoch sein Gepäck vergessen wurde, ist er froh wieder zurück zu kehren. Abermals wird ihm klar wie viel ihm der zarte, fast kränklich wirkende Tadzio bedeutet. Sehr bemüht seine Gefühle für den Schönen verborgen zu halten, gelingt ihm dieses nicht mehr als der Junge ihm direkt zulächelt. Außer sich gesteht sich der Erschrockene ein, Tadzio zu lieben. Nach der vierten Urlaubswoche reisen viele Gäste wegen angeblicher Magenprobleme und der Geruchsbelästigung der Kanäle ab. Auch Aschenbach wundert sich über den Geruch der Keim abtötenden Mittel, die überall in Venedig eingesetzt werden. Aus Angst, dass auch Tadzio abreisen könnte, verfolgt ihn der kleine alternde Schriftsteller umso mehr. Als jedoch plötzlich immer mehr Todesfälle auftreten, muss auch der vornehme Aschenbach erkennen, dass die Stadt verseucht ist. Er bleibt trotzdem in Venedig und lässt sich erstaunlicherweise bei einem Friseurbesuch frisurmäßig, er lässt seine Haare färben, und kosmetisch verjüngen und verschönern. Als er eines Morgens erfährt, dass auch die polnische Familie nach dem Lunch abreisen wird, lässt er sich seine Enttäuschung nicht anmerken. Noch einmal geht er zum Strand und beobachtet dort Tadzio, der sich nach einer Rauferei mit einem größeren Jungen einsam auf einer Sandbank aufhält. Noch während Tadzio seinen Blick ans Ufer in Richtung Aschenbach richtet, stirbt dieser in Gedanken an seine große leidenschaftliche Liebe.

 
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