Analyse und Interpretation zu dem Buch: „Schachnovelle“ von Stefan Zweig

1.Informationen zum Autor „Stefan Zweig“, 2.Inhaltsangabe, 3.Personenstruktur der Hauptrollen,3.1Mirko Czentovic,3.2McConner,3.3 Dr. B. 4.Interpretation 5.Analyse Stil, Sprache,5.1 Satzbau,5.2 Textform,5.3 Wortschatz,5.4Silbenzahl,5.5Wortartenverteilung 6.Quellen

1. Informationen zum Autor „Stefan Zweig“ Stefan Zweig ist am 28. November des Jahres 1881 in Wien geboren. Bis zu seinem 38. Lebensjahr lebte er auch in Wien. Danach zog es ihn von 1919 bis 1934 nach Salzburg. Aus dem Grunde der Nationalsozialisten emigrierte er nach England. Beruflich zeichnete er sich nun als Übersetzter aus. 1941 reiste er über die USA in Brasilien ein. Seine ersten Gedichte veröffentlichte er im Jahr 1901 unter dem Titel: „Silberne Saiten“. Er wurde berühmt durch seine epischen Werke, sowie biografischen Arbeiten und historischen Miniaturen. Stefan Zweig nahm sich im Jahr 1942 das Leben (Quelle: Zweig, Stefan, Schachnovelle, Fischer Taschenbuch Verlag, 2007)

2. Inhaltsangabe Das Buch „Schachnovelle“ wurde von Stefan Zweig geschrieben. Der Fischer Verlag veröffentlichte das Buch zum ersten Mal im Jahr 1974. Die Handlung findet auf einem Passagierdampfer, der auf dem Weg von New York nach Buenos Aires ist, statt. Es geht um zwei Schachgenies völlig verschiedener Charaktere, die sich auf dem Schiff die Stirn bieten.Auf dem Schiff befinden sich zu den Schachgenies auch der Erzähler und sein Bekannter. Sein Freund erzählt ihm erst davon, dass der Schachweltmeister Mirko Czentovic mit auf dem Weg nach Buenos Aires ist. Das Unwissen des Erzählers über Herrn Czentovic wird von seinem Freund aufgehoben, der ihm alles über den Schachweltmeiser erzählt was er über ihn weiß.Czentovic ist mit 12 Jahren ein Waisenkind und wurde seit dem von dem Pfarrer des Dorfes aufgezogen und unterrichtet. Der kleine Junge bemühte sich bei jeder Arbeit, die er befohlen bekam. Trotzdem zeichnete er sich dadurch aus, dass er die Sprache und Mathematik nicht gut beherrschte und nur schwer lernte. Mirko interessierte sich aber für die Schachpartien, die der Pfarrer und der Dorfpolizist pflegten jeden Abend zu spielen. An einem Abend, an dem der Polizist und der Pfarrer gegeneinander spielten, wurde das Spiel unterbrochen, weil der Pfarrer gebeten wurde eine sterbende Frau auf ihrem Weg zu begleiten. Der Polizist fragte Mirko, ob er die Partie zu Ende spielen wolle. Er willigte ein und schlug überraschend den Polizisten zwei Mal chancenlos. Danach besiegte er auch den Pfarrer. Aus Freude über die Begabung seines Schützlings förderte der Pfarrer Mirko und brachte ihn in die nächst größerer Stadt. Auch hier wurde sein Talent erkannt. Nun begann die steile Schachkarriere des Mirko Czentovics.Die interessante Geschichte von Herrn Czentovic weckte das Verlangen des Erzählers ihn kennenzulernen, was sich als ein schwieriges Unternehmen herausstellte. Durch seine Bemühungen lernte er zufällig Herrn McConner kennen, der ein reicher Tiefbauingenieur ist. Als McConner mitbekommt, das der Schachweltmeister mit auf dem Schiff ist, schafft er es eine Partie gegen ihn zu organisieren, die er eindeutig verliert. Er fordert Revanche, die am Anfang genauso schlecht aussieht wie die erste Partie, bis ein Unbekannter das Spiel zu einem Unentschieden dreht. Nach dem Spiel unterhalten sich der Erzähler und der Unbekannte, der sich nun als Dr. B. vorstellt, über seine Schachkünste. Dr. B. erzählt von seiner Vergangenheit als Vertrauter der Kaiser Familie Österreichs und über das Eingreifen der Nationalsozialisten in Österreich. Er wurde von der Gestapo verhaftet und in Isolationshaft gebracht. Er beschreibt die unmenschlichen Verhältnisse und den seelischen Druck der Haft. Kurz bevor Dr. B. zusammenbrach sah er vor dem Verhörraum ein Buch in einem Mantel. Er konnte nicht wiederstehen, weil er sich in seiner Haft nach einer Ablenkung sehnte und stahl es. Es war ein Schachbuch mit 150 Meisterpartien, die Dr. B. in den nächsten Monaten wiederholt spielte. Nach einer gewissen Zeit erlösten ihn diese Beschäftigung nicht mehr, weil er jedes Detail schon kannte und es ihn nicht mehr begeisterte. Er fing an gegen sich selbst zu spielen. Das endete in eine Schizophrenie. Er kam in ein Krankenhaus, wo seine Freilassung erzwungen wurde und sein „Schachproblem“ bekämpft wurde. Nach seiner Behandlung wurde ihm empfohlen kein Schach mehr zu spielen, das eine Rückfallgefahr besteht.Dem Erzähler gelingt es den Doktor noch zu einem letzten Spiel gegen den Schachmeister zu überreden. Die Anfangs ausgeglichene Partie setzt Dr. B. zum Ende hin immer mehr zu. Trotzdem gelingt es ihm Mirko Czentovic zum Aufgeben zu zwingen. Darauf fragt Herr Czentovic ob ihn sein Gegner eine Revanche gibt, die Dr. B. wirklich bewilligt.Im zweiten Spiel gerät die Situation außer Kontrolle, weil Herr Czentovic die Anfälligkeit seines Gegners schamlos ausnutzt. Dr. B. fällt in seine alte „Krankheit“ zurück und dem Erzähler gelingt es gerade rechtzeitig Dr. B. davon zu überreden die Partie aufzugeben.

