1. Literatur Epochen im Überblick

1.1 Barock (1600 – 1720)

Die Barockzeit gilt aus Kunstfreudige Zeit, die geistigen Kräfte wurden in den Bann geschlagen. Raum für Wiedergeburt der Künste in Deutschland. Der Streit zwischen den Konfessionen führte zum 30-jährigem Krieg (1618- 1648). Nur ca. 1/3 der Deutschen überlebte diesen Krieg. Die Literatur wurde damals in 3 teile unterteilt. Im Adel und im Hof durften nur erhobene und ernste Themen behandelt werden, diese Themen wurden mit wohlklingenden Sprachen geschrieben. In der Gattung des Bürgers in der Stadt wurden komische Themen behandelt. Bei dem Bauern auf dem Land eher die derben Themen. In der hohen Liebeslyrik wurde oft die Schönheit einer geliebten dargestellt, in der mittleren Liebeslyrik war es dann eher die Sinnlichen Bereiche über die man schrieb. In der niedrigen Liebeslyrik wurden pervers sexuelle Themen sehr direkt beschrieben. Damals wollten die Menschen nichts neues, sie wollten die alte art und weise wie sie lebten auch lesen. Die Künstler der damaligen Zeit sollten im alten Stil weiter schreiben. Es galt die alte Schreibweise zu hüten. Die Dichter konnten ihre Bücher nicht frei aus dem Bauch heraus schreiben, sie mussten gewisse Privilegien erfüllen.

1.2 Aufklärung (1720 – 1785)

Das neue Weltbild. Die Aufklärung ist der Vernunft verpflichtet. Die Zeit der Aufklärung forderte viel Toleranz und die Gleichheit der Menschen. Hauptziel der Aufklärung war die absolute Monarchie. Nach Kant war das Ziel der Aufklärung der „Ausgang der Menschen aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit“. Der sozialgeschichtliche Hintergrund der Aufklärung ist der wirtschaftliche und soziale Aufstieg des Bürgertums. Das Menschenbild der damaligen Zeit orientierte sich an der Vernunft. Als Leitmotiv galt unter anderem das kritische denken. Aus dieser Epoche heraus sollten vernunftorientierte Machtorgane entstehen.

1.3 Sturm und Drang (1767 – 1785)

Der Sturm und Drang wird als Teilstück der Aufklärung gesehen. Die literarische Revolution tritt nur in Deutschland auf und lässt sich weder auf die Kunst noch auf die Musik auswirken. Im Sturm und Drang wurden ganz neue Themen behandelt. Beispielsweise die Liebe, Sexualität, ästhetische Fragen werden neu aufgegriffen. Shakespeer war ein genialer Dichter und diente als Vorbild in der Zeit des Sturm und Dranges. Der Sturm und Drang wird durch eine starke Gefühlsbetonung gekennzeichnet. Versformen gibt es nicht mehr, das Werk wird so geschrieben wie es dem Dichter lieb ist. Es wird nicht von außen aufgezwungen. Politische und Literarische Strömung wirkt der Aufklärung und der Unterdrückung entgegen. Bilder und Menschen werden mit tiefer Naturverbundenheit dargestellt. Man sprach von Originalität und Genieperioden. Die damalige Zeit ist auch als Geniezeit bekannt. Im Gedankten des Sturm und Dranges war jeder Mensch ein Genie, jeder hatte die Kraft etwas zu verändern und zu formen.

1.4 Klassik (1786 – 1832)

In der literarischen Epoche der Klassik wird die griechische Antike zum Vorbild. Die freie Entfaltung des Individuums findet ihr Ziel in der ausgeglichenen Harmonie der Persönlichkeit. Das Drama wurde damals so weitergeführt wie es in der Zeit der Aufklärung üblich war. Im Roman wurde die Weiterführung des Bildungsgedanken des jungen Menschen zu einer harmonischen Persönlichkeit beschrieben. Die Klassik wird allgemein als einer der Höhepunkte der Literatur beschrieben. Ein Harmonisches Weltbild im Einklang von Verstand und Gefühl wurde zur ästhetischen Leitidee des klassischen. Es wurde damals auch die Besonderheit der Bedeutung des Symbols empfunden, das streben nach Gestaltung des typischen war ein wichtiges Merkmal der Klassik.

