1. Gattung

Dieses Buch ist meiner Meinung nach nicht einer Geschichtlichen Gattung zuzuordnen, da Europa keine Geschichte mit Handlung ist sondern eine Rede von Novalis.

2. Inhaltsangabe

Im Buch „Die Christenheit oder Europa“ spricht Novalis nur von Europa, die Christenheit in dem Buch wurde von einer unbekannten Person hinzugefügt.
Die Rede Novalis bezieht sich auf die Situation am Ende des 18. Jahrhunderts. Europa war in einer Krise, denn sie standen vor einem drohenden Krieg mit Frankreich und dies wurde verstärkt durch den Tod des Papstes Pius VI . Die Franzosen der katholischen Christenheit verboten die Neuwahlen und so kam es dazu dass es kein Oberhaupt mehr gab.
In seiner Rede fordert er zur Herstellung des ewigen Friedens auf. Der Sprecher im Text fordert die Leser auf den Momentanen Zeitpunkt zu nutzen um eine höhere Stufe zu erreichen. Am Anfang des Textes stellt Novalis eine positive Mittelalterliche Welt da.
Europa ist eine konzentrierte Einheit, welche durch den Christlichen Glauben hervorgerufen wurde. Die Aspekte des Christlichen im Mittelalter sind für Novalis beispielsweise die Liebe zur Kirche, die heiligen Verehrung und die päpstliche Zensur, welche die religiöse Einheit und die Gläubigkeit der Menschen darstellt.
Im weiteren Verlauf seiner Rede zerfällt jedoch der Zustand dieser Einheit, „Glaube und Liebe werden durch Wissen und haben ersetzt.“ Nun steht der Drang des Materiellen Reichtums im Vordergrund. Der Hass gegen den katholischen Glauben wird nach Ansicht des Sprechers zum Hass gegen die Religion. Die Rationalistische und Materialistische Aufklärungsbewegung verurteilt Novalis als Abkehr von Fantasie und Gefühl. Nach ihm zu Folge wird diese Sicht die Welt zu einem bloßen Mechanismus führen.
Hier beginnt die Entwicklung der Französischen Revolution, Novalis sieht sie als Verschärfung der Krise, aber zugleich auch als Möglichkeit zum Eintritt in eine neue Zeit. Sie schafft nach Novalis die Notwendige Voraussetzung für die Wiederbelebung des Christentums. Der Sprecher behauptet: „Wahrhaftige Anarchie ist das Zeugungselement der Religion“.
Das Geschichtsverhältnis der Europa-Rede beruht auf der Vorstellung dass die Geschichte ein Wechsel von der Suche auch dem Ideal und nach der Suche der Realität ist. Jedoch so, dass die Suche nach dem Ideal immer mehr an Bedeutung gewinnt. Novalis fordert die Zuhörer auf bereit dafür zu sein, dass ein neues goldenes Zeitalter kommt. Notwendig ist nach Novalis die Religion, da die Weltlichen Mächte es nicht schaffen sich gegenseitig eines Gleichgewichtes zu bedienen.
Am Ende seiner Rede äußert Novalis seinen Wunsch nach Universalismus, er fordert eine Religion welche nicht auf Landesgrenzen. Er fordert eine befreite Religion ohne Grenzen. Eine Verbindung zwischen Christentum und Naturphilosophie, denn dies ist der erste Schritt einer Friedensgemeinschaft.
Die neue Zukunftsreligion sollte alltäglich da sein und eine Soziale Gemeinschaft schaffen, jedoch nicht in der Freiheit einschränken. In der alten „Goldenen Zeit“ herscht Furcht und gehorsam im Religiösen Bereich. In der neuen „Goldenen Zeit“ soll die Freiheit in der Religion vorherschen.
Zum Schluss seiner Angestrebten Entwicklung ist zu dieser Zeit jedoch noch nicht gekommen, dennoch betont Novalis am Ende seiner Rede, dass diese Zeit nur ein wenig Geduld bedarf dies zu schaffen.

3. Zum Werk

Novalis geht es in der Rede darum die Menschen zu einer bestimmten Handlung zu drängen, bzw. die Zuhörer von einer bestimmten Handlung abzuraten.

4. Interpretation

Novalis versucht die Hörer zu einer bestimmten Handlung zu zwängen und versucht somit den Lauf der Geschichte zu verändern. Jedoch denke ich, dass sein Grundgedanke nach der Religion mit allen seinen Freiheiten kein abwegiger Gedanke ist, da im Grunde viele Religionen noch viel mehr Gemeinsamkeiten haben.

 
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