3. Personenstruktur der Hauptrollen

3.1 Mirko Czentovic Mirko Czentovic ist eine sehr ungebildete und unhöfliche Person. Er ist als kleiner, elternlose r „Bauernjunge“ bei dem Pfarrer des Dorfes aufgewachsen. Die größten Bemühungen des Pfarrers halfen nicht Mirko Czentovic zu kultivieren. Eines Abends stellte sich die unbeschreibliche Begabung des Jungen im Schach heraus. Seit dieser Erkenntnis wurde Czentovic im Schach gefördert. Seit seinem weltweiten Erfolg hat sich Mirko Czentovic zu einer sehr eingebildeten und habgierigen Person entwickelt. 3.2 McConner Die Person McConner ist in dem Buch als schottischer Tiefbauingenieur bekannt; Er wird als recht stämmige Person mit breiten Schultern beschrieben. Durch seinen beruflichen Erfolg besitzt McConner ein beträchtliches Vermögen, mit dem er nicht geizt. Zudem ist er eine sehr ehrgeizige und erfolgsorientierte Person.

3.3 Dr. B Dr. B. ist Österreicher und ungefähr 45 Jahre alt. Es fällt auf das er im Gesicht blass ist und in regelmäßigen abstanden kurz zuckt. Er entstammt einer angesehenen Familie. Seine Familie diente seit zwei Generationen der kaiserlichen Familie. Dr. B. und sein Vater verwalteten das Vermögen des Kaisers und anderen einflussreichen Personen. In der seit des Nationalsozialismus und der Machübernahme Hitlers bekam Dr. B. Probleme mit der Gestapo und wurde sogar für lange Zeit in Isolationshaft der Gestapo genommen. In dieser Haft kam Dr. B. an seine geistigen und körperlichen Grenzen.

