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REINGESTELLT VON DANIEL FREIER

1. Einleitung

1.1 Vorwort

Wir werden uns in unserer Ausarbeitung über die Piratenpartei zunächst damit befassen, was ist die Piratenpartei und wie ist ihre Entstehungsgeschichte national sowie international. Die Politik muss viele Themenbereiche bearbeiten, wie unter anderem die Außenpolitik, Innenpolitik, Gesundheit etc.. Welche Themenbereiche bearbeitet die Piratenpartei und bei welchen sind Sie besonders engagiert? Wie findet die Politik, die Politikwissenschaftler und nicht zuletzt das Volk die Piratenpartei? Ohne das Volk kann keine Partei existieren, deshalb wurden Gerüchte und Meinungen die im Internet niedergeschrieben sind mit einer Umfrage in den Straßen von Göttingen verglichen, mit erstaunlichen Er-gebnissen. Darüber hinaus, wie hat sich die Partei entwi-ckelt, ist sie aktiv am Politikgeschehen beteiligt (EU, Bundestag, Landtag, Kommune) und zu guter letzt, wie sieht die Öffentlichkeitsarbeit der Piratenpartei überhaupt aus?

1.2 Definitionen

1.2.1 Partei

Verbindung von Menschen, die aufgrund gleich gerich-teter politischer Anschauungen oder Interessen Ein-fluss auf die staatliche Willensbildung erstreben, besonders durch Teilnahme an der Wahl der Volksver-tretung.
„Großes Universallexikon von A-Z Compact“ Verlag München Sonderausgabe 2004 S.663

1.2.2 Urheberrecht

Eigentumsähnliches recht des Schöpfers eines Werks der Literatur, Musik, Kunst oder Fotografie (geisti-ges Eigentum) an seinem Werk. Träger des Urheber-rechts an einem Werk ist der Urheber (Autor, Verfas-ser, Bearbeiter, Übersetzer)
„Großes Universallexikon von A-Z Compact“ Verlag München Sonderausgabe 2004 S.927

1.2.3 Slogan

Vielfach wiederholte, stilistisch durchgeformte Wer-beaussage in Politik und Werbung
„Brockhaus Universal Lexikon von A-Z“ Band 21 Leipzig 2003 S.6918

1.2.4 Filesharing

Ist der Tausch von Multimediadateien und Programmen etc. über Internet-Tausch-börsen. Sofern es sich um lizenzrechtlich geschützte Inhalte handelt und der Datentauscher nicht zum Vertrieb berechtigt ist, verstößt er gegen das Urheberrecht. Für das Filesharing wird ein Filesharing-Tool benötigt.
„Das Lexikon der PC Begriffe“ Verlag für die „Deutsche Wirtschaft AG“, Bonn 2005

1.3 Abgrenzung

So gut, wie jede Entwicklung hat einen tiefergehenden Hintergrund, der in den meisten Fällen nur interpretiert werden kann. Genauso ist es bei der Parteigründung der Piratenpartei, deswegen wird Sie ruhend auf direkten beweisbaren Fakten erläutert, jedoch nicht menschlich hintergründlich. Die Wahlergebnisse sind nur unmittelbar auf die Piratenpartei bezogen und wir zeigen keinerlei Tendenz oder Statistik bezüglich der Wahlentwicklung auf. Die Parteiziele einer Partei sind vielfältig, somit wird nur Auszugsweise auf einige wenige eingegangen.

