Stichpunkte zum Positivismusstreit aus der Sicht der kritischen Theorie

  • Emanzipatorischer Wahrheitsbegriff
  • Bekenntnis zur Aufklärung
  • Handeln ist Wertgebunden
  • quantitative Verfahren
  • gegen die “reine” Wissenschaft
  • Erscheinungsformen gesellschaftlicher Irrationalität stehen im Vordergrund

Der Positivismusstreit aus Sicht der kritischen Theorie

Die Frankfurter Schule, als Vertreter der kritischen Theorie versuchte in diesem Streit herauszustellen, daß jeder Theoriebildung immer schon ein Erkenntnisinteresse vorausgeht und daß Theorien von Herrschaftsinteressen durchsetzt seien. Den Neopositivisten wurde eine verschleiert normative Funktion vorgeworfen. Der Forscher sei stets Teil der Gesellschaft und könne sich nicht außerhalb seiner selbst stellen. Er müsse sein Verhältnis zu Gesellschaft, Forschung und Wissenschaft mitreflektieren. Ausgehend von Marx verwies u.a. M. Horkheimer bezüglich der herkömmlichen Theorieansätze darauf, daß wissenschaftliche Theorien ja nicht im luftleeren Raum zustande kommen und unabhängig von allen geschichtlichen und gesellschaftlichen Bedingungen seien. Theorie sei also kein Produkt willkürlicher Setzungen von Individuen. “Die Beziehung von Hypothesen auf Tatsachen vollzieht sich schließlich nicht im Kopf von Gelehrten, sondern in der Industrie” (Horkheimer 1970, S. 17).

Quelle: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/WISSENSCHAFTPAEDAGOGIK/ModellKritisch.shtml

 
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