4. Interpretation Stefan Zweig kritisiert mit seinem Buch „Schachnovelle“ die Umgangsformen der Gestapo und damit das ganze nationalsozialistische Regime aus der Sicht der Opfer; Dr. B. Über einen großen Teil seines Buches beschäftigt er sich mit der Leidenszeit des Dr. B. in der Isolationshaft. Wie die Gestapo einen Menschen über so lange Zeit quält, indem sie ihm einfach alles entziehen, dass über die Grundbedürfnisse hinausreichen. Stefan Zweig litt wie Dr. B. unter den Nationalsozialisten, weil er durch sie sich gezwungen gefühlt hat sein Heimatland zu verlassen. Zudem ist zu bemerken, dass die beiden Schachspieler Czentovic und Dr. B. vollkommen unterschiedlich sind. Das einzige Gemeinsame ist, dass sie beide Schachspielen. Dr. B. muss anfangs vor der Gestapo und dann in der zweiten Partie vor Czentovic, der sich unmenschlich und emotionlos gibt, geschlagen geben. Am Ende unterliegt Feingefühl, Intelligenz und Kultur dem brutalen Menschen, ohne wirkliche Werte, was Stefan Zweig wohl am meisten gestört hat. 5. Stil, Sprache

5.1 Satzbau Der Satzbau kennzeichnet sich, in der Regel, durch längere Sätze. Häufig tauchen Konstellationen auf, wo mehrere Hauptsätze durch Kommas zusammenhängen. Zudem gibt es oft Hauptsätze in Verbindung mit Nebensätzen. Seltener sind kurze, abgehackte Sätze 5.2 Textform Der Satzbau kennzeichnet sich, in der Regel, durch längere Sätze. Häufig tauchen Konstellationen auf, wo mehrere Hauptsätze durch Kommas zusammenhängen. Zudem gibt es oft Hauptsätze in Verbindung mit Nebensätzen. Seltener sind kurze, abgehackte Sätze

5.3 Wortschatz Die Ergebnisse der Textanalyse weichen minimal von einander ab. Das erste Ergebnis der Analyse des Wortschatzes auf Seite 1 sind 11 Wiederholungen; das bedeutet 89%. In etwa das gleiche Bild gibt die 2. Untersuchung auf Seite 54 ab. Das Ergebnis lautet 9 Wiederholungen von 100 Wörtern, folglich 91%.Die 3. und letze Stichprobe auf Seite 108 hat zum Ergebnis den Wert von 92%.

5.4 Silbenzahl Die Stichproben wurden wieder denselben Stellen des Buches entnommen (1. Stichprobe: Seite 1, 2.Sichprobe: Seite 54 und 3. Stichprobe: Seite 108). Die durchschnittliche Silbenzahl der ersten Probe ist 1,8. Das 2. Ergebnis, das etwas aus dem Rahmen fällt, ist 2,2. Dafür liegt der 3. Wert wieder bei 1,86.

5.5 Wortartenverteilung Bei der Wortartenverteilung fällt vor allem auf, dass relativ viele Konjunktionen vorhanden sind. Dies ist ein Indikator für einen Satzbau mit vielen Nebensätzen was (siehe oben) schon aufgefallen ist. Zudem kann man sagen, dass „Schachnovelle“ ein Nominaltext ist, weil die Nomen im Verhältnis zu den Verben überwiegen. 6. Quellen

http://de.wikipedia.org/wiki/Schachnovelle 8.4.2009, 15:21

http://www.studentshelp.de/p/referate/02/544.htm 7.4.2009, 14:04

Zweig, Stefan, Schachnovelle, Fischer Taschenbuch Verlag, 2007

 
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