2 Hauptteil

2.1 Netzstruktur

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2.2 Entstehungsgeschichte

2.2.1 International

Im Jahr 2003 entstand in Schweden die erste Website mit dem Namen „The Pirate Bay“. Diese digitale Internet Plattform sollte den weltweiten Austausch illegal kopierter Daten ermöglichen. Daraus wird im Jahr 2006 die schwedische Piratenpartei, die „Piratpartiet“. Anschließend stellt man einen Film mit dem Namen: „Steal this film“ ins Netz. Er ist von anonymen Produzenten in Stockholm gedreht worden und zeigt die Filesharing-Szene. Das Teilen oder auch der Austausch von Dateien gilt in Schweden nicht als Verbrechen oder Straftat. In dem Film selbst treten nun Parteimitglieder aus der „Piratpartiet“ und der „Pirate Bay“ auf und setzen sich für ein freies Internet für alle ein. Dies besteht darin, den Konflikt mit der „Copyright- Industrie“ zu suchen und Daten für jedermann frei zugänglich zu machen. Später grenzt sich die Piratenpartei immer mehr von der Entstehungsplattform „die Pirate Bay“ ab.
Anfangs erhielt die Partei nicht den nötigen Zuspruch der Wähler und bekam nur 0,6 % der Stimmen bei den Parlamentswahlen 2006. Dies ändert sich zu den Europawahlen 2009. Durch ei-nen verlorenen Prozess, wegen der Verletzung des Ur-heberrechts von Film- und Musikindustrie und das Freizugänglichmachen von Raubkopien, wurden die Angeklagten zu 1 Jahr Haft und 2,74 Mio. € Schadensersatz verurteilt. Dadurch erhielt die Partei die nötige Unterstützung aus der Bevölkerung und erzielte bei den Europawahlen 7,1 % und konnte nun einen Abgeordneten in das EU-Parlament schicken. Man kann sagen, dass Gründung und Erfolge der schwe-dischen Partei, Vorläufer und Vorbild der deutschen Piratenpartei sind.
http://de.wikipedia.org/wiki/Piratpartiet#Geschichte am 16.03.2010 um 17:00
Henning Batels Die Piratenpartei Contumax-Verlag Berlin 1.Auflage September 2009 Seite 30

2.2.2 National

Die Piratenpartei in Deutschland wurde am 1. Januar 2006 in Berlin gegründet. Anfangs blieb die Partei jedoch unbeachtet, weil die Diskussionen über die Urheberrechte und Filesharing keine große Rolle spielten.

Doch im Januar 2009 sollte sich dies ändern. Mit der Einfuhr des Zugangserschwerungsgesetzes (Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornografie im Internet) von der damaligen Familieministerin Ursula von der Leyen. Sie wollte, dass das Netz von großen Internetprovidern gefiltert wird und mit einem „Stopp- Schild versehen werden sollte.

Schon damals gab es in der Bevölkerung große Bedenken es könne zu einer Zensur führen und auch leicht von Internetbenutzern umgangen werden. Die Piratenpartei in Deutschland wollte eine kom-plette Löschung dieser Internetseiten. Jedoch wurde festgelegt, dass jeder Benutzer, auch derjenige, der aus versehen die Seite anklickt, als Krimineller geführt wird. Weiterhin ist nicht über-schaubar, welche Seiten auf der Sperrliste stehen.
Dieser neue Gesetzesentwurf gilt als „Geburtstunde“ der Piratenpartei.
http://de.wikipedia.org/wiki/Piratenpartei_Deutschland#Geschichte am 16.03.2010 um 17:25Uhr
Henning Batels Die Piratenpartei Contumax-Verlag Berlin 1.Auflage September 2009 Seite 117

2.3 Mitgliederentwicklung

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http://wiki.piratenpartei.de/Datei:Mitgliederentwicklung.png am 15.4. 2010 um 17:00

Die Piratenpartei wurde am 01.01.2006 gegründet. Zu Beginn lag ihre Mitgliederzahl bei ungefähr 50 Personen. Danach erfuhr die Partei nur einen leichten Zuwachs, dies kam nicht nur zuletzt durch die Werbung, da sie unserer Meinung nach nur einen schwachen Stellenwert bei den Piraten hat und ziemlich stark vernachlässigt wird. Der geringe Zulauf von Mitgliedern hielt ungefähr bis zum Juni 2009 an. In den Monaten Juni bis Oktober 2009 stiegen die Mitgliederzahlen an, sie wurde sogar fast verzehnfacht. Die Gründe hierfür sind unter anderem, die gewonnene Bekanntheit durch die Wahl in das Europäische Parlament 2009. Erst durch diesen Wahlerfolg wurden viele heutige Mitglieder auf die Partei aufmerksam. Des Weiteren entwickelte sich die Mitgliederzahl sprunghaft nach oben, durch die damalige Debatte um die Zugangserschwerung auf Internetseiten mit Kinderpornographischen Inhalten und die Mobilisierung der Partei für die Bundestagswahl 2009. Seit März 2010 ist die Piratenpartei mit ca. 12000 Mitgliedern die siebtgrößte Partei Deutschlands und sogar die größte Partei die nicht im Bundestag vertreten ist.
Die Piratenpartei ist eine internationale Bewegung. Mitt-lerweile existieren in über 30 Staaten Piratenparteien, Zahl wachsend. Die Piraten stehen für eine freie Kommunikation, den freien Austausch von Wissen und Information, eine Stärkung der Bürgerrechte und einen transparenten Staat. Dieser Zusammenschluss aller Piratenparteien Weltweit trägt den Namen „Pirate Party International“ (PPI) Global, die am 19.10.2009 in Belgien, dem Hauptsitz, in Form einer Nicht-regierungsorganisation (NRO) gegründet wurde. Über die gesamt Mitgliederzahl kann nur spekuliert werden, es sind einige Millionen.
http://www.piratenpartei.ch/node/172 am 22.04.2010 um 21:53uhr