1.5 Romantik (1798 – 1835)

Die Romantik stellt oft den Vernunftglauben und die ästhetische Erziehung in Frage. Eher knüpft sie an die Zeit des Sturm und Dranges an, sie stellt die Gefühle des Menschen wieder her. Vorlieben der Erzähler waren Volkslieder, Märchen und einfache fantastische Erzählungen. Merkmale der Romantik sind die Entdeckung des Unbewussten Wahnsinns, wie Krankheiten. Das Mittelalter sollte wieder ein wenig belebt werden. Das deutsche Volksgut durfte nicht verloren gehen und somit wurden alte Volkslieder neu belebt. Gattungen werden erstmals miteinander vermischt und nicht strickt getrennt. Das Interesse an anderen Ländern und deren Sprachen wächst langsam in der Bevölkerung. Die Romantik beginnt Zeitgleich mit der Klassik, die Romantik soll aber der Klassik nicht entgegenwirken sonder soll die Klassik ergänzen. Die Vertreter der Romantikzeit galten als Kennzeichen für nationale, religiöse und soziale Einstellungen. Der Barock wie auch die Romantik glaubten an das geniale Individuum in jedem einzelnen Menschen. Im Romantikstil wird das besondere betont und der Dichter hebt sich vom bürgerlichen Ideal ab.

1.6 Realismus (1840 – 1897)

Der Realismus wendete sich gegen die Klassik und die Romantik. In der Zeit des Realismus wurden nicht die großen politischen Zusammenhänge interpretiert und beschrieben, nein es sind eher die kleinen Ländlichen Gedichten die es galt zu schreiben. Oft waren es Geschichten von Handwerkern und Bauern welche die kleine Private Welt darstellt. Die Novelle wurde in der Zeit des Realismus in höchst Form gebracht. Viele Erzählungen spielen sich in der Vergangenheit des Dichters ab, welche er dann als Novelle verfasste. Der Realistische Erzähler befasste sich eher mit dem einfaches Bürgertum, er schrieb über sie da sie ihm gut bekannt waren. Auf das Drama wird fast total verzichtet. Im Realismus gibt es die Form des Auktoriale Erzählerverhalten, dies ist eine Variante zu dem Leser Kontakt aufnehmen. Da der Dichter als Vermittler zwischen Geschichte und Leser fungiert. Im kritischen Realismus wurde das Naturwissenschaftliche Weltbild (Medizin, Biologie, Psychologie, Soziologie…) oft als Grundlage zur Darstellung eines Menschen verwendet.

1.7 Naturalismus (1880 – 1900)

Im Naturalismus war man bemüht die Wirklichkeit nachzustellen. Die Künstler legten Wert darauf die Dinge im Leben so zu beschrieben, wie sie wirklich sind. Sie stellen Momentaufnahmen lebensecht, natürlich und farbenfroh dar. Künstler wollten sich nicht mit einer Weltanschauung identifizieren und erstellen so Wirklichkeitsausschnitte unverfälscht und naturgetreu nach. Die Sprache wurde so beschrieben wie sie tatsächlich gesprochen wurde. Das bedeutet im Text wurde der Bauer anders dargestellt und sprach anders als ein Adliger. Das Darstellungsbild des Naturalismus wird beispielsweise bei dem Sekundenstil sehr deutlich. Es wurde damals ein Abbild der Wirklichkeit dargestellt und von Sekunde zu Sekunde wurde alles mit kleinsten Details beschrieben.

