1. Gattung

Jedermann ist ein Drama, dies lässt sich auch leicht aus dem Inhalt des Buches ableite. Dieses Buch ist sehr schwer zu lesen und es gibt viele Stellen wo ich öfter nachlesen musste bis ich den Sinn verstanden habe.

2. Inhaltsangabe

Als Gott sieht, dass ihm auf Erden die Annerkennung als Schöpfer und Gebieter nicht mehr ganz anerkannt wird beschließt er den Tod in Jedermanns Haus zu schicken und ihn vor das Göttliche Gericht zu stellen.
Jedermann ist ein sehr wohlhabender Mensch, er lebt in einem edlen Haus, Jedoch ist Jedermann sehr geizig und habsüchtig. Eines Tages befiehlt Jedermann seinem Hausvogt ihm ein Säckchen voller Geld zu bringen, da Jedermann einen Lustgarten kaufen möchte welchen er seiner Buhlschaft zu schenken gedenkt. Jedermann nimmt seinen Gesellen und will gerade losziehen den Lustgarten zu kaufen. Er begegnet seinem Nachbarn welcher Jedermann um eine kleine Spende bittet. Da Jedermann sehr geizig war gibt er ihm einen Schilling, und sagt zu seinem Nachbar dass es allemal genug sein würde. Der Nachbar findet es ungerecht und sagt Jedermann er wäre früher auch Reich gewesen, jedoch habe er sein ganzes Geld verloren und deshalb wäre es nur recht wenn Jedermann sein Geldsäckchen mit ihm teilen möge. Jedermann erwiderter darauf nur das er nicht daran denke ihm noch mehr zu geben, da er dafür auch hart arbeiten müsse und eigentlich keinen einzigen Pfennig entbehren könne. Auf dem Weg zum Lustgarten begegnen Jedermann und sein Geselle noch einem Schuldrechts Jedermanns, welcher ihn darum bittet seinen Schuldschein zu zerreißen. Jedermann aber kennt kein Erbahmen und weißt seine bitte zurück. Jedoch könne Jedermann ihm und Seiner Familie Unterhalt und Verköstigung gewähren. Nach der Begegnung mit seinem Schuldknecht findet sich Jedermann nicht mehr in der Lage dazu den Lustgarten zu kaufen, er befiehlt seinem Gesellen er möchte doch bitte den Garten kaufen und den Kaufvertrag dann zu seiner Buhlschaft bringen wo er dann auf ihn warten würde. Auf dem Weg trifft Jedermann noch seine Mutter welche ihm vorhält dass er doch auch mal bitte an die Hochzeit denken möge die seine Mutter noch zu erleben gedenkt. Jedermann hat nicht das verlangen sich mit seiner Mutter zu streiten, also macht er sie auf ihre schwache Gesundheit aufmerksam. Er sagt zu seiner Mutter er würde schon zum Glauben zurückkehren wenn es ans sterben ginge.
Als ihm seine Mutter endlich verlässt kommt ihm auch schon seine Buhlschaft entgegen, welche ihm zu einem Fest abholen zu gedenkt, welches ihm zu Ehren organisiert wurde. Auf der Feierlichkeit geht es Jedermann doch nicht sehr gut, er fühlt sich schwach und bekommt sonderbare Erscheinungen. Die Buhlschaft ist um Jedermann besorgt, da er sagt er würde gern alle in Totenhemd vor sich sitzen sehen. Die Buhlschaft ist noch verunsicherter als er von sich gab, er würde Glocken läuten hören, als Jedermann plötzlich sagt er hätte seinen Namen rufen hören, denkt seine Buhlschaft dass ihn das Fieber gepackt habe.
Jedoch ist es die Realität die Jedermann zu spüren bekommt. Als er sich umblickt und ein unbekannter Mann hinter ihm steht der sich als Tod zu erkennen gibt und ihn Auffordert sich auf den letzen Weg zu machen kommen Jedermann seine Untaten in den Sinn.
Er bittet den Tod ihm noch eine frist zu gewähren, so dass er noch einen Freund mitnehmen könne der ihn vor das Göttliche Gericht begleitet. Der Tod gewährt Jedermann eine frist von einer Stunde, er gibt Jedermann den Rat er möge sich nicht zu sehr auf seine Freunde verlassen.
Zuerst fragt Jedermann seinen Gesellen ob er mit ihn vor das Göttliche Gericht begleiten wolle. Er würde ihm jeden Gefallen gern erfüllen, jedoch vor das Göttliche Gericht wolle er ihn nicht begleiten. Jedermanns Cousins verhalten sich auch nicht anders, sie stellen sich quer, sodass Jedermann alleine vor das Gericht ziehen muss. Jedoch denkt sich Jedermann wenn er schon in die Ewigkeit gehen müsse, will er wenigstens sein Geld mit dorthin nehmen. Aus seiner Geldtruhe jedoch kommt Mammon empor, welcher sich keines Falls bereit erklären würde ihm das Geld zu geben. Jedermann fühlt sich nun von allen verlassen und ist kurz davor total zu Verzweifeln, dann hört er eine schwache Stimme aus dem Hintergrund, es stellt sich raus die Stimme gehört zu einer gebrechlichen Frau, welche ihm sagt sie wäre Jedermanns gute Werke. Sie würde Jedermann gern ins Jenseits geleiten, jedoch sei sie fiel zu schwach dafür. Sie ist aber bereit, ihre Schwester, den Glauben um Beistand zu bitte. Der Glaube macht Jedermann auf die unendliche Barmherzigkeit Gottes aufmerksam und rät ihm um Gnade zu bitten und um Vergebung zu flehen. Jedermann ergreift sofort diese für ihn letzte Chance und kehrt nach Jahren der Ungläubigkeit zurück zu dem Glauben, dabei lässt er sich Hilfe von einem Mönch geben.
Nun kommt auch der Teufel wieder und will die Seele des habsüchtigen und geizigen Jedermann mit in die Hölle nehmen, jedoch muss er leider feststellen dass durch die Gnade Göttes ihm die Seele nicht mehr zusteht. Jedermann kann nun mit seinem reinen Gewissen vor das Göttliche Gericht treten.

