Titel: Fabian. Die Geschichte eines Moralisten

Autor/in: Erich Kästner

von Ira-Marie Belkner


Gliederung

1. Einleitung

1.1 Vorwort

1.2 Inhaltsangabe

2. Hauptteil

2.1 Interpretation des Buches

2.2 Verbindung zu der Epoche

2.3 Sprache/Stil

3. Quelle


1.Einleitung

1.1 Vorwort

Nach langer Auseinandersetzung mit dem Roman „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“ von Erich Kästner werde ich im Folgenden dieses Buch mit eigenen Worten wiederholen und interpretieren.


1.2 Inhaltsangabe

Erich Kästner schrieb 1931 den Großstadtroman „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“, als ein aufrüttelndes und gesellschaftskritisches Buch für Jugendliche und Erwachsene. Er stellt darin die Situation am Ende der Weimarer Republik da und schildert das Gesellschaftsbild Berlins vor der Machtergreifung Adolf Hitlers.

Der Germanist Dr. Jacob Fabian, erst Adressenschreiber und dann Reklamefachmann für eine Zigarettenfirma, lebt in der Großstadt Berlin. Er ist ein ironischer Mensch, nicht gerade lebenssüchtig und wird meist von seinen Mitmenschen benachteiligt. Anfang der 30er Jahre und Ende der goldenen Zwanziger durchlebt Fabian den allmählichen Untergang der Weimarer Republik. Normen und Moral haben sich verändert oder sind fast weggefallen und der 32-jährige „Moralist“ Fabian lebt mittendrin. Er erlebt die Ungerechtigkeiten und den Untergang der Gesellschaft, sowie den Machtkampf zwischen Linken und Rechten und die Machtübernahme der NSDAP. Mit seinem Freund Labude, der eine parallele Geschichte in dem Buch erzählt, streift er durch die Stadt, hat hier und da mal wieder eine neue Liebschaft und lebt sein Leben vor sich hin. Sein Freund Labude kommt aus reichem Hause und hat literarische Begabung. Er will als Idealist die Reformation Europas durchsetzen, den persönlichen Egoismus reduzieren und Verstärkung der Sozialmaßnahmen und der Kultur. Er ist ebenfalls Mitglied in einer Studentenorganisation, doch Fabian glaubt nicht an seine Planverwirklichung. Er versucht ohne Probleme durch das Leben zu kommen und hat für eine Verbesserung der Welt nicht viel übrig. Er teilt die Neigung zu pessimistischen, sozialkritischen Philosophieren, aber er vertritt eher die Rolle des passiven Beobachters. In einem Atelier einer lesbischen Bildhauerin trifft er Cornelia Battenberg. Durch Cornelia lernt er die Liebe kennen und erkennt auch die unangenehmen Seiten an ihr. Nach einigen Tagen des Glückes, wird Fabian arbeitslos. Als Cornelia ihm helfen will, aber gleichzeitig Karriere machen, ließ sie sich mit einem Filmmagnaten ein und Fabian trennte sich von ihr. Nach der Trennung von Cornelia und der Trauer versucht Fabian sein Leben wieder aufzunehmen. Dann erfuhr Labude, dass sein Habilitationsschrift nicht angenommen wurde, er schrieb Fabian einen Abschiedsbrief und erschießt sich. Der Selbstmord seines Freundes stellt sich als trauriger Witz dar, ein Assistent von Labude hatte die Ablehnung nur vorgelogen. Fabian rückt diesen Vorfall wieder ins rechte Licht und verschwindet aus Berlin. Seine Heimatstadt Dresden ist seine nächste Station. Er zieht wieder bei seinen Eltern ein und verbringt ein langweiliges Leben. Er trifft alte Bekannte und muss traurig feststellen, dass auch dort Vernunft die Bedeutung verloren hat. Dies wird zu seinem Verhängnis. Ein Angebot einer rechtsgerichteten Zeitung lehnte er ab. Sein Plan, im Gebirge Urlaub zu machen, geht nicht in Erfüllung, da auf der Reise ein kleiner Jungen, der von einer Brücke fiel, dessen Leben Fabian retten will. Es stellt sich jedoch heraus, dass der Junge schwimmen kann und er selber nicht. Der kleine Junge schwimmt zum Ufer und Fabian ertrink.


2. Hauptteil

2.1 Interpretation des Buches

Erich Kästner und seine Hauptfigur Jacob Fabian sind beides Moralisten und das bedeutet, dass die Handlung des Fabians auf ethische Art beruht. Sie bestehen beide auf bürgerliche Freiheitsrechte und zwischenmenschlicher Solidarität, aber sie werden leider beide nicht von ihrer Gesellschaft beachtet. Mit der ironischen Erzählweise erkennt man die Moralisierung und man erkennt die in Fabian die deutliche Philosophie Kästners erkennen, die Welt nicht bessern zu können. Der Roman spielt um 1930 und sie wird gedeutet als politischen und moralischen Verfall. Der Untergang der Weimarer Republik ist in Augen Kästners keine unerwartete Folge und wird in Fabian wieder gespiegelt. Der Roman soll ebenfalls zeigen, dass es dem Moralisten Fabian unmöglich war, den Strom der Unmoral zu beeinflussen oder mitzuschwimmen. Der Ursprungstitel der Satire lautet >Der Gang vor die Hunde<. Er wurde jedoch abgelehnt. Kästner meinte, er wolle damit das Ziel des Romans schon verdeutlichen und damit warnen. Er war sehr pessimistische gegenüber der Gesellschaft und verdeutlichte dies auch sehr. Er ließ kein Haar krumm und erzählt sehr deutlich was er von der Situation hielt.


2.2 Verbindung zu der Epoche

Wie viele andere Büchern von Erich Kästner ist auch „Fabian“, der 1931 erschien, der Spätphase der sogenannten »Neuen Sachlichkeit« zuzuordnen. Die Neue Sachlichkeit wird als Literatur der Weimarer Republik bezeichnet und zeigt damit schon den geschichtlichen Abschnitt in dem Fabian lebt. Durch seine realistische und nüchterne Erzählung, erkennt man die Erzählart der Neuen Sachlichkeit wieder. Die Neue Sachlichkeit entstand nach dem 1. Weltkrieg und zeichnet sich als schlichte Klarheit aus, wie die Geschichte von Jacob Fabian.


2.3 Sprache/Stil

Erich Kästner hat in diesem Buch eine satirische und nüchterne Erzählung. Kästner erzählt in einem zügigen Tempo und einem Steigerung durch den Szenenwechsel. Dies zusammen ergibt einen einfach, praktische reihenden Satzbau. Er erzählt mit Schlagfertigkeit, Witzen und Ironie. Er erzählt klar und sachlich wie Fabian lebt und über die Welt denkt und ist dabei auch sehr direkt. Durch diese interessante Erzählung ist es gibt es bis heute viele Übersetzungen und Neuauflagen.


3. Quelle

www.wikipedia.de, 07.04.2009, 13:10

http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/kunst/fabian/index.html, 07.04.2009, 13:10

www.amazon.de/Fabian-Die-Geschichte-eines-Moralisten/, 07.04.2009, 13:30

 
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