Kriegstechnologie und ihre Auswirkungen auf die Menschheit

Sendeplan

Begrüßung ~30sec Bericht, Kriegstechnik 2ter Weltkrieg - Musik Portrait, Robert Oppenheimer - Musik Interview, Otto Robert Frisch - Musik Kommentar, Auswirkung auf die Menschen Begrüßung

„Jingle“ Guten Tag liebe Zuhörer der KultUhr, heute möchten wir euch etwas über Kriegstechnologie vom 2. Weltkrieg berichten. Als erstes hören sie den Bericht über zwei technische Entwicklungen während des 2. Weltkriegs.

Bericht kommt Bericht endet

Musik

Nun nach diesem Bericht möchten wir mit dem Portrait über Oppenheimer, den Vater der Atombombe fortfahren.

Portrait kommt Portrait geht

Musik

Nach dem Portrait möchten wir mit dem Interview über Otto Robert Frisch weitermachen, der ein Dokument entwarf, welches grundlegend für das Manhattan-Projekt war.

Interview kommt Interview geht

Musik

Und nun möchten wir unsere Sendung mit einem Kommentar über die Auswirkung auf die Menschen beenden.

Kommentar kommt Kommentar geht

Hiermit verabschiedet sich das KultUhr Team von ihnen.

,,Schluss-Jingle´´ (PINK PANTER) Heute ist nicht alle Tage, wir komm’n wieder, keine Frage.

Bericht

In dem zweiten Weltkrieg, welcher im Jahre 1939 bis 1945 geführt wurde, gab es etwa 50 Millionen Opfer. Fast jeder Teil der Welt war von diesem Krieg betroffen. Dieser Konflikt war der teuerste den die Welt je gesehen hat. Er wurde auf dem Land, zur See und in der Luft mit den Waffen ausgetragen, die erstmals im 1. Weltkrieg verwendet wurden. Jedoch brachte er auch unglaubliche technische Fortschritte mit sich welche sich stark auf die Kriegstechnologien auswirkten die zur Verwendung kamen. Die beteiligten Länder des 2.Weltkrieges hatte nun die Möglichkeit und die Fähigkeit sich gegenseitig noch effizienter und tödlicher zu bekämpfen.

Eine der wichtigsten Kriegsentscheidenden Entwicklungen des Zweiten Weltkriegs war das U-Boot. Deutschland erhoffte sich mit so wenig Geld wie möglich ihre U-Boote so effektiv wie möglich zu gestalten. Sie waren nun in der Lage die starke feindliche Flotte zu besiegen, da ihre weiterentwickelten U-Boote einen großen Vorteil gegenüber den feindlichen Kriegsschiffen hatten. Eine andere Erfindung dieser Zeit waren die Langstrecken Raketen, V1 und V2. Die Abkürzung V steht für Vergeltung. Als Vergeltungs - Waffen bezeichnete man in der Zeit des Nationalsozialismus insbesondere die Großrakete A4. Entwickelt wurde die V2 in Peenemünde im Jahre 1939 von einer Gruppe von Wissenschaftlern und Ingenieuren um Werner von Braun. Die Vorgänger der V2 waren nur teilweise erfolgreich. Nach dem ersten Luftangriff auf Peenemünde am 17. August 1943 wurden viele Versuchsstarts der V2 in Blizna und auf der Tucheler Heide durchgeführt. Obwohl die V2 eine revolutionäre Entwicklung war hatte sie keinen großen Einfluss auf den Verlauf des Krieges, weil dieser vor ihrer Vollendung entschieden war. Jedoch legte sie den Technologischen Grundstein für alle folgenden Langstreckenraketen.

Portrait Robert Oppenheimer

Julius Robert Oppenheimer wurde am 22.April 1904 in New York geboren. Er war ein theoretischer Physiker, der durch seine Arbeit im 2.Weltkrieg am Manhattan-Projekt bekannt wurde. Das Ziel dieses Projektes war die Entwicklung der ersten Nuklearwaffen. Er gilt als „Vater der Atombombe“ aber als er die folgen der Atombomben in Hiroshima und Nagasaki gesehen hat, verurteilte er den weiteren Einsatz von Nuklearwaffen.

Oppenheimers Karriere als Chemiker und Physiker begann schon früh in der Schule, bereits ab der 3. Klasse bekam er Unterricht von einem Privaten Chemielehrer. 1922 begann er mit seinem Studium an der Harvard-Universität, die er 3 Jahre später, mit erfolg, verließ.

