Inhaltsangabe für Stalingrad

In dem Roman Stalingrad von Theodor Plievier, berichtet der Autor von der Deutschen Großoffensive gegen Russland und beschreibt detailreich den Untergang der 6. deutschen Armee im Kessel von Stalingrad. Der Russlandfeldzug 1941–1945 (Deckname Fall Barbarossa) bezeichnet den Angriff der deutschen Wehrmacht am 22. Juni 1941 auf die Sowjetunion als Beginn des Russlandfeldzuges während des Zweiten Weltkrieges. Nach anfänglichen Erfolgen der Wehrmacht, wird im Winter 1941 der Vormarsch gestoppt. Die deutschen Truppen bei Leningrad müssen sich eingraben und auf den Frühling hoffen, die Armee bei Moskau ist zwar bis auf wenige Kilometer an Moskau herangekommen, muss sich aber wegen stärkstem Widerstand der Roten Armee wieder zurückziehen und eingraben. Am 19. November 1942 geht die Rote Armee zum Gegenangriff über und kesselt die 6. Armee bei Stalingrad ein. Die Versorgungsbasen sind abgeschnitten und die Lager der Divisionen im Südteil vernichtet. Am 26. Januar 1943 schließt sich der Ring so eng, dass die Versorgung nur noch durch Versorgungsbomben erfolgen kann. Hinzu kommt noch, dass es viele Verwundete und Kranke gibt. Die Temperaturen fallen zum Teil auf 40 Grad Kälte. Nur wenige Soldaten besitzen entsprechende Winderkleidung, müssen aber trotzdem tagelang frierend und ohne Nahrung in Erdlöchern hausen. Der Soldat August Gnotke ist Totengräber in einer Strafkompanie. Er ist der Meinung, dass es keine Hoffnung mehr für die 6.Armee gibt, auch wenn Hitler immer wieder verspricht, dass Hilfe zu ihnen durchbrechen wird. Gnotke sieht in den noch lebenden Soldaten zukünftige Leichen. Manfred Vilshofen ist Befehlshaber eines Panzerzuges und anderer Meinung als Gnotke. Er sieht die ganze Sache optimistischer und hat noch Hoffnung. Auch wenn die beiden Soldaten nicht in derselben Kompanie sind und nur selten gemeinsam an einer Linie kämpfen, begegnen sie sich doch immer wieder. Die Deutschen müssen sich immer weiter in Stalingrad hinein zurückdrängen lassen, da sie gegen die Russen nicht mehr ankommen können. Außerdem sind sie gezwungen notwendige Geschütze zurücklassen oder sie selbst zu ziehen, da kaum noch Pferde überlebt haben. Am 10. Januar erfolgt von den Russen ein Kapitulationsangebot, dass die Deutschen jedoch ablehnen. Zu diesem Zeitpunkt gibt es 16000 unversorgte Verwundete. Die Soldaten leiden Hunger und Durst, die tägliche Ration Brot beträgt seit der Einkesselung weniger als 75 Gramm, dazu erhält jeder etwa 200 Gramm Pferdefleisch, 12 Gramm Fett, 11 Gramm Zucker sowie 1 Zigarette. Am 30. Januar 1943 ergeben sich die Soldaten im nördlichen Teil des gespaltenen Kessels, am 2. Februar 1943 auch die Truppen im südlichen Teil. Rund 100.000 Soldaten gehen in sowjetische Gefangenschaft. So beginnt die große Wanderung der Gefangenen. Von Stalingrad-Mitte über Gumrak und weiter bis zu den Dörfern der Donsteppe zieht sich eine lange Spur in den Schnee. Schlucht aufwärts führt eine Spur über die Felder, die sich in dem getretenen Marschband verliert. Es sind die Fußspuren von Gnotke und Vilshofen, die die Überlebenden in diesem Buch sind.

Im Prinzip geht es in dem Roman „Stalingrad“ zum Großteil um die schlechten Lebensumstände, den ständigen Hunger und die brutalen Kämpfe um Stalingrad in einer Zeit, in der jeder froh sein kann, nicht dabei gewesen zu sein.

 
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