Titel: Die Wolke

Autor/in: Gudrun Pausewang

von Ira-Marie Belkner

Gliederung

1. Einleitung

1.1 Vorwort

1.2 Inhaltsangabe

2. Hauptteil

2.1 Interpretation des Buches

2.2 Verbindung zu der Epoche

2.3 Sprache/Stil

3. Quelle


1. Einleitung

1.1 Vorwort

Nach der langen Auseinandersetzung des Jugendbuchs „Die Wolke“ von Gudrun Pausewang, werde ich im Folgenden den Inhalt wieder geben und interpretieren.


1.2 Inhaltsangabe

In der Erzählung “Die Wolke” von Gudrun Pausewang, geht es um ein Mädchen namens Jana-Berta, die in einen SuperGau in Deutschland verwickelt ist. Man verfolgt sie und ihre Geschichte mit viel Mut und auch Trauer, durch den Unfall und ihre Folgen.

Die 14-jährige Jana-Berta wohnt mit ihrer Familie in Schlitz. In der Nähe des Atomkraftwerkes in Grafenrheinfeld. Als Jana-Berta in der Schule sitzt, geht der ABC-Alarm los. Die Lehrer schicken alle nach Hause. Jana-Berta wird von einem Mitschüler im Auto mitgenommen, dort erfahren sie aus dem Radio, dass ein Unfall in dem Atomkraftwerk passiert ist. Zu Hause, wartet nur ihr 10-jährigwer Bruder Uli auf sie, da ihre Eltern und Großeltern verreist sind. Nach einigen Minuten ruft ihre Mutter an, sie sollen nach Hamburg gehen zu Tante Helga und Jana macht sich mit Ihrem Bruder auf den Weg. Sie müssen mit dem Fahrrad fahren, weil alle anderen schon geflüchtet sind. Auf dem Weg nach Hamburg wird durch einen Unfall Uli überfahren und stirbt. Eine fremde Familie hilft Jana-Berta. Ihr Bruder wird in ein Rapsfeld gelegt und sie nehmen sie mit. Jana-Berta trennt sich durch einen Streit von der Familie und will zurück um ihren Bruder zu begraben. Auf der Rücktour gelangt Jana in den radioaktiven Regen. Gegen ihren Willen wird sie von einer Bustruppe mitgenommen und bekommt neue Kleidung. Sie besteht darauf auszusteigen, aber kurz danach, bricht sie zusammen. Sie Wacht in einem Nothospital auf und freundet sich nach einiger Zeit mit ihrer Bettnachbarin Ayse an, die noch im Hospital verstirbt. Aus den Nachrichten erfährt Jana, dass das kontaminierte Gebiet abgesperrt wurde. Jana-Berta leidet unter starkem Haarausfall und Übelkeit. Tante Helga aus Hamburg findet sie schließlich. Jana-Berta erfährt, dass ihre Eltern, eine ihrer Tanten und Kai ebenfalls gestorben sind. Nach Jana-Bertas Entlassung nimmt Tante Helga sie gegen ihren Willen mit nach Hamburg. Mittlerweile hatte Jana-Berta eine Glatze. In der neuen Schule fand sie aufgrund ihrer Krankheit keinen Anschluss und keine Freunde. Eines Tages kommt Tante Almut zu besuch und die beiden verbringen sehr viel Zeit miteinander. Doch nach einer Woche reist Tante Almut wieder ab, Jana-Berta wäre gerne mit ihr gefahren, doch Tante Helga lies es nicht zu. Ein Streit mit Tante Helga veranlasst Jana-Berta zu Tante Almut nach Wiesbaden zu flüchten. Dort lebt sie mit Tante Almut, Reinhard und dessen Vater zusammen in einem Keller. An ihrem Geburtstag kommt Tante Helga zu Besuch und bittet sie wieder mit nach Hamburg zu kommen, aber Jana möchte nicht. Almut hat in dieser Zeit ein Zentrum für Evakuierte aufgebaut, indem Jana-Berta nette Menschen kennenlernt. Aus den Nachrichten erfährt Jana-Berta, dass die Sperrzone aufgehoben ist. Sie beschließt nach Schlitz zurückzukehren. Als sie eine Fahrgemeinschaft gefunden hat, packte sie ihre Sachen und bekommt von der alten Dame, zum Abschied, eine selbst gestrickte Mütze auf den Kopf gesetzt. Im Rapsfeld, indem sie ihren Bruder zurückließ, stieg Jana aus und fand ihren Bruder. Sie begrub ihn und nahm das Fahrrad und fuhr noch Haus in Schlitz. Dort angekommen setzte sich erschöpft auf die Treppe. Sie vernahm hinter sich Schritte und sah ihren Opa und ihre Oma. Die Großeltern ließen Jana-Berta gar nicht zu Wort kommen, bis sie die Wollmütze vom Kopf nahm und sie ihre Glatze sahen. Die Großeltern verstummten.