1926 veröffentlichte Oppenheimer Arbeiten über die Verfahren der quantenmechanischen Atomstruktur. Max Born wurde durch diese Arbeiten auf ihn aufmerksam und bot ihm einen Platz als Doktorand in Göttingen an. In der Universität Göttingen, die damals eine der führenden Universitäten in bezug auf die Atomphysik war, tauschten berühmte Atomwissenschaftler, wie Niels Bohr oder Werner Heisenberg ihre Gedanken mit Oppenheimer zum Thema der Atomphysik aus. Er entwickelte sich schnell zu einem der größten Wissenschaftler der Quantenmechanik. Als sein Vater starb hinterließ er ihm und seinen Geschwistern ein beachtliches vermögen. Oppenheimer baute, mit dem Geld, eine aktive Schule für Theoretische Physiker.

Manhattan-Projekt

Das Manhattan-Projekt entstand durch die Angst der amerikanischen Regierung, dass Deutschland als erstes eine Atombombe bauen könnte. Er übernahm die Leitung des Manhattan-Projekts und versammelte die besten Wissenschaftler des Landes in New Mexiko. Es gelang seinem Team die erste Atombombe der Welt zu bauen, sie bekam den Namen „Trinity“ und wurde am 16.Juli 1945 in der Wüste von Mexiko gezündet. Daraufhin zitierte Oppenheimer in einem Interview von 1965 die Zeile „Jetzt bin ich der Tod geworden, Zerstörer der Welten.“ 21 Tage nach Trinity, wurde „Little Boy“ über Hiroshima abgeworfen. Drei Tage später, also am 9. August 1945 warfen die USA „Fat Man“ über Nagasaki ab. Insgesamt kamen durch die beiden Atombomben 126.000 Menschen sofort um und 90.000 Menschen starben offiziell an den Folgen.

Interview mit Otto Robert Frisch

R: Guten Tag Herr Frisch, ich möchte Ihnen nun einige Fragen zum Abwurf der Atombombe auf Hiroshima stellen. Wie haben Sie von dem Abwurf der Bombe erfahren? F: Jemand öffnete meine Tür und rief Hiroshima ist zerstört worden, es wurde berichtet, dass etwa 100.000 Menschen den Tod gefunden haben. R: Wie haben Sie sich gefühlt als Sie diese Nachricht erhalten haben? F: Ich kann mich an das peinliche Gefühl erinnern, das ich dabei empfand mir wurde gerade zu übel, dass so viele meiner Kollegen ans Telefon stürzten und sich im La Fonda- Hotel Tische zum Nachtessen reservieren ließen. Natürlich waren sie über den Erfolg ihrer Arbeit begeistert, doch es schien ziemlich zynisch, den plötzlichen Tod von 100.000 Menschen zu feiern, selbst wenn es sich um Feinde handelte. Andererseits ließ es sich nicht abstreiten, dass dieses Massaker das Leben von noch mehr Amerikanern und Japanern gerettet hatte. Sie wären zweifellos im Laufe der langdauernden Feldzüge gefallen, durch welche ohne Atombomben der Krieg vermutlich beendet worden wäre. R: Was sagen Sie zu dem zweiten Abwurf der Atombombe über Nagasaki? F: Kaum jemand konnte eine moralische Berechtigung dafür finden, dass diese Bombe wenige Tage später auf Nagasaki abgeworfen wurde. R: Vielen Dank für das Gespräch.

Otto Frisch entwarf mit Rudolf Peierls ein Dokument, in dem erklärt wird, wie eine Atombombe mittels U-235 gebaut werden könnte. Dieses Dokument stellte die Grundlage für das Manhattan-Pojekt dar, an dem er 1943 mitarbeitete.

Kommentar

Der zweite Weltkrieg brachte viele Opfer. Über 50 Millionen Menschen verloren ihr Leben und noch mehr litten an den Folgen des Krieges. Die Kriegstechnologie entwickelt sich immer weiter, was dazu führt, das die Kriege immer zerstörerischer werden. Die Zivilbevölkerung wird immer häufiger Opfer von Massenvernichtungswaffen. Es gibt viele Fürsprecher für den Technologischen Fortschritt. Dieser kann auch der Menschheit dienen, z. B. Kernkraftwerke zur Energiegewinnung, jedoch sollte man sich auch der moralischen Verantwortung stellen, die solch Zerstörerische Technologien mit sich bringen. Wissen und Forschung kann man nicht verbieten aber man kann sich für seine richtige Anwendung einsetzen.

 
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