Theodor Fontane - Irrungen, Wirrungen

Angelegt von Mario Klein


Gliederung

1 Einleitung

1.1Vorwort

1.2 Inhaltsangabe

2.Hauptteil

2.1.Personen inklusive Struktur

2.2.Textanalyse

2.3.Allgemeines zum Buch

2.4.Geschichtlicher Hintergrund

2.5 .Deutung

3.Zusammenfassung

4.Literaturverzeichnis


1.Einleitung

1.1.Vorwort

Bei der Interpretation des Romans Irrungen, Wirrungen von Theodor Fontane werde ich zunächst den Inhalt des Buches kurz und knapp wiedergeben. Des Weiteren werde ich die Personen Vorstellen und das Buch analysieren. Zudem werde ich ein paar Informationen des Buches aufführen und den geschichtlichen Hintergrund mit einbeziehen. Zum Schluss folgt die Deutung und eine kleine Zusammenfassung.

1.2.Ihnhaltsangabe

In dem Roman „Irrungen, Wirrungen“ von Theodor Fontane das in der Literarischen Epoche Realismus im Jahr 1887 erschienen ist, geht es um ein verliebtes paar das aber durch das Standesproblem nicht zusammen sein kann.

Lene Nimptsch ist ein kleinbürgerliches Mädchen das mit ihrer Mutter in den einfachsten Verhältnissen in einem gemieteten Haus, dass zum Anwesen der Gärtnerei Dörr gehört, lebt. Bei einer Kahnfahrt auf der Spree lernt Lene Baron Botho von Rienäcker, Offizier und Adliger, kennen und verliebt sich in ihn. Die dreimonatige Beziehung endet nach der fährt nach „Hankels Ablage“,einer Landpension im Spreewald. Baron Botho bekommt ein Brief von seiner Mutter in dem die wirtschaftliche Lage, der verschuldete Gutshof, er sich gezwungen sieht seine ihm schon versprochene 22-jährige Kusine Käthe von Sellenthin, ebenfalls adlig, zu heiraten. Es kommt zur Trennung von Lene und im Spätsommer zur Heirat mit Käthe. Lene die sich damit abfand begegnete dem Paar, verstecktte sich jedoch, und zieht kurze Zeit später weg. Lene heiratet den Nachbarn Gideon Franke ein kleinbürgerlich-ehrbaren Fabrikmeister.

2.Interpretation

2.1.Personen inklusive Struktur

Die Protagonisten sind Lene Nimptasch und Baron Botho. Weitere Personen und wie sie zueinander stehen, finden sie im Bild.

2.2.Textanalyse

Beim lesen des ersten Kapitels fällt einem auf, dass der Autor sehr detailliert schreibt. Man erkennt es daran das er sehr viele Adjektive benutzt. Dadurch sind die Sätze zu lang sodass es dem Leser schwer fällt dem Inhalt zu folgen. Zitat S.6, Z.5-11 „Frau Nimptsch selbst aber saß wie gewöhnlich an dem großen, kaum fußhohen Herd ihres die ganze Hausfront einnehmenden Vorderzimmers und sah, hockend und vorgebeugt, auf einen rußigen alten Teekessel, dessen Deckel, trotzdem der Wrasen auch vorn aus der Tülle quoll, beständig hin und her klapperte.“

Der Roman beginnt harmonisch und freundlich dies wird durch durch den hypotaktischen Satzbau dem Satzgefüge verdeutlicht. Hier werden sowohl Hauptsätze als auch Nebensätze geschickt miteinander verknüpft.

Zitat S.5, Z.1-8 An dem Schnittpunkte von Kurfürstendamm und Kurfürstenstraße,schräg gegenüber dem „Zoologischen“, befand sich in der Mitte der siebziger Jahre noch eine große, feldeinwärts sich erstreckende Gärtnerei, deren kleines, dreifenstriges, in einem Vorgärtchen um etwa hundert Schritte zurücklegenes Wohnhaus, trotz aller Kleinheit und Zurückgezogenheit, von der vorübergehenden Straße her sehr wohl erkannt werden konnte.

Außerdem wird im ersten Kapitel die Umgebung märchenhaft dargestellt, obwohl es in Wirklichkeit ein „jämmerlicher Holzkasten“ sei.

Zitat S. 5, 6, Z.31-32,1-5 “(...) und statt der Strahlen, die sie [Sonne] den ganzen Tag über herabgeschickt hatte, lagen bereits abendliche Schatten in dem Vorgarten, dessen halbmärchenhafte Stille nur noch von der Stille des (...) mietweise bewohnten Häuschens übertroffen wurde.”

Zitat Frau Nimptsch S.6, Z.21-22 “Na, das is recht, liebe Frau Dörr, dass Sie mal wieder ‘rüberkommen. Und noch dazu von’s Schloss. Denn ein Schloss is es und bleibt es. Hat ja ‘nen Turm.”

Zitat Frau Dörr, S.8 Z.26 “(...) un vielleicht is es eine Prinzessin oder so was.”

