Mutterliebe

Inhaltsangabe

Die Anekdote Mutterliebe von Heinrich von Kleist aus dem Jahre 1811, handelt von einer Mutter, die aus Rache einen tollwütigen Hund tötet. Ein tollwütiger Hund, der zuvor schon viele Menschen angefallen hat, greift zwei Kinder an. Kurz darauf erscheint deren Mutter, die das Unglück sieht und den Entschluss fasst, den Hund zu töten. Sie schafft es ihn zu erwürgen, auch wenn dieser sie stark verletzt. Kurz nach der Beerdigung ihrer, an der Tollwut gestorbenen, Kinder, stirbt sie selbst ebenfalls an der Krankheit.

Textanalyse – sprachliche Gestaltung

Kleist verwendet Bilder wie großer toller Hund (Z.2), Untier (Z.8), grimmigen Bissen (Z.10) und rhetorische Figuren wie Z.2: großer toller Hund (Klimax); Z.8: Untier (Metapher),um den Hund als kräftig und gefährlich darzustellen. Er verwendet viele Adjektive und Verben (spielende (Z.4), wälzt (Z.5), zerreißt (Z.4), großer (Z.2), toller (Z.2), merkwürdiger (Z.2), beschädigt (Z.3) ) um Figuren zu veranschaulicht und den Text lebendiger zu gestalten. Der Text ist durchgängig in der Hochsprache verfasst und hat keine dialogischen Anteile. Der Satzbau ist verschachtelt (hypotaktisch) weil so Situation genauer beschrieben werden. Er hat eine brutale Ausdrucksweise (Z.4 „zerreißt“, Z.11 „zerfleischt“)

Wie ist der Titel zu verstehen ?

Unter dem Titel Mutterliebe versteht man, dass eine Mutter ihre Kinder in den Schutz nimmt bzw. sich für ihre Kinder opfert. Das Leben der Kinder ist Müttern also normalerweise wichtiger als ihr eigenes. Außerdem vermittelt der Titel der Anekdote den Eindruck von etwas Positivem.

Interpretation

Die Mutter nimmt ihre Kinder in den Schutz und muss dafür mit ihrem Leben bezahlen. Hierbei spielt die einzelne Person eine große Rolle, da der tollwütige Hund zuvor schon viel Menschen angefallen hat. Die Mutter beschützt nicht nur ihre Kinder, sondern rettet auch andere, weil wenn der Hund weiterhin leben würde weiter Menschen verletzten werden könnten. Eine einzelne Person, die Mutter, hilft so der ganzen Gesellschaft. Eventuell soll der tollwütige Hund die Preußen darstellen und die Mutter die mutigen Soldaten die sich gegen die Preußen stellten wie bei eine Anekdote aus dem preußischen Kriege. Beide verlieren, jedoch ist die Mutter nicht umsonst gestorben da der Feind auch tot ist. Mutterliebe zum Vaterland, dabei zeigt sich wiederum der Patriotismus Kleists. Nach diese Interpretationsmöglichkeit spielt der Einzelne eine eher untergeordnete Rolle, da nicht der Einzelne sondern die gesamte Masse Stark ist. Der Einzelne hätte keine Chance.


Erstellt von: Philipp Henze

 
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