1. Inhaltsangabe

1.1 1.Akt

(1. Szene) Läuffer spricht über sich und erzählt, dass er keine Arbeit findet, weder als Pfarrer noch als Adjunkt oder als Lehrer an einer Schule.

(2. Szene) Der geheime Rat von Berg und der Major unterhalten sich über, wobei der geheime Rat seinen Sohn Fritz auf eine Schule schickt, wobei der Major seinen Sohn lieber von einem Hofmeister unterrichten lassen will, da er sehr auf Sitten wert legt.

(3. Szene) Läuffer stellt sich bei Frau Majorin vor. Als der Graf über den neuen Tanzmeister spricht, macht sich Läuffer nur lustig, bis er aus dem Zimmer geschickt wird, da es für Leute seines Standes nichtüblich war mit solchen Leuten zu unterhalten.

(4. Szene) Läuffer und der Major machen das Gehalt während des Unterrichtes aus und der Major fordert außerdem, dass seine Tochter im Zeichnen Unterrichtet wird.

(5. Szene) Fritz und Gustchen schwören sich ewige Treue, da Fritz studieren muss und Gustchen verreist.

(6. Szene) Der geheime Rat tritt hinzu, der alles belauschen konnte. Er hat zwar nichts gegen diese Verbindung, jedoch gegen die geheimhaltung und romantische Schwärmereien.

1.2 2.Akt

(1. Szene) Der alte Pastor, welcher der Vater vom Hofmeister Läuffer ist, diskutiert mit dem geheim Rat von Berg über die Vor- und Nachteile der Hofmeister, wobei erneut die die Abneigung des geheim Rates gegen diese Leute stark hervortritt. Der Pastor versucht dagegen seinen Sohn zu rechtfertigen, unter anderem mit der Tatsache, dass er keine andere Arbeit finden konnte.

(2. Szene) Läuffer ist mit seiner Schüler, der Tocher des Majors, überfordert, da die Tochter einfach sich weigert und faul ist.

(3. Szene) Fritz soll bei Pätus, einem verschuldetem Kommilitonen, einziehen um von Gustchen abgelenkt zu werdem. Kommiliton Bollwerk gibt bekann, dass am Abend eine Schauspielergruppe ein Theaterstück spiele. Er packt seinen Winter-Wolfspelz und geht los.

(4. Szene) Die Jungfern Hamster und Knicks erzählen sich von einem jungen Mann im Wolfspelz, den drei Hunde durch die Stadt gejagt haben.

(5. Szene) Der nun frustrierte Läuffer lässt sich von Gustchen trösten.

(6. Szene) Die Majorin berichtet Graf Wermuth von dem seltsamen Verhalten des Gatten, als der Major selbst den Raum betritt. Er erklärt nun, dass er um die Gesundheit seiner Tochter und für einen Hospitalplatz arbeiten. Ihn bekümmert ihre Kränklichkeit und Schwermut. Er gibt der Majorin die Schuld.

(7. Szene) Fritz sitzt nun im Gefängnis, weil erfür Pätus gebürgt hat, was er gegenüber Bollwerk und Seiffenblase mit guter Freundschaft. Da kommt er schon herein, bringt jedoch kein Geld, da der Vater in Insterburg ihn gar nicht erst vorgelassen hat. Fritz fordert ihn auf, vor seinen Gläubigern zu fliehen, er werde schon ausgelöst werden. Es entsteht eine Auseinandersetzung zwischen Bollwerk und dem dümmlichen Seiffenblase: Duell-Forderung.

1.3 3.Akt

(1. Szene) Der geheime Rat reist zu seinem Bruder, den Major, welcher auf Grund seiner Tochter nun Landwirt werden will. Plötzlich kommt seine Frau rein und berichtet von dem Verschwinden Gustchens und des Hofmeisters. Der Major ist außer sich vor Wut, jedoch rät ihm sein Bruder dort zu bleiben, um nichts verkehrtes zu machen.

(2. Szene) Läuffer fühlt sich vom Major verfolgt und flieht zum Haus des aufrechtigen Dorfschullehrers Wenzeslaus. Als der Graf Wermuth das Haus betreten will schmeißt ihn Wenzeslaus raus, was Läuffer sehr verwundert.

(3. Szene) Seifenblase und sein Hofmeister berichten dem Geheimen Rat von dem Schicksal seines Sohnes. Es stellt sich heraus, dass Pätus der Sohn des hiesigen Ratsherrn ist.

(4. Szene) Läuffer und Wenzeslaus essen zu abend, wobei Wenzeslaus über sein armes Leben sehr zufrieden ist und auf Hofmeister nur herabsieht, jedoch Läuffer eine Arbeitsstelle als Schreibgehilfe gibt.

1.4 4.Akt

(1. Szene) Ein Jahr später. Der Major will in den türkisch-russischen Krieg ziehen, um dort zu sterben. Der Geheime Rat teilt ihm das Schicksal seines eigenen Sohnes mit, der in Halle aus dem Gefängnis geflohen ist. Im Gespräch erinnert sich der Geheime Rat, dass Graf Wermuth damals aus einer Dorfschule hinausgeworfen wurde. Der Major wird neugierig.