3. Charakterisierung

3.1 Jedermann

Jedermann ist ein wohlhabender, geiziger und äußerst habsüchtiger Mensch. Er ist meiner Meinung nach sehr egoistisch und nimmt auch kein Blatt vor den Mund. Erst als es ihm an den Kragen geht wird er wieder anpassungsfähig und Sozial.

3.2 Die Buhlschaft Jedermanns

Die Buhlschaft Jedermanns ist meiner Meinung nach eine Gemeinschaft welche nicht die Freundschaft beinhaltet welche sich Jedermann wünscht, dies wird besonders klar als er einige seiner Genossen fragt ob sie mit ihm vor das göttliche Gericht ziehen wollen, wo alle nicht um ausreden verlegen sind und ihn alleine aufbrechen lassen.

4. Sprache

Dieses Buch lässt sich sehr schwer lesen, es ist sehr anstrengend ganz genau zu lesen und den Sinn genau zu verstehen. Die Silbenlänge beträgt Durchschnittlich nur ca. 1,5 Silben, dass liegt jedoch an dem Vers und Reim den Hofmannsthal dem Buch beigefügt hat. Ein Satz des Buches hat ca. die Länge von 12,5 Wörtern.

5. Biographie von Hugo von Hofmannsthal

(Hugo Laurent August Hofmann Edler von Hofmannsthal) Hugo von Hofmannsthal wurde am 1. Februar 1874 in Wien geboren. Er war das einzige Kind der Eheleute Hugo von Hofmannsthal (Bankier) und seiner Gattin Anna Maria. Das erste mal als Hofmannsthal aufsehen erregte schrieb er ein Gedicht mit dem Titel „Frage“. Als Einzelkind erfuhr Hofmannsthal eine gute Schulische Ausbildung, das war auch der Grund für sein Pseudonym Loris Melikow, da das Akademische Gymnasium seinen Schülern verbot Gedichte unter ihrem richtigen Namen zu veröffentlichen.
Nachdem er seine erste Juristische Staatsprüfung geleistet hatte musste er zum Militär.
1895 studierte er Französische Philologie. 3 Jahre später promovierte er zum Doktor der Philosophie. Das Drama „Frau im Fenster“ war sein erstes Werk welches als Theaterstück aufgeführt wurde.
1901 gibt Hofmannsthal sein Philologie Studium auf und lässt sich als freier Schriftsteller in Rodaun bei Wien nieder. Dort heiratete er Gertrud Schlesinger, aus dieser glücklichen Ehe entstanden 3 Kinder.
1909 war die Uraufführung der Opa „Elektra“.
2 Jahre später war die Uraufführung der Komödie „Der Rosenkavalier“.
1914 zu beginn des erstes Weltkrieges wird Hofmannsthal mit Kulturpolitischen im Kriegsfürsorge Amt betraut, dort soll er Nationalgesinnte Veröffentlichungen der „neuen freien Presse“ machen.
3 Jahre vergehen und Hofmannsthal beteiligt sich bei der Gründung der Salzburger Festspiele.
Weitere 3 Jahre vergehen und Hugo von Hofmannsthal beginnt das Trauerspiel „Der Turm“, welche am
4. Februar 1928 in München Uraufgeführt wird.
Am 13. Juli 1929 nimmt sich Hofmannsthal Junior sein Leben, Hugo von Hofmannsthal starb am 15. Juli 1929 an einem Schlaganfall auf dem Weg zur Beerdigung seines Sohnes Franz.

 
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