1. Gattung

Das Buch gehört zur Gattung der Novellen und ist geschrieben worden um dem Leser zu gefallen. Das Buch ist ein einfach zu lesendes Buch, welches in die Zeit des Realismus gehört.

2. Inhaltsangabe

An einem kalten Wintertag wandert der arme Schneider Wenzel auf einer Landstraße von Goldach nach Seldwyla, um dort hoffnungsvoller weise einen Arbeitsplatz zu bekommen. Denn er hatte wegen des Falliments (Bankrott) seines Schneidermeisters seine Arbeit verloren. Ohne etwas gefrühstückt zu haben und ohne Aussicht auf ein Mittagessen ging er die Landstraße entlang, er trug über seinem schwarzen Sonntagskleid, welches sein einziges war einen weiten dunkelgrauen Radmantel welcher mit Samt ausgeschlagen war. Sein Schnurrbart und sein langes schwarzes Haar verliehen ihm ein edles, sorgfältig gepflegtes Aussehen. Seine Kleidung und sein Vornehmes Aussehen waren ihm schon zum Bedürfnis geworden.
Auf dem Weg nach Goldach kam ein Kutscher vorbei, welcher eine edle Kutsche fuhr und ihm die Gelegenheit bat mit ihm nach Goldach zu nehmen. Dann müsse er nicht laufen.
Wenzel Strapinski nahm das Angebot dankbar und bescheiden an. Als der Kutscher Goldach erreicht, steigt Wenzel Strapinski aus der Kutsche aus. Er befindet sich vor einem Gasthaus, wo sich schon viele Leute des Dorfes versammelt haben und die Kuschte zu bestaunen. Die Bewohner Goldachs halten ihn für einen Grafen Sohn oder einen geheimnisvollen Prinz. Er wird aus der Kutsche direkt in einen Speisesaal versetzt, dort wird ihm seine seltsame Lage klar in der er sich befindet. Ohne ein paar Worte zu sagen bekam er ein Festmahl. Strapinski unternimmt noch einige Flucht versuche, jedoch misslingen ihm seine versuche. Die Goldacher sind sehr Gastfreundlich zu Wenzel Strapinski, sie stellen ihm Schuhe, sowie Toilettenartikel und sogar Kleider, weil sie annehmen er sei in Schwierigkeiten gelangt. Später am Abend wird der vermeintliche adlige Graf Strapinski zu einem Besuch beim Amtsrat eingeladen, dort gewinnt Wenzel Strapinski eine menge Geld. Bei dem Besuch trifft er auf die Tochter des Amtsrates. Nettchen, die Tochter des Amtsrates verliebt sich sofort in den Grafen und der Graf kann seine Gefühle nicht unterdrücken und verliebt sich ebenfalls in Nettchen.
Strapinski versucht nochmals zu fliehen, jedoch bringt er es nicht über sein Herz. Die Verlobung der beiden rückt nämlich in nahe Zukunft. In wenigen Tagen schon will er sich mit der Tochter des Amtsrates verloben lassen, dazu veranlasst er eine Schlittenfahrt zu einem Gasthaus, welches zwischen Goldach und Seldwyla seiner alten Heimat liegt. Auf dem Weg zum Gasthaus trifft die Kolonne von wunderschönen Kutschen auf die Seldwyla Einwohner. Die Seldwyla Einwohner wollen ebenfalls in das Gasthaus einkehren.
Die Verlobung findet oben im Gasthaus statt und die Seldwyla nehmen mit der unteren Etage vorliebt. Nach einer weile kommen ein paar Seldwyla in den Festsaal und führen einen Schautanz auf. Mit diesem Schautanz wird dann Graf Strapinski entlarvt, diese Intrige der Seldwyla kann er nicht verkraften und flieht aus dem Gasthaus. Er flüchtet auf der Landstraße nach Seldwyla, um nicht von seinen Peinigern gesehen zu werden versteckt er sich abseits der Straße im Schnee und schläft dort ein. Nettchen eilt einige Zeit später aus dem Gasthaus um Wenzel Strapinski zu suchen, sie findet ihn halb erfroren und ohne Bewusstsein. Nettchen reibt ihn mit Schnee ein und als er sein Bewusstsein wieder erlangt fahren die beiden zu einer Bekannten Nettchens, dort versucht Strapinski Nettchen alles zu erzählen, wie es zu dem Missverständnis kam das er gar kein Graf sei, sondern auf der suche nach Arbeit einer Kutsche begegnet sei und alles seinen lauf genommen habe. Nettchen beschließt trotz all dieser Vorkommnisse ihn zu heiraten.