(2. Szene) Eine Bettlerhütte im Walde. Gustchen, nun mit einem Säugling, hat im Traum ihren verzweifelten Vater erblickt und will nun ins Dorf, um ihm Nachricht zu kommen zu lassen. Die blinde, alte Marthe warnt sie davor, sich zu verausgaben.

(3. Szene) Der Geheime Rat und der Major erscheinen in der Dorfschule, wo der Major Läuffer in den Arm schießt, erfährt aber, daß dieser Gustchen seit dem Tag seiner Flucht nicht mehr gesehen hat. Der Geheime Rat läßt Läuffer einen Beutel mit Dukaten zurück.

(4,5. Szene) Der geheim Rat und der Major kommen gerade hinzu, als das erschöpfte Gustchen in den Teich springt. Der Vater rettet sie und ist glücklich.

(6. Szene) Fritz un Pätus studieren in Leipzig, wo Fritz Unterricht bei Reehaar nimmt, bei welchem Pätus ins Fenster gestiegen ist. Zudem schlägt Pätus Reehaar worauf Fritz sich mit Pätus streitet da er es nicht gut fand.

1.5 5.Akt

(1. Szene) Die blinde Marthe kommt mit Gustchens neugeborener Suse zu Läuffer in die Schule, dieser erkennt die Zusammenhänge und fällt in Ohnmacht.

(2. Szene) Im Wäldchen vor Leipzig. Fritz und Pätus versuchen sich zu duellieren, Pätus will aber nicht, läßt sich sogar von dem Hasenfuß Rehaar verwunden, entschuldigt sich für die Kränkung und bittet um die Hand von dessen Tochter (welche vor ihm nach Königsberg in Sicherheit gebracht worden ist) .

(3. Szene) Läuffer liegt zu Bette, er hat sich kastriert und glaubt zu sterben. Der ihn unablässig schulmeisternde Wenzeslaus holt den Schöpsen.

(4. Szene) Leipzig. Lauten-Lehrer Rehaar überbringt Fritz einen Brief von Seiffenblase aus Königsberg (sein ehemaliger Schüler).

(5. Szene) Königsberg. Der Geheime Rat und der Major beobachten durchs Fenster das Haus gegenüber, in welchem Seiffenblase verkehrt.

(6. Szene) Fritz und Pätus lesen Seiffenblases Brief, in welchem von Gustchens traurigem Ende berichtet wird. Fritz ist verzweifelt, Pätus versucht zu trösten und schlägt vor, endlich nach Hause zu reisen.

(7. Szene) Königsberg. Der Geheime Rat und der Major retten die Jungfer Rehaar vor den Nachstellungen des Seiffenblase und nehmen sie als neue Freundin Gustchens nach Insterburg mit. Jetzt muß nur noch das Kind ausfindig gemacht werden.

(8. Szene) Pätus hat in der Hamburger Lotterie 380 Friedrichd`or gewonnen, nun können sie alle Schulden bezahlen und nach Insterburg reisen.

(9. Szene) Wenzeslaus macht Läuffer Vorhaltungen, weil dieser während seiner Sonntags-Predigt immer so begehrend nach einem blonden Mädchen geschaut hat.

(10. Szene) Diese Lise betritt nun das Zimmer und Läuffer ist sofort von ihr eingenommen. Es kommt zu Küssen, bei denen sie Wenzeslaus überrascht. Er belehrt ihn wieder wortreich, doch Läuffer will Lise heiraten, und diese will ihn, den “geistlichen Herrn” auch, und es stellt sich heraus, dass sie auch gar keine Kinder haben möchte. So ist also Läuffer glücklich, wenn auch von Wenzeslaus gefeuert.

(11. Szene) Auch zu Insterburg renkt sich alles ein: Der Geheime Rat verzeiht seinem Sohn und man erkennt Seiffenblasens Komplott, der sich dafür rächen wollte, dass man ihm die Jungfer Rehaar entzogen hat. Zuerst Pätus und dann Fritz finden in der angrenzenden Kammer ihre Angebeteten wieder.

(12. Szene/Letzte Szene) Die alte Marthe erweist sich als die vom alten Pätus verstoßene Mutter, welche nun mit dem Säugling unvermutet aufgetaucht ist. So findet der Major sein Enkelkind, der hartherzige und nun reuige Ratsherr seine Mutter und zu alledem will Fritz Gustchen heiraten - trotz ihres “Fehltritts”. Da taucht auch noch aus der Kammer der junge Pätus auf und eine weitere Versöhnung findet statt. Der Schluss: Fritz stellt fest, dass Gustchens Tochter nie von einem Hofmeister erzogen werden soll.

2. Charakterisierung

2.1 Läuffer

Sein Vater ist Pastor. Sehr gebildeter junger Mann der schon einiges von der Welt gesehne hat. Er kann den Geheimen Rat nicht leiden, er scheut ihn mehr als den Teufel. außerdem kann er seiner Meinung nach gut tanzen, da er schon mehr als 15 Tanzmeister hatte. Zudem kann er Geige und Klavier spielen.

2.2 Der alte Pastor

Vater von Läuffer. War selbst mal Hauslehrer gewesen und findet diesen Beruf zwinged notwendig für die Welt.

 
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