1. Inhaltsangabe

In der Novelle „Das Fräulein von Scuderi“, die von E.T.A. Hoffmann verfasst wurde und im Jahre 1819 erschien,
geht es um eine angesehene Schriftstellerin, welche bei einem Besuch des Königs Ludwig XIV zufällig etwas von einer Mordserie mitbekommt, daraufhin wird sie in diese hineingezogen und klärt diese am Ende auf.

Magdaleine von Scuderi ist eine angehende Schriftstellerin. Als sie eines Tages König Ludwig XIV besucht, erfährt sie von einer Reihe von Raubmorden. Bei diesen Morden werden stets nur Opfer durch einen Dolchstich getötet, welche teure Juwelen als Geschenk für ihre Geliebten bei sich trugen. Sie flüstert dem König zu, dass ein Liebender, der die Diebe fürchtet, nicht der Liebe würdig sei.
Am nächsten Morgen findet sie ein Kästchen zu Hause vor, dieses wurde in der Nacht von einem jungen Mann gebracht und beinhaltet ein edles Schmuckstück und einem Zettel, auf diesem bedanken sich die Juwelendieben für ihren dichterischen Beistand. Erschüttert sucht sie die Maitresse des Königs auf, diese identifiziert das Schmuckstück als Werk von Cardillac, einem der besten Goldschmieder, welcher zugleich ein wenig seltsam gegenüber seinen Kunden ist.
Einige Monate später wirft derselbe Mann, der zuvor das Kästchen übergab, dem Fräulein ein Brief in ihre Kutsche. In diesem wird darum gebeten, dass sie das Schmückstück schnellstens an Cardillac zurückgeben solle, denn ansonsten geschehe ein Unglück.
Als sie nach zwei Tagen das Schmuckstück zurückbringen will, findet sie den toten goldschmied vor. Als Täter verhaftet man den Gehilfen Oliver Brusson, der zugleich mit der Tochter des Opfers verlobt ist.
Dieser erzählt im Verlauf des Buches, dass er sich in Mardelon, die Tochter von Cardillac, verliebt hatte und er deshalb von Cardillac hinnausgeworfen wurde. Er beobachtete später einen Überfall, welcher von Cardillac durchgeführt wurde. Deshalb stellt Cardillac ihn wieder ein und verlobt in mit seiner Tochter, um so das Ganze geheim zu halten.
Oliver wurde von Cardillac beauftragt das Schmuckstück auszuliefern, welches Cardillac ihr als Dank für den hilfreichen Ausspruch gegenüber dem König (ein Liebender, der die Diebe fürchtet, sei nicht der Liebe würdig) schenkte. Als Grund für den Brief nennt Oliver, dass er Magdaleine von Scuderi schützen wollte, da über seinem Meister wieder sein Trieb nach seinem Werk kam.
Durch seine Besorgnis um Magdaleine von Scuderi verfolgte er Cardillac, der dann nicht Magdaleine von Scuderi tötete, sondern einen Graf beraubte und dabei tödlich verletzt wurde, daraufhin schleppte Oliver seinen Meister nach Hause, wo dieser dann seinen Verletzungen erlag und er als Mörder verhaftet wird. Oliver wird wieder ins Gefängnis gebracht, dort ist er aber immer noch nicht geständig, da er seiner Verlobten die Taten ihres Vaters ersparen will. Daraus resultiert, dass Oliver für die Folter freigegeben wird. Magdaleine von Scuderi startet nun mehrere Rettungsaktionen, doch gleichzeitig kommt der Graf von Miossens zu ihr, welcher zugleich das Opfer und der Mörder Cardillacs ist. Dieser erzählt ihr von der Tat und Magdaleine von Scuderi leitet eine Aufschiebung der Folter ein und wendet sich an den König. Dieser überprüft die Sachlage und lässt nach einem Monat Oliver frei unter der Bedingung, dass er Paris verlassen müsse, außerdem bekommt er die Erlaubnis Madelon zu heiraten und 1000 Louis d’or als Brautschatz. Oliver und Madelon verlassen Paris und ziehen nach Genf, in Paris lässt der König zur gleichen Zeit die gestohlenen Juwelen an die rechtlichen Besitzer aushändigen.

2. Charakterisierung

2.1 Magdaleine von Scuderi

Magdaleine von Scuderi ist eine 73 jährige Frau, die sehr barmherzig und gutmütig ist.
Dies lässt sich an ihrer früheren Entscheidung eine Tochter eines verarmten Bürgers aufzunehmen und ihrer Hilfeleistung bei der Befreiung von Oliver festmachen.
Ihre Arbeit als Schriftstellerin bringt ihr nicht nur Ansehen, Beliebtheit und Respekt, sondern auch einen Zugang zum Hofe.
Nach dem Besuch bei Cardillac weiß Magdaleine von Scuderi nicht was sie von ihm halten soll.
Einerseits respektiert sie ihn, aber andererseits findet sie ihn sehr seltsam

2.2 René Cardillac

Er ist einer der besten Goldschmieder. Jedoch wendet er sich von der Gesellschaft ab, dies liegt an seinem psychischen Problem, dies liegt bei seinen Werken. Er ist von diesen so besessen, dass er sogar dafür mordet nur um sie zurückbekommen.
Durch sein Geschenk an Magdaleine von Scuderi hofft er von seinem Schicksal, seinen Werken nachzustreben, befreit zu werden, da er denkt das sie aufgrund ihrer Unschuld und Reinheit seine Rettung ist.
Er nutzt Olivers Situation aus, zuvor hat er ihn aus seiner Werkstatt geschmissen,
da er eine Beziehung mit seiner Tochter hat, um sich somit sicher zu sein, dass Oliver nichts von dem Raub erzählt.
Er bietet ihm wieder seinen alten Job und zusätzlich seine Tochter als Verlobte, dies zeigt seine egoistische Einstellung.

2.3 Olivier Brusson

Er lebte als kleiner Junge bei Magdaleine von Scuderi, bis seine Eltern nach Genf zogen.
Dort begann er nach ihrem Tode eine Lehre als Goldschmied, als er diese erfolgreich beendete ging er zurück nach Paris,
dort angekommen bekam er einen Job bei Cardillac.
Nach einiger Zeit verliebte er sich in Madelon, Cardillacs Tochter.
suce ma bite Als dieser die Beziehung bemerkte feuerte er Oliver, als er eines Nachts einen Raub beobachtete,
konnte er den Täter als seinen alten Meister Cardillac identifizieren.
Daraufhin wurde er von ihm wiedereingestellt und erhielt Madelon als Verlobte.
Jedoch hatte er seit diesem Tag Gewissensbisse..

 
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