Stefan Zweig - Sternstunden der Menschheit

Gliederung:

1. Einleitung

1.1 Vorwort

Nachdem ich mich ausführlich mit dem Buch “Sternstunden der Menschheit“ von Stefan Zweig auseinander gesetzt habe, möchte ich dies im Folgenden inhaltlich wiedergeben und interpretieren.

2. Hauptteil

2.1 Inhaltsangabe

Flucht in die Unsterblichkeit Es wird von der Eroberungsphase der Konquistadoren berichtet, vom 25.09.1513 als der erste Spanier das heutige Panama vom Atlantik zum Pazifik durchquerte und auf dem Bergrücken stehend beide Ozeane in seinem Blickfeld hatte. Ein kurzer Abriss darüber, wie es sich ergab, das Vasco Núñez de Balboa dieser Mann war.

Die Eroberung von Byzanz durch die Türken am 29. Mai 1453, wie durch eine vergessene Pforte die Türken in die Mauern eindringen konnten, die allen offenen Angriffen bisher widerstanden hatten. Stefan Zweig berauscht sich am meisten an den Verlusten an Kunst und Wissen durch diese Plünderung und gibt dem Resteuropa die Schuld, die Byzanz schändlich im Stich gelassen haben.

Georg Friedrich Händels Auferstehung Am 21. August 1741 schreibt Händel sein bekanntestes Stück, „Messias“. Religiöse Erweckung kann ich nicht nachvollziehen und auch nicht was an der Schaffung des Messias-Oratoriums so besonders ist, was es wichtiger macht als alle anderen klassischen Musikstücke, versäumt Zweig zu erklären.

Das Genie einer Nacht 25. April 1792, der Tag, an dem die Marseillaise geschrieben wurde und wie sie (verspätet) ihren Siegeszug antrat.

Die Weltminute von Waterloo ist der Moment am 18. Juni 1815, als General Grouchy sich stur an seine Befehle hielt statt kühn (oder auch waghalsig und planlos? - die Geschichte wird erst hinterher geschrieben) loszureiten und so Napoleon zu retten. Ich hatte fast den Eindruck, Zweig schreibt nur über die Schlacht, um es anderen vor ihm (wie im Text erwähnt: Scott, Stendhal) gleich zu tun.

Die Marienbader Elegie ist ein Liebesgedicht, welches Goethe in der Kutsche zwischen Karlsbad und Weimar am 5. September 1823 begann. Sie ist die Folge einer späten Liebe, einer zweiten Jugend, die Goethe mit Mitte 70 gegeben war und kann als Scheitelpunkt seines Schaffens, die ihn zu seinem Alterswerk animierte, bezeichnet werden.

Die Entdeckung Eldorados Beim Bau einer Sägemühle im Januar 1848 finden die Arbeiter Gold im Sand der Baugrube. Eigentlich gehört J. A. Suter alles Land rund um San Francisco und den Fundort, doch er wird vom Goldrausch überrannt und seine Rechte werden ignoriert. Wie Gold einem Millionär seinen Reichtum nimmt, eine nette Anekdote der Geschichte.

Heroischer Augenblick Auf dem Semenowskplatz in Petersburg, am 22. Dezember 1849, steht Dostojewski bereits vor dem Erschießungskommando als das Todesurteil in letzter Sekunde abgewandelt wird. und nur dadurch konnte er seine Werke schreiben und seinen Einfluss auf den expressionistischen Schreibstil und zahlreiche kommende Literaten ausüben.

Das erste Wort über den Ozean verdanken wir Cyrus W. Fields, der am 28. Juli 1858 mit der Verlegung des ersten funktionsfähigen Telegraphenkabels zwischen Neufundland und Irland begann. Eine interessante Darstellung der technischen Probleme, aber warum schreibt Zweig in diesem Kapitel, dass die Erfindung des Telegraphen 1837 ein ganz besonderer Wendepunkt der Menschheit wäre, gönnt diesem Ereignis aber kein eigenes Kapitel?

Die Flucht zu Gott nennt Zweig seinen Epilog zu Leo Tolstois unvollendetem Drama “Und das Licht scheinet in der Finsternis” in dem er, in Form eines Theaterstücks, Tolstois letzte Tage bzw. seine Todesstunde Ende Oktober 1910 beschreibt. Das ist zwar recht eindrucksvoll, aber Weltbewegendes kann ich darin nicht erkennen.

