Top Dogs

von Benjamin P.

  • Literatur von 1986 bis heute
  • Erscheinungsjahr: 1997

Gliederung

1.1 Vorwort

1.2 Begriffserklärung

1.2.1 Outplacement- Unternehmen

1.2.2 Stereo Typ

2.1 Personen

2.2 Inhaltsangabe

2.3 Sprache

2.3.1 Erzählperspektive

2.3.2 Analyse der Sprache

2.4 Interpretation

3. Quellen yarrack

Bearbeitung

1.1 Vorwort

In den folgenden Texten werde ich über das Buch „Top Dogs“, das von Urs Widmer im Jahr 1997 geschrieben wurde, berichten.

1.2 Begriffserklärung

1.2.1 Outplacement- Unternehmen

Ein Unternehmen, das Mitarbeitern in Führungspositionen, die nicht mehr benötigt werden, Unterstützung bei der Stellenvermittlung anbietet.

1.2.2 Stereo Typ

stereo(griechisch): starr, massiv, plastisch. Ein Stereo Typ ist also ein unformbarer Mensch. Eine vereinheitlichte Person, die genauso ist, wie das wozu sie „geformt“ wurde.

2.1 Personen

Die handelnden Figuren wurden bei der Uraufführung nach dem Schauspielern benannt, die sie spielten. Den einzelnen Rollen wurden keine Namen gegeben, um die Austauschbarkeit der Charaktere zu zeigen.

Susanne Wrage

Dodó Deér

Urs Bihler

Hanspeter Müller

E. Heinrich Krause

Julika Jenkins

Michael Neuenschwander

Gilles Tschudi

2.2 Inhaltsangabe

In dem Buch „Top Dogs“, das 1997 von Urs Widmer verfasst wurde, geht es um Menschen die früher in Führungspositionen bei großen Firmen gearbeitet haben und entlassen wurden. Durch das Outplacement- Unternehmen „New Challenge Company“ versuchen diese„Top Dogs“ einen neuen Job zu finden und zurück ins Leben zu finden. Es wird gezeigt, wie belastend eine Entlassung ist und dass die Charaktere nicht ohne eine Job auskommen.

2.3 Sprache

2.3.1 Erzählperspektive

Das Stück ist in der Theaterform geschrieben, da es für das Theater Zürich geschrieben wurde. Es herrscht eine offene Dramenform, die sich durch einige Punkte belegen lässt. Zum einen gibt es keine Einführung, Deér, der neu ins Outplacement- Unternehmen kommt wird sofort in das Gespräch der anderen Figuren eingebunden. Die Vorgeschichte der einzelnen Charaktere erfährt der Leser/Zuschauer erst später in dem Stück. Auch der immer wiederkehrende Ort (Outplacement- Unternehmen) ist typisch, so wie auch die stetigen Wiederholungen von Szenenabläufen, bei Top Dogs ist eine dieser Wiederholungen beispielsweise die „Gangübung“. In dem Stück geht der Autor nicht von sich selber aus, kommentiert aber die Geschehnisse der handelnden Personen nicht. Es gibt auch keine Blicke in die Zukunft, daher komme ich zu dem Resultat, dass es sich bei der Erzählperspektive um das Showing handelt. Die Personen des Stücks verwenden Direkte Rede. Es wird nicht zitiert und die Charaktere kommentieren sich gegenseitig nicht. Oft ist die Syntax unvollständig, da das Stück aus Gesprächen besteht. Durch die Dialoge sind die Satzstellungen einfach gehalten und verständlich. Die Wirtschaftsausdrücke allerdings sind für Laien nicht leicht zu verstehen.

2.3.2 Analyse der Sprache

Stichprobe: 98 Wörter

Kapitel: 6. Blöde Kuh

Psychologe: Herr Neuenschwander. Frau Neuenschwander-Jenkins. Sie beide waren in den letzten Monaten einem beachtlichen affektiven Stress ausgesetzt. Alles anders als zuvor. Zu ihr. Danke, dass Sie heute auch dabei sind, Frau Neuenschwander-Jenkins. Ich weiß, dass Sie ihrem Gatten den unabdingbaren emotionalen Halt geben, damit er seinen Alltag unbelastet angehen kann. Eine Frau ist ja sozusagen die Tankstelle, wo der Mann seine Batterien wieder aufladen kann, um es mal so zu formulieren. Zu beiden. Nur, das geht auch der Frau an die Substanz, wenn der Entlassene plötzlich den ganzen Tag über zu Hause ist. Der ganze Ablauf ist gestört.

Wortartenstruktur:

Nomen: 22

Verben: 15

Artikel: 11

Pronomen: 12

Adjektive: 7

Präpositionen: 4

Adverbien: 3

Numerale: 2

Konjunktionen: 16

2.4 Interpretation

Je mehr man von dem Buch liest desto klarer wird, dass es den Personen in dem Stück an Individualität fehlt und dass sie durch ihre früheren Arbeitsstellen zu einem „Stereo Typen“ vereinheitlicht wurden. Die Figuren selber bemerken nicht einmal ihre Ignoranz aber dafür wird es den Lesern /Zuschauern sehr deutlich vor Augen geführt. Selbst bei Stellen, wie den Gangübungen, bei denen sich der Leser/ Zuschauer fragt wozu das alles, nehmen sich die Charaktere weiterhin ernst.

Durch einige Textstellen wird klar, dass die Figuren die Wahrheit immer noch nicht begriffen haben. Beispielsweise werden im Kapitel „4.1 Der erste Fall“ von „Müller“ nicht die Wörter Entlassung oder Kündigung ausgesprochen. Dadurch wird beschrieben, dass die Figuren nicht mit ihrer Arbeitslosigkeit klar kommen. Außerdem wird die Unsicherheit der Charaktere ohne ihre Arbeitsstelle verdeutlicht und dass nicht nur „Underdogs“ Opfer des Kapitalismus und des Marktes werden.

Die Austauschbarkeit, die durch die fehlende Benennung der Personen erreicht wird (siehe Personen) spiegelt gut wieder, wie es im wirklichen Leben vor sich geht und dass in der heutigen Zeit kein Arbeitsplatz mehr sicher ist, auch nicht der von einem „Top Dog“.

3. Quellen

www.wissen.de (2.6.08)

http://de.wikipedia.org/wiki/Top_Dogs (2.6.08)

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschlossenes_Drama#Geschlossenes_Drama (4.6.08)

Königs Erläuterung und Materealien (von Maria-Felicitas Herforth)

 
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