Inhaltsverzeichnis

Judenverfolgung

Gruppenmitglieder: Felix Baumgärtner, Jan Hunger, Jan Kohlhase, Yusuf Nahdi, Sven Peter, Nico Wicke und Martin Zovkic

Sendeplan

1) Begrüßung 2) Musik 3) Holocaust-Denkmal (Bericht) 4) Musik 5) Reportage über das jüdische Museum 6) Musik 7) Portrait über Willi Ölsner 8) Musik

1) Begrüßung

Willkommen bei dem Kultursender „Göttinger 7“. Wir beschäftigen uns heute mit der Judenverfolgung von 1933-1945. Ein weiteres Thema wird das Holocaust-Denkmal Berlins sein. Die Moderatoren sind Felix Baumgärtner, Jan Hunger, Jan Kohlhase, Yusuf Nahdi, Sven Peter, Nico Wicke und Martin Zovkic. Das erste Thema, welches wir behandeln, ist das Holocaust-Denkmal. Danach folgt eine Reportage über das jüdische Museum. Als letztes steht ein Portrait über den Pfarrer Willi Ölsner auf dem Sendeplan. Zwischen den Beiträgen werden wir zur Entspannung Musik spielen. Mit diesen Beiträgen wollen wir zeigen, dass auch Leute, mehr als 60Jahre nach dem 2.Weltkrieg viel getan haben, um den Menschen zu zeigen, wie schrecklich das Schicksal der meisten Juden zu dieser Zeit war. Weiterhin haben wir das Schicksal eines Pfarrers in unserer Sendung, der die Gräueltaten der Nazionalsozialisten überlebte. Aber beginnen wir nun mit etwas Musik.

3) Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Unser erster Beitrag handelt von dem Holocaust-Denkmal in Berlin. Dieses Denkmal wurde den ermordeten Juden in Europa gewidmet. Die Idee des Mahnmals stammt von Lea Rosh. Die Verwirklichung hierfür wurde von Willy Brandt, Günter Grass und Christian Wolf unterstützt. Für die Visualisierung des Denkmals diente ein künstlerischer Wettbewerb. Der Bau des Mahnmals begann am 1.April 2003 und es wurde am 12.Mai 2005 an die Öffentlichkeit übergeben. Es besteht aus 2711 Stelen und hat eine Größe von insgesamt 19.000m². Das Stelenfeld ist uneben und jede Stele ragt unterschiedlich hoch aus dem Boden heraus. Die Anzahl der Stelen hat keine symbolische Bedeutung zur Zahl der Opfer. Jede Stele besteht aus hochwertigem Beton und hat eine Durchschnittsgewicht von 8Tonnen. Die Kosten des Mahnmals betragen ca. 27,6Mio.€. Noch heute liegt Goebbels alte Dienstvilla unter dem Denkmal. Das Denkmal sollte den Menschen eine Warnung der Vergangenheit sein. Eine von uns durchgeführte Befragung am Holocaust-Denkmal hat ergeben, dass die meisten Jugendlichen nicht besonders von dem Mahnmal angesprochen werden und das sie es zu teuer und zu groß finden. Die Meinung der älteren Bevölkerung ist dagegen gespalten. Die Mehrzahl findet, dass das Mahnmal angemessen ist, jedoch gibt es auch Menschen die für das Mahnmal kein Verständnis haben, da bei vielen weiterhin Judenfeindschaft vorhanden ist.

5) Reportage über das jüdische Museum

Nun berichten wir über das jüdische Museum indem das Leben der Juden in den letzten 2.000 Jahren vorgestellt wird. 1992 wurde der Grundstein gelegt, 2001 war die Eröffnung. In dem Museum gibt es bis auf den Garten des Exils keine 90° Winkel. Damit will der Architekt Daniel Liebeskind die Bedrückung und die chaotischen Verhältnisse von damals übermitteln. Der Garten des Exils besteht aus 49 mit Erde gefüllten Säulen in quadratischer Anordnung, senkrecht auf einem geneigten Boden. Auf den Säulen wachsen Ölweiden. Der Garten ist die einzige vollkommen rechteckige Form des Gebäudes. Die Konstruktion soll die Einsamkeit und Ungewissheit der damaligen Juden ausdrücken. Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem Holocaust-Denkmal und dem Garten des Exils wobei der Garten des Exils vor dem Mahnmal gebaut wurde. Desweiteren wurden in dem Museum einige der damaligen Gesetzgebungen vorgestellt. Im Folgenden zählen wir drei der vielen Gesetzgebungen auf. Im September 1935 berauben die Nürnberger Gesetze den Juden ihre Bürgerrechte. Sie verbieten ebenfalls die Ehe zwischen Juden und Ariern. Außerdem durften sie im Sommer nach 20Uhr und im Winter nach 21Uhr ihre Wohnungen nicht mehr verlassen.

7) Willi Ölsner

Im folgenden Beitrag zeigen wir das schwere Schicksal eines dieser Menschen mit jüdischer Herkunft. Er handelt von dem Pfarrer Willi Ölsner. Die Informationen über den Pfarrer haben wir einer Ausstellung entnommen, welche in einer Berliner Bibliothek stattfand. Ölsner arbeitete an der Sankt-Thomas-Kirche am Mariannenplatz in Berlin. Er lebte von 1897 bis 1983. Willi Ölsner war Christ, hatte jedoch jüdische Vorfahren. Für die Nazis galt er deshalb Jude. In seiner Gemeinde war er sehr beliebt. Als Hitler die Macht ergriff unterstützten viele Kirchenmitglieder die Judenfeindschaft. Sie nannten sich „Deutsche Christen“. Die „Deutschen Christen“ wollen christliche Gläubige mit jüdischen Vorfahren aus der Kirche ausschließen. Das Gegenteil dieser Gruppe bilden die Mitglieder der bekennenden Kirche. Pfarrer Willi Ölsner war einer von ihnen. Er vertritt die auch weiterhin die Meinung, dass alle Menschen gleich sind. 1933 wurde er von den Nazis überfallen und verschleppt. Der Pfarrer wurde von diesen in einem Keller bedroht und misshandelt. Die Nazionalsozialisten wollen das er die Kirche verlässt. Auch nach diesem Vorfall äußert er weiterhin öffentliche Kritik. Deshalb wird er 1934 zwangsbeurlaubt. Seine Gemeinde schreibt daraufhin Briefe und sammelt Unterschriften, um ihm das Arbeiten erneut zu ermöglichen. Ölsner lässt sich nicht einschüchtern und arbeitet weiter. Später werden alle Jugendgruppen verboten. Die einzig erlaubte war di Hitlerjugend. Willi Ölsner hilft verbotenen Gruppen in dem er Räume zur Verfügung stellt. Anfang 1935 darf er wieder seiner Arbeit nachgehen. Zusätzlich hilft er anderen Christen jüdischer Herkunft. Er tut dies, weil er selber jüdischer Vorfahren hat. 1939 verliert er seine Stelle als Pfarrer endgülitig. Kurz darauf wandert er mit seiner Frau Hedwig aus. Er wohnt fortan in Hove in England.

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