Heinrich von Ofterdingen von Novalis

von Constanze Geffers

1. Einleitung

1.1 Vorwort

Heinrich von Ofterdingen, ein sehr begabter junger Dichter der mit seiner Mutter zusammen vom heimatlichen Thüringen nach Augsburg reist. Auf seiner Reise lernt er viele Dinge und Menschen kennen, die sein späteres Leben nachhaltig prägen werden.


1.2 Personen

Heinrich von Ofterdingen, Mutter Ofterdingen, Vater Ofterdingen, die Kaufleute, Kreuzritter, Zulima, alte Bergmann, Einsiedler (Graf von Hohenzollern ), Klingsohr (Dichter), Mathilde ( Tochter von Klingsohr ), Zyane und Sylvester (Arzt)


1.3 Inhaltsangabe

Dem jungen Ofterdingen, wird von einem fremden Reisenden von der Blauen Blume erzählt, woraufhin Heinrich von ihr träumt. Seine Stimmung ist durch das große Verlangen niedergeschlagen. Die Mutter, die schon länger vorhat, Heinrichs Großvater zu besuchen, nimmt ihn zusammen mit Kaufleuten nach Augsburg. Heinrich verlässt zum ersten Mal das heimatliche Thüringen . Er macht auf seiner Reise viele Bekanntschaften. Er trifft Kreuzritter und ein Mädchen, das Zulima heißt. In einem Gasthaus trifft Heinrich einen alten Bergmann, der von seinem Leben erzählt. Als er mit Dorfbewohnern und dem Alten eine Höhle erkundet, stoßen sie auf einen Einsiedler, den Grafen von Hohenzollern, der sich zurückgezogen hat, um sich dem Lesen von Büchern zu widmen. Alle Menschen, denen er auf seiner Reise begegnet, hinterlassen einen tiefen Eindruck in Heinrich . Ihm wird immer stärker seine Berufung als Dichter bewusst. In Augsburg lernt Heinrich den alten Dichter Klingsohr kennen und hat in ihm seinen Mentor gefunden, der ihm die Kunst des Dichtens näher bringen will. Außerdem wird Heinrich Klingsohrs Tochter Mathilde vorgestellt. Die beiden verlieben sich ineinander . Heinrich kehrt als erwachsener Mann in seine Heimat zurück. Unter einem Baum hat er eine Vision von Mathilde, die davon singt, wie sich alles noch zum Guten wenden wird. Ein armes Mädchen erscheint, das Heinrich zu dem Einsiedler und Arzt Sylvester führt . In einem Garten führen die beiden ein vertieftes Gespräch . An dieser Stelle endet der Roman leider.


2. Hauptteil

2.1 Interpretation

Der Roman ,,Heinrich von Ofterdingen” besteht aus zwei Teilen, ,,Die Erwartung” und ,,Die Erfüllung”. Der zweite Teil ist unvollendet , da Novalis früh verstorben ist. Die Erlebnisse des Minnesängers sind gespickt mit vielen Erzählungen und Märchen. In dem Buch „Heinrich von Ofterdingen“ geht es um einen jungen Dichter, der auf der Reise nach Augsburg zu sich selbst findet . Ihm geht es in seinem Leben nicht um ein geregeltes bürgerliches Leben, sondern um die Erkenntnis der Natur und ihrer Kräfte. Diese romantische Geschichte spielt in einer Idealwelt, wo der Held keine Schicksalsschläge hinnehmen muss und sich alles von selbst zum Guten wendet . Durch seinen Traum von der Blauen Blume ahnt Heinrich, dass er der geborene Dichter ist, was ihm auf seiner Reise nach Augsburg mehrfach von Außenstehenden bestätigt wird . In diesem Roman wird Heinrich sehr viel Bildung vermittelt , aber nicht im Sinn herkömmlicher, wo die Figuren Schmerzen und Enttäuschungen zu erleiden haben , sondern durch viele Gespräche, die ihm das Verständnis für alle großen Zusammenhänge und ihm seine Mission als romantischen Dichter zeigen .

Die Blaue Blume :durch sie erahnte Heinrich, dass er zum Dichten geboren sei .Sie ist auch das Symbol für die Sehnsucht nach einer höheren, besseren Welt.


2.2 Verbindung zur Epoche

Dieser Roman passt perfekt in das Zeitalter der Romantik , da es alles so „blumig“ beschrieben wird. Die Romantik steht für Liebe und große Gefühle. Sehnsucht nach Gück und Harmonie werden widergespiegelt. . Man streckt nach dem „Goldenen Zeitalter“, der Mensch soll daran arbeiten, Liebe und Harmonie herzustellen.


2.3 Sprach/Stil

Novalis hat lange und kurze Sätze verwendet . Er hat z.B. nicht wie Lessing auf Nebensätze verzichtet . Sprachlich trotzdem sehr anspruchsvoll. Das Wort „romantisch“ hat hier demnach die Bedeutung wie: Die Macht der Liebe siegt am Ende


3. Quelle

Novalis, Heinrich von Ofterdingen, Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart, 1965

               Revidierte Ausgabe 1987.Bibliographisch ergänzte Ausgabe 2004 
               Gesamtherstellung : Reclam, Ditzingen, Printed in Germany 2008
 
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