Unterm Rad

von J. Görtelmeyer

  
* Literatur der Weimarer Republik
  
* Roman

* Erschienen: 1905

* Vorliegende Ausgabe: Suhrkamp Verlag / ISBN: 3-518-41453-4
    

Gliederung

1.) Inhaltsangabe

2.) Erzählform

3.) Interpretation

4.) Analyse der Sprache

1.) Inhaltsangabe

In dem Buch „Unterm Rad“ von Hermann Hesse geht es um den Hochbegabten Hans Giebenrath der dem Druck seines Umfeldes nicht mehr standhalten kann und am Ende stirbt. Seine Mutter ist schon früh gestorben und er bekommt kaum Aufmerksamkeit von seinem Vater. Sein Lehrer und sein Pfarrer erkennen seine Begabung und fördern ihn, sodass er als einziger aus seiner Stadt am Landesexamen teilnehmen darf. Diese besteht er als zweit bester und bekommt somit ein Seminar auf Staatskosten. Bevor er dieses jedoch beginnt darf er noch einmal seine Ferien genießen. Doch schon ein paar Tage später beginnt er schon wieder zu lernen, erst eine Stunde dann den ganzen Tag. Nach seinen Ferien muss Hans nach Maulbronn fahren, weil dort das Seminar in einem Kloster stattfindet. In dem Kloster freundet er sich mit Hermann Heilner an. Hermann wird in die Schuhe geschoben, dass er Schuld an Hans sinkenden Noten sei. Doch dabei plagt sich Hans schon seit langer Zeit mit Kopfschmerzen rum, die durch den ständigen Leistungsdruck entstanden sind. Nach dem Ausbruch von Hermann kann Hans dem Druck keinen Widerstand mehr leisten und bricht zusammen. Nach langer Zeit darf er zurück in seine Heimatstadt, doch dort hält Hans es nicht aus, denn es plagen ihn Selbstmordgedanken. Dann kommt alles aufeinander, sein Vater ist enttäuscht weil er keine Leistung mehr bringt und er lernt ein Mädchen kennen, das ihn ohne etwas zu sagen, sofort wieder verlässt. Er beschließt eine Mechanikerlehre zu beginnen und wird von einem seinem alten Freund August auf eine Feier mitgenommen. Auf diesem Fest trinkt Hans zuviel Alkohol. Am nächsten morgen findet man Hans’s leblosen Körper in einem nah gelegenen Fluss.

2.) Erzählform

In dieser Erzählung handelt es sich um einen allwissenden Erzähler. Man erkennt es daran, dass er die Träume und die Ängste der Charaktere kennt und davon erzählt.

3.) Interpretation

Hesse geklagt sich in dem Buch „Unterm Rad“ über die Schule und die Lehrer. Er kritisiert die Erwachsenen und ihr Vorstellung von Erziehung, welche hauptsächlich darin besteht den Kindern ihre eigenen „unerfüllten“ Wünsche einzutrichtern. SO IST ES GELAUFEN Hans wurde seiner Kindheit beraubt, der durfte nichts machen, was ihm Spaß macht, nicht Angeln, nicht Schwimmen und sogar seine Freunde musste er wegen seinem Vater aufgeben, damit sie ihm nicht vom Lernen abhalten. Sogar nach seinem Tod bemerkt niemand wie sie Hans behandelt haben. Der Pfarrer, der Rektor und sogar sein Vater sind sich keiner Schuld bewusst. Einzig und alleine der Schuhmacher Flaig erkennt, das was er getan und falsch gemacht hat und er gesteht sogar das er nichts getan hat um dem Jungen in seinem Leben zu helfen.

4.) Analyse der Sprache

Die Arbeit stand nun wieder in erfreulichster Blüte, und wenn Hans je und je doch wieder eine Stunde angelte oder spazieren lief, hatte er schon ein schlechtes Gewissen. Die gewohnte Badestunde hatte der aufopfernde Mathematiklehrer zu seinen Lektionen gewählt. Diese Algebrastunden konnte Hans bei allem Fleiße nicht vernünftig finden. Es war doch bitter, mitten am heißen Nachmittag statt auf die Badwiese in die warme Stube des Professors zu gehen und in der staubigen, mückendurchsummten Luft mit müdem Kopf und trockener Stimme das a plus b und a minus b herzusagen. Es lag dann etwas Lähmendes und überaus Drückendes in der Luft, das an schlechten Tagen sich in Trostlosigkeit und Verzweiflung verwandeln konnte.

Substantiv: 24 Verb : 16 Adjektiv: 17 Adverb : 6 Pronomen: 10 Präposition : 11 Konjunktion : 11 Numerale : 0 Artikel : 11 Interjektion : 0

Hermann Hesse benutzt relativ lange Sätze, die wiederum in viele kleine Nebensätze eingeteilt werden. Er verwendet eine sehr gehobene Sprache und keine umgangssprachliche Redearten. In seine Sätze baut Hesse viele Adjektive ein um alles so genau und so detailliert wie möglich zu beschreiben. Doch die Ausdrucksweise, die er gewählt hat, vermittelt eine düstere und bedrückende Stimmung.

 
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