Schiller - Maria Stuart

Gliederung:

1. Einleitung

1.1 Vorwort

Nachdem ich mich ausführlich mit dem Buch “Maria Stuart“ von Schiller auseinander gesetzt habe, möchte ich dies im Folgenden inhaltlich wiedergeben und interpretieren.

2. Hauptteil

2.1 Inhaltsangabe

Nach blutigen Thronkämpfen stellt sich Maria Stuart, Königin von Schottland, unter dem Schutz der englischen Königin Elisabeth. Diese hat Maria Stuart als Konkurrentin um den englischen Thron gefangen nehmen lassen. Wegen angeblicher Beteiligung an Mordanschlägen hat sie Maria Stuart zum Tode verurteilen lassen. Bei der Verkündung des Urteils setzt die Handlung ein. Der zum Katholizismus übergetretene Mortimer, der Neffe ihres Bewachers, versucht sie zu einer gewaltsamen Befreiung zu überreden. Sie lehnt dies jedoch ab. Maria Stuart setzt auf die Unterstützung des Grafen Leicester, den sie liebt und der als Günstling Elisabeths gilt. Mortimer liebt aber leidenschaftlich Maria und lässt sich von Elisabeth zum Schein als Meuchelmörder dingen, nur um Maria zu retten. Leicester arrangiert ein Treffen zwischen den Königinnen und hofft auf Aussöhnung. Durch Elisabeths Verachtung gegenüber ihrer Person, vergisst Maria ihr eigenes Interesse an diesem Treffen und verhöhnt die englische Königin wegen ihrer illegitimen Geburt als Bastard. Maria ist Siegerin bei diesem Rededuell. Elisabeth unterschreibt jedoch tief betroffen das Todesurteil gegen Maria Stuart, nachdem der Mordanschlag auf sie durch Mortimer missglückte. Leicester sieht sich durch diesen Anschlag selbst schwer belastet, lässt Mortimer verhaften und drängt nun auch auf die schnelle Hinrichtung, um seinen eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Elisabeth zögert noch immer und übergibt das Todesurteil ohne klare Anweisungen einem Sekretär. Lord Burleigh, der zusammen mit Leicester mit der Hinrichtung beauftragt ist, bringt es an sich und setzt das Hinrichtungsverfahren in Gang. Maria verabschiedet sich von ihrer Dienerschaft, verzeiht Leicester und stirbt als moralische Siegerin. Nach dem Tode Maria Stuarts, verbannt Elisabeth den Grafen von Leicester, lässt den Sekretär gefangen setzen und versucht alles zu tun, um die Welt von ihrer Unschuld am Tode der schottischen Königin zu überzeugen. Ein alter Ratgeber verlässt sie, Leicester reist nach Frankreich, Elisabeth bleibt allein zurück. Schiller selbst war nach einjähriger Arbeit mit seinem Werk zufrieden. „Ich fange endlich an, mich des dramatischen Organs zu bemächtigen und mein Handwerk zu verstehen.“ Tatsächlich gilt die Gartenszene mit der Begegnung der Königinnen als ein Höhepunkt der europäischen dramatischen Kunst. Schiller versuchte mit seinem Werk „Maria Stuart“ einen Mittelweg zwischen dem ausschließlich an historischen Fakten orientierten und dem frei erdichteten Drama zu finden. Aus der Lebensgeschichte der historischen Maria Stuart, Königin von Schottland, später Königin von Frankreich und entfernte Anwärterin auf den Thron von England übernahm er viele Fakten für sein Trauerspiel. Mortimer, die Liebe zwischen Maria und Leicester, aber auch das Zusammentreffen der beiden Königinnen erfand er hinzu.

2.2 Interpretation

Für dieses Werk der Weimarer Klassik muss man sich genauer mit Schiller auseinandersetzen. Er war sehr enttäuscht über den Umschlag der Französischen Revolution in die Schreckensherrschaft. Damit stellte sich für Schiller die Frage, was der Anlass für diesen Umschlag war und wie ein vernünftiger bürgerlicher Staat den dekadenten Feudalstaat ablösen kann, ohne dass Europa „in Barbarei und Knechtschaft zurückgeschleudert“ wird.

Bei der Frage nach dem Anlass ging er von einer Zerrissenheit des Menschen in Sinne und Geist, dem Verlust der Totalität aus. Winckelmann folgend habe zwischen diesen bei den Griechen noch Harmonie geherrscht. Mit dem Untergang der hellenischen Kultur sei diese Einheit zerbrochen und die Teile nur noch getrennt in den Individuen vorhanden. Auch der Staat könne das nicht ändern, da er gerade auf diese Individualität baut. In der Folge gibt es nur eine Instanz für die Besserung der Menschheit durch die Wiedergewinnung der Harmonie - die Kunst. Denn die ästhetische Kunst ist die der Vermittlung zwischen Vernunft und Sinnlichkeit, an anderer Stelle nennt er den „Spieltrieb“ den Vermittler zwischen „Formtrieb“ und „Stofftrieb“.

Der Beweis Schillers ist, dass die meisten Menschen reiner Vernunft nicht zugänglich sind, da sie „durch Empfindungen zum Handeln bestimmt“ sind. Deshalb müsse „der Weg zum Kopf [...] durch das Herz geöffnet werden“.

Elisabeth ist die typische Vertreterin des nicht authentischen Menschen. Sie kann als Frau und öffentliche Person nicht zu ihr selbst finden, sie ist gezwungen, ein Leben im Schein zu leben.. Obwohl sie dauernd von Freiheit spricht, ist sie abhängig vom Willen des Volkes, den Anforderungen des Königtums und den Rollenerwartungen, die an sie als weibliche Monarchin gestellt werden.

Maria findet zu einem selbstbestimmten Leben, nachdem sie alle Fesseln bis hin zur Todesangst abgeworfen hat. Sie kann ihre Moralität und Totalität aber nur durch den Rückzug in die Innerlichkeit bewahren. Im öffentlichen Bereich, in der Politik, unterliegt sie den alten Mächten der adligen Hofgesellschaft. Sie hat eine eigene Vorstellung vom politischen Menschen: Die Freiheit des Individuums muss mit den Bedürfnissen aller nach vernünftigen Prinzipien zur Übereinstimmung gebracht werden.

2.2.1 Daten zum Autor des Buches

Friedrich von Schiller wurde am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren und starb am 9. Mai 1805 in Weimar. Er wurde von Herzog Karl Eugen gezwungen eine Militär- und Beamtenschule zu besuchen. (Karlsschule in Stuttgart) Er hat zuerst Rechtswissenschaft (1773-1780) und danach Medizin (1779) studiert. Während seines Studiums schrieb er sein erstes Drama.

Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Schiller 10.04.09 13:25 Uhr

2.2.2 Entstehung des Buches

Maria Stuart von Schiller wurde erstmals 1900 als Buch veröffentlicht.

2.2.3 Erzählform

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Drama.

2.2.4 Sprache/Stil

(des Sängers‘ Fluch)

3. Schluss

3.1 Zusammenfassung

Ich hab dieses Buch sehr gerne gelesen, da ich es gut verstanden habe und die Handlung interessant ist. Aufgrund der Erzählform ist es einfach zu verstehen. Der einzige Nachteil an diesem Buch finde ich ist, dass sich die einzelnen Akte sich sehr hinziehen und man somit leicht die Lust am Lesen verlieren kann.

 
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