Merz ist Weltanschauung

Das Erschaffen von Kunst ist in keiner Hinsicht mit Hemmungen verbunden, das heißt „Merz“ ist hemmungslos Vorurteil freie Kunst. Merz sollte nie ein Ziel der Fertigstellung haben, sondern nur das Bestreben zur nächst höheren Stufe der Gestaltung sein. Dabei soll die Konsequenz des Gestalters hervorkommen.

Das Material ist bestimmt, hat Gesetze, hat Vorschriften für den Künstler, das Ziel nicht.

Entscheidend bei Beurteilung der Qualität eines Werkes ist der Grad der erzielten Konsequenz im Schaffen. Ein Künstler kann also mit größerer Konsequenz seine Pflichten erfüllen oder sich dazu bringen sie zu erfüllen. Unfähigkeit entschuldigt nicht, denn ein Mindestmaß von Können ist für jeden Künstler notwendig. Wichtig ist auch, dass die Art des Nacharbeitens (Imitieren) die Konsequenz beeinträchtigt. Seine eigene Konsequenz ist beeinflussbar.

Imitatoren glauben es ebenso gut zu machen, wie das kopierte Original. Nur fehlt ihnen das, worauf es allein ankommt, das Schöpfertum, die elementare Kraft, mit der der Schöpfer schafft. Das Publikum, besser gesagt die Betrachter der eigentlichen Kunst fürchten sich aber nichts vor der elementare Kraft. Denn elementare Kraft kann lediglich die Ruhe des Publikums stören. Das Publikum bewertet den Imitator höher als das Original, weil es mit feinem Instinkt die Abwesenheit des Schöpfers erkennt.

Merz ist Konsequenz. Merz bedeutet Beziehungen schaffen, am liebsten zwischen allen Dingen der Welt.

Erstellt von Dennis Preuß am 26.01.06

 
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