Erstellt von Schero Chaker (10a, GMS Heide-Ost) 2017

1.Einleitung 1.1 Einführung 1.2 Gedicht 2.Hauptteil 2.1 Interpretation 2.2 Autor 2.3 Sprache/Stil 3. Zusammenfassung

1. 1.1 Das Gedicht „Gesänge an Berlin von Alfred Lichtenstein aus dem Jahre 1914 beschreibt er seine Beziehung zu Berlin.

1.2 Alfred Lichtenstein (1889 – 1914) “Gesänge an Berlin”:

O du Berlin, du bunter Stein, du Biest. Du wirfst mich mit Laternen wie mit Kletten. Ach, wenn man nachts durch deine Lichter fließt Den Weibern nach, den seidenen, den fetten.

So taumelnd wird man von den Augenspielen. Den Himmel süßt der kleine Mondbonbon. Wenn schon die Tage auf die Türme fielen, Glüht noch der Kopf, ein roter Lampion.

Bald muss ich dich verlassen, mein Berlin. Muss wieder in die öden Städte ziehn. Bald werde ich auf fernen Hügeln sitzen, In dicke Wälder deinen Namen ritzen. Poloch

Leb wohl, Berlin, mit deinen frechen Feuern. Lebt wohl, ihr Straßen voll von Abenteuern. Wer hat wie ich von eurem Schmerz gewusst. Kaschemmen, ihr, ich drück euch an die Brust.

In Wiesen und in frommen Winden mögen Friedliche heitre Menschen selig gleiten. Wir aber, morsch und längst vergiftet, lögen Uns selbst was vor beim In-die-Himmel-Schreiten.

In fremden Städten treib ich ohne Ruder. Hohl sind die fremden Tage und wie Kreide. Du, mein Berlin, du Opiumrausch, du Luder. Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, was ich leide. 2.

2.1 In diesem Gedicht beschreibt der Expressionist Alfred Lichtenstein seine Beziehung zu der Stadt Berlin. Er verwendet Schimpfwörter um Berlin zu beschreiben aber trotz allem drückt er damit seine Leidenschaft für diese Stadt aus. Berlin wird zum Ausdruck von Heimat und Geborgenheiten für Stadtmenschen.

An sich ist das Gedicht in drei Abschnitte unterteilt.

Am Anfang wird das Leben in Berlin beschrieben. Der Autor schwärmt förmlich von Berlin und beschreibt alles was er an Berlin mag. Er schreibt auch über die Nächte und Sonnenaufgänge in Berlin und vergleicht den Mond mit einem Bonbon.

Dann schreibt er von einer unfreiwilligen Abreise aus Berlin, wobei er wieder ausdrückt, dass Berlin für ihn die liebste Stadt ist. Die anderen Städte bezeichnet er als öde. Er beschreibt auch noch mal deutlich seine Sehnsucht nach Berlin „Bald werde ich auf fernen Hügeln sitzen, In dicke Wälder deinen Namen ritzen.“. Er verabschiedet sich von Berlin wie von einem Freund, wodurch wieder seine Liebe zu der Stadt ausgedrückt wird.

Zum Ende hin beschreibt er, dass es noch andere Menschen gibt, denen es ähnlich geht wie ihm. Sie können nirgendwo anders glücklich werden, da keine Stadt ist wie Berlin. Im letzten Vers beschreibt er auch noch mal, dass man erst merkt was einem fehlt wenn man es nicht mehr hat.

2.2 Alfred Lichtenstein, geboren 23. August 1889 in Berlin-Wilmersdorf, gestorben 25. September 1914 bei Vermandovillers. Er war ein deutscher expressionistischer Schriftsteller.

2.3 Das Gedicht ist in Reimen geschrieben und sprachlich in einer Art „Gossensprache“ wodurch das Leben in Berlin besser beschrieben werden kann und so auch besser vorstellbar ist.

3. Das Gedicht ist sehr tiefsinnig und soll den Abschied von Berlin beschreiben. Dem Autor liegt die Stadt wirklich sehr am Herzen und er beschreibt die Trennung wie bei einem guten Freund. Er hat das Gedicht in 3 Abschnitte unterteilt: Beschreibung des Lebens in Berlin, Abschied von Berlin und Sehnsucht bzw. Beschreibung seiner Trauer.

 
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