__Inhaltsangabe: Mathilde Möhring__
In der Novelle „Mathilde Möhring“ von Theodor Fontane geht es um die junge Mathilde, deren Vater tot ist und die mit ihrer Mutter in einer kleinen Wohnung in Berlin wohnt und versucht den ärmlichen Verhältnissen zu entkommen.

Mathilde Möhring ist 23 Jahre alt. Sie ist sehr freundlich, fleißig und sehr gebildet. Ihre Chancen auf Liebe scheinen nicht sehr groß, da ihr Äußeres nicht viel hermacht, denn Mathilde ist aschblond, hager und hat dünne Lippen. Die junge Frau lebt mit ihrer kränklichen Mutter in einer kleinen Wohnung in der Georgenstraße in Berlin. Da Mathildes Vater tot ist, müssen die Möhrings ein Zimmer ihrer Wohnung untervermieten, um überleben zu können. Eines Tages schaut sich ein Jurastudent namens Hugo Großmann, das Zimmer an und mietet es. Hugo Großmann ist 26 Jahre alt, hat einen schwarzen Vollbart und sieht sehr gut aus. Anstatt für sein bevorstehendes Examen zu lernen geht der träumerische Student aus gutem Hause lieber mit seinem guten Freund Rybinski ins Theater. Da Mathilde eine gute Menschenkenntnis hat, schätzt sie ihren Untermieter sofort richtig ein und sieht in ihm die Chance auf eine bessere Zukunft. Sie heckt einen Plan aus um Hugo möglichst gut zu gefallen. Sogar eine alte sehr arme Frau, „die Runtschen“ wird eingestellt, damit Mathilde nicht vor Hugo das Zimmer säubern muss, denn das sieht ihrer Meinung nach klein und arm aus, so als hätten sie nichts zu bieten. Zunächst scheint ihr Plan nicht aufzugehen, doch als Hugo krank wird und Mathilde sich rührend um ihn kümmert, stellt er fest, dass Mathilde zu ihm passen würde. Der junge Mann macht Mathilde einen Heiratsantrag, den Thilde annimmt. Die junge Frau spielt ihrem Bräutigam nach der Verlobung eine Woche lang etwas vor, um ihn glücklich zu stimmen, doch nach der„Ferienwoche“, die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr, zeigt sie wieder ihre berechnende, vernünftige Seite. Mathilde stellt ein Lernprogramm für ihren Verlobten zusammen, damit dieser nicht nur faulenzt, sondern bald sein Examen besteht. Hugo ist zwar nicht ganz einverstanden mit dem Antreiben zum ständigen Lernen, doch er weiß Mathildes Bemühungen zu schätzen. Dank des Ehrgeizes seiner Braut, schafft Hugo kurze Zeit später sein Examen und auch seine Stelle als Bürgermeister in Woldenstein hat er ihr zu verdanken, denn es war seine Verlobte, die ihn dazu drängte sich auf eine Annonce in der Zeitung zu melden. Als endlich die Zusage aus Woldenstein kommt, ist für Thilde alles klar und sie heiratet Hugo am 24. Juni. Eine Woche nach ihrer Hochzeit, zieht das Paar in die neue Wohnung nach Woldenstein. Mathildes Ansehen in der Gesellschaft steigt und durch ihre klugen Ratschläge wird ihr Gemahl ein beliebter Bürgermeister. Es scheint, als sei Mathildes Plan vollkommen aufgegangen, doch im Dezember des gleichen Jahres erkrankt Hugo an einer schweren Lungenentzündung. Der Arzt erklärt ihn nach einigen Wochen für genesen und Hugo stürzt sich wieder in seine Arbeit. Kurze Zeit später erleidet der Bürgermeister einen schweren Rückfall, der zu einer Schwindsucht und schließlich zum Tod führt. Mathilde trauert um ihren Mann und denkt immer wieder an seine letzten dankenden Worte. Nach der Beerdigung zieht Mathilde zurück nach Berlin und lebt dort wieder mit ihrer Mutter in den gleichen ärmlichen Verhältnissen wie vorher. Zwar bekommt die trauernde Frau Witwen-Pension, fühlt sich aber dennoch in ihre alten Lebensumstände zurückgeworfen. Allerdings findet die Witwe sich bald zurecht und sieht ein, dass sie nicht das Recht gehabt hat Hugo, der eigentlich lieber etwas anderes als sein Jura-Examen gemacht hätte zu diesem zu zwingen. Sie lebt jetzt in seinem alten Zimmer, in der Wohnung der Mutter, die nur an Geld denken kann. Mathilde entschließt sich nun selbst für ihr Geld arbeiten zu gehen und möchte Lehrerin werden. Sie meistert ihr Examen mit Bravour und bekommt schnell ihre erste Stelle.

Meiner Meinung nach wollte Fontane mit seinem Werk auf die Emanzipation der Frauen, die Mathildes letzter Schritt in der Novelle durch ihre Arbeit und ihr

Examen ist, und den sozialen Aufstieg in der Gesellschaft an sich aufmerksam machen.

 
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