Der Kampf um den Südpol Besser gesagt um die Entdeckung des Südpols endete am für Kapitän Scott tragisch. Als er am 16. Januar 1912 den Pol erreicht, muss er feststellen, dass er nur Zweiter ist. Zweig beschreibt mit bewunderndem Blick den Mann, der das Sinnbild des zu spät gekommenen ist, und seinen tragischen, heldenhaften, aufrechten Tod.

Der versiegelte Zug ist der Zug, in dem Lenin am 9. April 1917 die Schweiz verlässt und nach Russland reist, um die Revolution zu beginnen. Die Beschreibung der Zugreise wirkt seltsam flach, als wüsste Zweig nicht, ob er das Geschehen (und vor allem seine Folgen) gutheißen oder verdammen sollte. Cicero beschreibt Ciceros Reaktion auf Cäsars Ermordung und sein Versuch die Republik wieder zu etablieren. Für Zweig hatte dieser Text über das Verhältnis der Menschen zur Diktatur natürlich einen ganz aktuellen Bezug.

Wilson versagt als er nach dem 1. Weltkrieg eine friedliche Weltordnung schaffen will. Bei den Friedensverhandlungen wird wie immer um Vorteile und Macht geschachert, ohne dass an das darunter leidende Volk gedacht wird und so ist das Versagen des Völkerbundes bereits bei seiner Entstehung vorprogrammiert.

2.2 Interpretation

Um 1900 gibt es in Europa keine wirklich einheitliche Stilrichtung, viel mehr existieren mehrere nebeneinander. In Deutschland war der Naturalismus vorherrschend. Unter Naturalismus versteht man jegliche Art Literatur, die ohne Stilisierung, Überhöhung od. Beschönigung versucht die Wirklichkeit exakt abzubilden. Die Wiener Moderne (1892 – 1910) ist die Stilrichtung, von der sich Stefan Zweig am meisten beeinflussen ließ. Eine Gruppe von Dichtern, das „Junge Wien“, löste sich um die Jahrhundertwende vom Naturalismus ab. Sie waren bemüht eine Überwindung der formalen und ideengeschichtlich erstarrten Traditionen zu erreichen. Ihr Sammelpunkt war das Café Griensteidl in Wien, daher rührt auch der Name Kaffeehausliteratur. Während sich der faschistische Machtwechsel abzeichnete wanderte Stefan Zweig aus Österreich aus und wandte sich auch der Exilliteratur zu. Er versteht es seine Geschichten spannend und dramatisch, und doch korrekt darzustellen.

2.2.1 Daten zum Autor des Buches

Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien als Sohn des Textilindustriellen Moritz Zweig geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Wien 1891-1899 studierte er Germanistik und Romanistik und wurde mit einer Arbeit über Die Ursprünge des zeitgenössischen Frankreich 1904 in Wien zum Dr. phil. promoviert. Unter dem Einfluß Hofmannsthals schrieb er früh Gedichte (Silberne Saiten, 1901). Seine ersten Novellen (D) erschienen 1904. Weitere Novellenbände (Brennendes Geheimnis, 1911, Amok, 1922, Sternstunden der Menschheit, 1927) folgten und machten ihn weltberühmt wie auch seine großen Biographien (Romain Rolland, 1921, Joseph Fouché, 1929, Maria Stuart, 1935, Magellan, 1938, Balzac, postum 1946).

Aus: http://www.stefanzweig.de/Indexhome.htm 08.04.09 16:42Uhr

2.2.2 Entstehung des Buches

Sternstunden der Menschheit von Stefan Zweig wurde erstmals 1927 als Buch veröffentlicht.

2.2.3 Erzählform

Die Miniaturen sind in der Regel novellenartig aufgebaut. Nicht immer bleibt Zweig dabei der historischen Faktenlage treu, sondern ordnet diese im Zweifelsfall seinem heroischen Geschichtsbild unter..

2.2.4 Sprache/Stil

3. Schluss

3.1 Zusammenfassung

Das Buch ist sehr interessant, bis auf ein paar Fachausdrücke recht einfach zu lesen. Man eignet sich viel Wissen an und hinterfrägt so manche Dinge.

 
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