1.8 Impressionismus und Symbolismus (1883 – 1923)

Impressionismus (1890 – 1920) war der Gegensatz zum Naturalismus. Der Impressionismus war als „Eindruckskunst“ bekannt, man zeigte einfach was man sah. Zu dieser Zeit war man politisch nicht sehr engagiert. Bevorzugte Themen des Impressionismus waren die Liebe und der Tod, sowie auch die Kunst und das Leben. Man versuchte Ausdrucksmittel wie Farbadjektive einzubeziehen, man bemühte sich Düfte sowie auch Töne darzustellen (Lautmalerei). Gegenstände beschrieb man zu dieser Zeit durch ihre Eindrücke welche sie auf die Künstler hatten. Symbolismus (1890 – 1910) Der Symbolismus war genau wie der Impressionismus der Gegensatz zum Naturalismus. Symbole werden zur Darstellung aller Gefühle und Gedankten benutzt. Der Imperialismus, der Kapitalismus und den Positivismus lehnte man ab. Die Elemente der realen Welt werden mit Symbolen verschränk dargestellt.

1.9 Expressionismus (1910 – 1925)

Themen des Expressionismus waren die kritische Auseinandersetzung mit technischem Fortschritt, der Industrialisierung, der Kapitalismus und Militarismus, die Vision des Aufbruchs und dem Zukünftigem Glück. Man könnte sagen die Charakterisierung war die Weltveränderung. Im Expressionismus waren die einzelnen Gattungen unterteilt in die Lyrik, die Epik und das Drama. In der Lyrik war es üblich die normale Textsyntax zu verwenden. Die Epik hatte die Vorliebe für die Parabel als epische Kurzform. Das Drama gewinnt gegen ende der Epoche an Bedeutung. Im Drama wurde die Figurenzeichnung erstmals abgewannt.

1.10 Weimarer Republik bis zum Ende des dritten Reichs (1919 – 1945)

Damals gab es ein skeptisches Verhältnis zur Wirklichkeit. Die Bücherverbrennung und die Machtübernahme der NSDAP waren nicht gerade Fortschritte in der Literarischen Entwicklung. Künstler schrieben ihre Werke oft mit großer Ironie, sie verwendeten die Ironie of zur Darstellung der Wirklichkeit. Die Nazis waren oft Thema der damaligen Künstler. Die Fakten der damaligen Situation wurden durch die Literatur ohne politische Meinung dargestellt. Diese literarische Epoche war eine Reaktion auf den Expressionismus. Vorzugsweise schrieb man Romane, Dramen und Satiren.

1.11 Literatur nach dem zweiten Weltkrieg (1945 – 1949)

In der Nachkriegszeit wurde das Papier knapp. Jede Veröffentlichung unterlag der Zensur der Besatzungsmächte. Ab 1945 vorgelegte Literatur war durchweg konservativ. Sie belief sich auf die Wertvorstellung der Antike. Die Künstler der Nachkriegszeit waren Experimentierfreudig. Sie suchten nach der Identität des Deutschen. Es wurde viel über die Eindrücke des Krieges geschrieben, welche sehr prägend waren. Erstmals kam auch die Ausländische Literatur in die Gruppe der Einflüsse der damaligen Zeitepoche. Die Künstler der damaligen Zeit schrieben auch über die Psychoanalyse und die Technik durch den Wirtschaftsboom.

1.12 Um das Jahr 2000

Seid 1945 ist ein enormer Zuwachs an Büchern entstanden, gute Literatur ist da noch schwer auszumachen. Politische Themen werden oft Umkreist und Themen aus der Kindheit werden oft in der aktuellen Literatur verwendet. In der Zeit des Multikults sind es auch ausländische Schriftsteller die die deutschsprachige Literatur prägen. Die Wurzeln der deutschsprachigen Migrationsliteratur sind wohn schon in den 60er Jahren zu finden. Der türkischstämmige Schriftsteller Feridun Zaimoglu gehört zu den wichtigsten Gegenwartsautoren. Die Gegenwartsliteratur beschäftigt sich auch zunehmend mit der Postmoderne, die Postmoderne bezeichnet eine geistig-kulturelle Bewegung. Die Postmoderne ist eine Reaktion auf die Moderne und auf die Gegenwart.

2. Literaturverzeichnis: (21.06.2006 – 25.06.2006)

http://de.wikipedia.org/wiki/Literatur_Epoche
• Buch: Ereignisse die Deutschland veränderten
• Buch: Top im Abi, Deutsch
• Buch: Kleine Geschichte der deutschen Literatur
http://www.literaturwelt.com/epochen.html

 
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