3. Charakterisierung

3.1 Wenzel Strapinski

Er trug ein schwarzes Sonntagskleid, über diesem Kleid lag elegant ein schwarzer Radmantel. Dieser Radmantel war mit schwarzem Samt ausgeschlagen, dies vermachte ihm ein edles Aussehen. Seine Langen schwarzen und gelockten Haare passten perfekt zu seinem sehr gepflegten Bart. Wenzel Strapinski ist ein zurückhaltender. Ängstlicher und ein nicht sehr gesprächige Schneider. In seinem handeln ist er ein wenig hilflos, vielleicht ist es die Hilflosigkeit die Wenzel so interessant für die Seldwyla Einwohner macht. Durch sein edles Aussehen und sein Adliges Benehmen wird Strapinski ja schließlich in seine Missliegelage gebracht. Bei sich hatte Wenzel nicht viel, er besaß lediglich einen Fingerhut, irgendeine Münze und ein handgroßes Bündel, welches gefüllt war mit einem Schnupftuch, eine Haarbürste, einen Kamm und ein wenig Bartwichse.

3.2 Nettchen

Die Tochter des Amtsrates aus Goldach, sie ist eine junge Kleinstädterin. Sie ist edel gekleidet, außerdem trägt sie gern viel Schmuck. Sie beweißt starkes Selbstbewusstsein, indem sie sich gegen den Willen ihres Vaters stellt und Wenzel Strapinski zum Ehegatten nimmt.

4. Sprache

Dieses Buch ist ein sehr einfach geschriebenes Buch, es lässt sich leicht lesen und bindet den Leser sehr schnell. Der Wortschatz des Buches liegt bei ca. 2,4%, die Satzlänge entspricht ca. 25 Wörtern. Die durchschnittliche Silbenlänge liegt bei 2,5 Silben pro Wert.

5. Gottfried Keller

Keller wurde am 19.07.19819 in Zürich geboren. Nachdem er bis 1834 verschiedene Schulen besuchte, studierte er in München um Maler zu werden. 1845 wendete sich Gottfried Keller allerdings völlig von der Malerei ab und begann seine Literarischen Studien. Seine erste Gedichtssammlung verhalf ihm zu einem Stipendium in Zürich. 1848- 1850 studierte er in Heidelberg Geschichte, Philosophie und Literatur. Nachdem er 5 Jahre später in Berlin wohnte zog es ihn wieder nach Zürich, wo er als freier Schriftsteller arbeitete. 1856 schrieb er den erfolgreichen Band „Leute von Seldwyla“.\\Allerdings rückten 1861 – 1867 seine Literarischen Interessen in den Hintergrund, den er arbeitete als erster Staatsschreiber der Züricher Regierung. 1869 erhielt Keller die Ehrendoktorwürde der Universität Zürich. 5 Jahre später schrieb er die Fortsetzung des Erfolgreichen Bandes „ Die Leute von Seldwyla“. 1878 veröffentlichte er die Züricher Novellen in 2 Bänden und 1884 „Das Sinngedicht“ worauf kurze Zeit später sein Alterswerk „Martin Salander“ folgt. Gottfried Keller verstarb am 15.7.1895 in Zürich. Zu seiner Erinnerung steht in Glattfelden das Gottfried Keller Zentrum. Sein Grab findet man auf dem Friedhof Sihlfeld.

 
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