Zitat S.9 Z.10-14 (...) heut aber, in unerbittlich heller Beleuchtung daliegend, sah man nur zu deutlich, dass der ganze bis hoch hinauf mit gotischen Fenstern bemalte Bau nichts als ein jämmerlicher Holzkasten war (…)

Erzählt wird der Roman in der perspektive eines Auktorialen Erzählers. Er kennt die Gefühle und denken der Personen. Des Weiteren ist viel direkte Rede im Roman.

Außerdem ist das Buch in Kapitel eingeteilt denen keine Überschriften zugeordnet ist. Der Wendepunkt in der Handlung ist bei „Hankels Ablage“. Die Reise von Botho und Lene zu „Hankels Ablage“(Kapitel11-13) beginnt friedlich und scheint perfekt zu sein. Doch Lene muss immer daran denken das die Lieb bald zu ende gehen wird. Nach der Liebesnacht scheinen die Probleme vorübergehend aus dem weg geschaffen zu sein. Doch nach „Hankels Ablage“ bekommt Botho den Brief von seiner Mutter das er die Beziehung zu Lene beenden soll. Und auch so kommt es, Botho zieht seine finanziell, gesicherte Zukunft der Liebe zu Lene vor.

Die Verteilung der Wortarten von 100 Wörtern 21 Nomen 19 Verben 6 Adjektive 10 Adverbien 10 Pronomen 6 Präposition 10 Konjunktion 0 Interjektion 10 Artikel 8 Numerale 0 Mengenangaben

Silbenanzahl/-durchschnitt: 187/100= 1,87

2.3.Allgemeine Informationen zum Buch

Der Roman erschien im Jahre 1887. 1888 erschien die erste Buchausgabe in der „Vossischen Zeitung“. Das Buch hat 205 Seiten. Er stieß bei den Lesern durchgängig auf Ablehnung und heftige Kritik. Heutzutage ist nur noch schwer nachvollziehbar, dass die Darstellung dieser Liebesbeziehung als zu freizügig angesehen wurde. Auf Ablehnung stieß nicht nur, dass der Roman eine Beziehung zeigt, welche die Standesschranken nicht respektiert, von den meisten Lesern wurde es auch als problematisch empfunden, dass Fontane die Frau aus niederem Stand nicht nur als gleichwertig, sondern in mancher Weise auch als moralisch überlegen dargestellt hat.

2.4.Geschichtlicher Hintergrund

Die Handlung des Romans spielt vor über 100 Jahren. In der Zeit gab es die Klassengesellschaft. Zu der Zeit unterschied man zwischen vier Ständen.

2.5.Deutung

Das Problem das Fontane anspricht ist die gesellschaftliche Ordnung zu der Zeit. Die Liebe aus der unteren Gesellschaft mit einem Adligen gilt als nicht akzeptabel. Vor allem Lene gibt sich keiner Illusion hin und akzeptiert von Anfang an das die Liebe zu Botho nicht von Dauer sein kann.

Zitat S.34 Z14-17 Glaube mir, dass ich dich habe, diese Stunde habe, das ist mein Glück. Was daraus wird, das kümmert mich nicht. Eines Tages bist du weggeflogen...

Botho allerdings ist es egal er behandelt die Personen als wäre er selber von deren Stand.

Zitat S.22 Z.33-34 Botho: Jeder Stand hat seine Ehre. Waschfrau auch.

Doch als er den Brief von seiner Mutter erhält indem die finanzielle Lage Bothos verdeutlicht sieht Botho sich gezwungen Käthe eine Adelige zu heiraten. Zudem sogar über Botho von Pitt seine finanziellen Ausgaben kommentiert wird.

Zitat S.53Z.28 Pitt: “Er hat 9000 jährlich und gibt 12000 aus”

Schließlich trennt Botho und Lene und nimmt sich einfache Leute als Vorbild: Diese heiraten nicht aus Liebe, sondern um Ordnung zu haben. Botho stellt dadurch fest, dass das Herkommen das Tun bestimmt (die soziale Herkunft eines Menschen bestimmt also sein gesamtes Leben). Er ist der Auffassung, dass es besser sei, zugrunde zu gehen, während man die Standesregeln einhält als dadurch zugrunde zu gehen, dass man gegen sie ankämpft.

Zitat S.102 Z.33-45 Botho: Was predigt dies Denkmal mir? Jedenfalls das eine, dass das Herkommen unser Tun bestimmt. Wer ihm gehorcht, kann zugrunde gehn, aber er geht besser zugrunde als der, der ihm widerspricht.

3.Zusammenfassung

Zusammenfassend kann man sagen das das Buch Kritik an der Ständegesellschaft ausübt. Und zwar mit der Beziehung Lene und Botho. Schließlich trennen sich beide und später heiraten sie in deren Stand. Lene Nimptsch heiratet Gideon Franke und Botho heiratet die Adlige Käthevon Sellenthin.

4.Literaturverzeichnis

http://de.wikipedia.org/wiki/Irrungen,_Wirrungen 02.04.2009 17:42

Bild (Personen Struktur) http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Irr-WirrV1.2.jpg 15.04.2009 14.25

Bild (Buch der Erstausgabe) http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/6/6c/459.jpg 15.04.2009 14.26

Buch Irrungen, Wirrungen von Theodor Fontane 1888

 
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