Hermann Hesse - Unterm Rad

1. Einleitung

1.1 Vorwort

Diese Arbeit enthält die Inhaltsabgabe und die Interpretation des Buches “Unterm Rad”, welches 1906 von Hermann Hesse veröffentlicht wurde.

1.2 Autor

Hesse wurde 2. Juli 1877 als Sohn eines Missionaren geboren. Er ging in eine Lateinschule, um Theologe zu werden und besuchte das Klosterseminar Maulbronn, aus dem er flieht. Im Juni 1892 Selbstmordversuch, dann Nervenheilanstalt. Hesse stirbt am 9. August 1962 in Montagnola, wo er ein Haus besessen hatte.

2. Hauptteil

2.1 Inhaltsangabe

In „Unterm Rad“ von Hermann Hesse geht es um den hochbegabten jungen Schüler Hans Giebenrath, der von seinem Vater unter sehr hohen schulischen Druck gesetzt wird. Er wird von seinem Vater und dem Schuldirektor dazu überredet beim Landexamen in Stuttgart teilzunehmen und wird Zweiter. Der Stadtpfarrer überredet Hans, aufgrund seiner fortgeschrittenen Bildung, dazu an, die ganzen Ferien für das Klosterseminar zu lernen, um der Stadt Ehre zu machen. Doch als er sich mit dem angehenden Dichter Hermann Heilner anfreundet, der sich immer wieder in Schwierigkeiten bringt, anfreundet, lassen seine schulischen Leistungen erheblich nach. Die Freundschaft entwickelte sich nicht einfach, da sie sich zu Beginn nicht mögen. Doch da Hans wenig später der einzige ist, der sich um Hermann kümmert, freunden sie sich an. Dadurch geben die Lehrer ihn immer mehr auf. Als Heilner wegen einer weiteren Rauferei in den die Arrestzelle der Schule muss, hält Hans nicht weiter an der Freundschaft fest und versinkt wieder in seinen Büchern. Als nach den Weihnachtsferien ein Mitschüler stirbt, sieht Hans seinen Fehler ein, und er versöhnt sich mit Hermann. Doch es hält nicht lange an, da Hermann ohne Vorwarnung aus dem Kloster flieht und ohne sich zu entschuldigen wiederkehrt, wird er kurzfristig entlassen. Für Hans ist das eine Katastrophe. Seine schulischen Leistungen lassen rapide nach, er bekommt immer heftiger werdende Kopfschmerzen und die Anweisungen der Ärzte helfen nicht weiter. Als er an der Tafel stehend zusammenbricht, diagnostiziert der Schularzt eine Nervenkrankheitdenkt und schickt Hans nach Hause. Dort angekommen versucht sein Vater ihn hilflos und erfolglos zu trösten. Hans geht sogar so weit, sich das Leben nehmen zu wollen. Doch wenig später lernt er das Mädchen Emma kennen und lieben. Nach einer qualvollen Nacht voller Alpträume aber, muss Hans feststellen, das Emma ohne sich zu verabschieden verschwunden ist. Seinem Vater zuliebe beginnt er eine Lehre zum Schlossermeister, wobei er sich mit seinem ehemaligen Klassenkameraden August anfreundet, der ebenfalls dort in die Lehre geht. An einem Wochenende geht sich Hans mit August betrinken und wird einen Tag später am Ufer des Flusses, an dem er in seinen Kindheitsjahren so gerne gespielt hat, tot aufgefunden. Niemand weiss wie er in den Fluss geriet und ob er sich das Leben genommen hat.

2.2 Interpretation

Meines Erachtens nach trifft das Prinzip dieser Geschichte auch auf heute imernoch zu. Der Druck auf einen Schüler kann enorm hoch ausfallen. Ob es sich um Druck von den Eltern, den Lehrern oder sich selbst handelt, spielt dabei keine Rolle. Doch dieser Druck kann verheerende Folgen haben, bei labilen Schülern kann es besonders heftig ausfallen. Persönlichkeitsstörungen, Depressionen oder ähnliche psychische Störingen sind da oft eintretende Faktoren.

3. Literaturverzeichnis

Primärliteratur

  • Hermann Hesse: Unterm Rad, Suhrkamp, ISBN 3-518-36552-5
  • Hermann Hesse: Unterm Rad, Süddeutsche Zeitung Bibliothek, Band 46, ISBN 3-937793-17-8

Sekundärliteratur

  • Maria-Felicitas Herforth: Erläuterungen zu Hermann Hesse, Unterm Rad. Reihe Königs Erläuterungen und Materialien. Bange, Hollfeld 2002, ISBN 3-8044-1754-X
  • Klaus Johann: Grenze und Halt: Der Einzelne im „Haus der Regeln“. Zur deutschsprachigen Internatsliteratur. Winter, Heidelberg 2003, (= Beiträge zur neueren Literaturgeschichte. 201.). ISBN 3-8253-1599-1, S. 94-205 (Inhaltsverzeichnis als pdf-Datei)
  • Volker Michels (Hrsg.): Hermann Hesse ›Unterm Rad‹ − Entstehungsgeschichte in Selbstzeugnissen des Autors, Suhrkamp, Frankfurt 2008, ISBN 978-3-518-45883-9
  • Alexander Klaehr: Wie Schüler unter die Räder kommen. Zur Aktualität der Schulkritik in H. H.s Roman »Unterm Rad«. in Zs. Kritische Ausgabe, Nr. 18, Thema „Familie“, Bonn 2010 Einleitung

von Dominik Sarrach

 
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