2. Hauptteil

2.1 Interpretation des Buches

In dem Buch „Die Wolke“ handelt sich um das Thema Atomkraftwerk. Hier geht es speziell um das Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld, Deutschland. Gudrun Pausewang stellt in ihrem Buch sehr realistisch und ausführlich dar, welches die Folgen von einem Super-Gaus sind. Auch politische Konflikte werden dargestellt. Die Autorin erläutert, dass sich die Politiker keine Schuld zusprechen, nachdem der Unfall passiert war. Das Motto ist: „Ruhe ist die Bürgerpflicht“, das heißt es soll keine Panik bei den Bürgern entstehen um die Katastrophe nicht noch schlimmer zu gestalten. Die Unschuld die sich die Politiker zusprechen, erkennt man an der Stelle, als die Politiker die Sperrzone 3 aufheben, dass sieht man, weil das Betreten der Sperrzone 3 auf eigene Gefahr festgelegt ist. Ein zweiter Grund, der diesen Punkt untermauert ist die Ausrede der Politiker, dass die Auswirkung nicht so schlimm ist, obwohl die Realität etwas anders besagt. Gudrun Pausewang versucht auch in der Geschichte zu zeigen, dass man nicht vor einem Problem weglaufen kann oder es verdrängen sollte. Man sollte lernen, damit um zugehen und mit einem Problem zu leben. Das zeigt sie an der Stelle, als Jana-Berta nicht einsehen will eine Perücke zu tragen, dass ihre Tante Helge aber gerne wollte, weil sie sich für Janas Glatze schämt. Man erkennt es auch daran, das Jana-Berta die Folgen und Auswirkungen des Unfalles sieht und damit umgeht. Viele andere Menschen wollen die Toten und die Verseuchung der Natur nicht wahrhaben oder sehen. Die Autorin will einfach damit sagen, dass man nicht vor einem Problem weglaufen kann, sonder dazu stehen muss, weil irgendwann muss man es akzeptieren, ob man will oder nicht.


2.2 Verbindung zu der Epoche „Von 1975 bis Heute“

Das Buch „Die Wolke“ ist im Jahr 1987 erschienen und wird deswegen in die Epoche von 1975 bis Heute eingeteilt. In dieser Epoche geht es um eine so genannte Tendenzwende. In dieser Zeit setzt sich auch di Frauenliteratur durch, die auch die Schreibart des Mythos, der Phantasie und der Angst mit sich zieht. Bei dem Wort Angst, treffen wir auch auf die Verbindung mit dem Buch. Es wird die Angst der Menschen nach dem Unfall dargestellt, aber auch die Angst der Politiker, dass alles zu einer großen Katastrophe mutiert. Im Jahre 1987, indem auch das Buch in Deutschland erschien, machte Heiner Müller ein deutschsprachiger Dramatiker diese Aussage: „Der Weltuntergang ist zu einem modischen Problem geworden[…]. Die Weltuntergansstimmung und –Propaganda bewirkt einen Verfall oder eine Verkommenheit von Arbeitsmoral und Handwerk auch bei den Schriftstellern.[…] Man kann die größte Scheiße zusammenschmieren – es spielt überhaupt keine Rolle mehr, wenn es verkauft wird. Und es wird verkauft mit dem Gefühl im Hinterkopf:> Es dauert sowieso nicht mehr lange, und jetzt schnell noch kassieren<. (Rothmann, Kurt, die kleine Geschichte der deutschen Literatur, 1987, Seite 342) Ich finde dieses Zitat, stellt deutlich da, was auch die Autorin Gudrun Pausewang mit ihrem Buch aussagen möchte. Sie will damit zeigen, dass man nicht wegschauen soll, sondern etwas dagegen tun soll. Man soll sich nicht einfach um das Jetzt und hier kümmern, sondern auch nach vorne schauen.


2.3 Sprache/Stil

Gudrun Pausewang hat eine ausschmückende und leicht lesbare Erzählung genommen. Es traten wenige bis keine Fremdwörter auf und wenn etwas Unbekanntes im Text vorhanden war, wurde es im Laufe des Textes erläutertet. Mit einem durchschnittlichen Wortschatz und einer Silbenanzahl, das für eine interessante und gute Erzählung sorgt.


3. Quelle

www.wikipedia.de, 05.04.2009, 18:00-19:00

http://www.gebonn.de/projekte/buecher/rez/pausew/wolke2.htm , 05.04.2009, 18:00-19:00

http://bibliothek.bhak-bludenz.ac.at/pausewang.asp, 05.04.2009, 18:00-19:00

Die kleine Geschichte der deutschen Literatur, Reclam, 1987, Seite 338-343

 
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