2.4 Parteiziele

2.4.1 Allgemeines

Die Ziele der Piratenpartei richten sich nach der heutigen digitalen Entwicklung und an die Würde des Menschen. Ein Überwachungsstaat soll durch die Hauptziele „Freier Zugang zu Wissen und Kultur“ und die „Sicherung der Privatsphäre“ verhindert werden. Nur dadurch ist nach Meinung der Piratenpartei eine demokratische, sozial gerechte und freie Ordnung zu wahren.
Henning Batels Die Piratenpartei Contumax-Verlag Berlin 1.Auflage September 2009 Seite 117

2.4.2 Datenschutz

Auf den Datenschutz legt die Partei ein besonderes Augenmerk. Sie lehnen die Vorratsdatenspeicherung, Massendaten-speicherung, Online-Durchsuchungen und die Erhebung biometrischer Daten strikt ab. Weiterhin müssen Da-tenschutzbeauftragte mehr Freiraum haben, um die Privatsphäre jedes einzelnen zu schützen und die Nutzung eigener Dateien kontrollieren zu können.
Henning Batels Die Piratenpartei Contumax-Verlag Berlin 1.Auflage September 2009 Seite 117

2.4.3 Urheberrecht

Es soll nicht die Abschaffung des Urheberechts er-reicht werden, sondern viel mehr Veränderungen. Der Urheberrechtsschutz soll maximal, bis zum Tode des Urhebers gültig sein. Nach der Meinung der Piraten-partei ist die Regelung mit dem „geistigen Eigentum“ (Urheberrecht= Recht des „geistigen Eigentums“) des Urhebers in der heutigen Zeit nicht mehr angemessen. Ferner soll die Möglichkeit geschaffen werden Privatkopien zu fördern, um allen Menschen das freie Recht auf Kulturgut zu gewähren.
http://wiki.piratenpartei.de/images/2/20/Parteiprogramm_LaTeX.pdf am 21.04.10 um 15:31 Uhr
Henning Batels Die Piratenpartei Contumax-Verlag Berlin 1.Auflage September 2009 Seite 117

2.4.4 Open Access

Open Access bedeutet, dass die mit öffentlichen Gel-dern finanzierten wissenschaftlichen Erkenntnisse einem jeden Menschen kostenlos und frei zugänglich sein müssen. Das Prinzip soll für die Wissenschaft, Forschung, öffentlichen Verwaltungen und auch softwaremäßig gelten.
Henning Batels Die Piratenpartei Contumax-Verlag Berlin 1.Auflage September 2009 Seite 117

2.4.5 Patentrecht

Es wird gefordert, dass in der heutigen Zeit eine Umstrukturierung des Patenrechtes durchgeführt werden muss. Durch patentierte Erfindungen, die in Zukunft beispielsweise zur Bekämpfung der Hungersnot in Afrika benötigt werden, wird der Generation von Morgen eine Chance genommen, um jedem Menschen auf der Welt genug Nahrung zur Verfügung zu stellen. Es sollen die Märkte geöffnet werden damit nicht nur der Markt überwacht wird, ob jemand eine Erfindung kopiert oder neu Erfunden hat.
Henning Batels Die Piratenpartei Contumax-Verlag Berlin 1.Auflage September 2009 Seite 117

2.4.6 Transparenz

Durch die Transparenz soll jedem Bürger ermöglicht werden seine Daten, auf allen staatlichen Ebenen, ohne jegliche Begründung, kostenlos und jederzeit einsehen zu können. Dieses soll nur durch das Recht durch die Bestimmung zum Schutz der Persönlichkeits-rechte, der nationalen Sicherheit und zur Verhinde-rung von Straftaten eingeschränkt werden.
http://wiki.piratenpartei.de/images/2/20/Parteiprogramm_LaTeX.pdf am 21.04.10 um 15:42 Uhr
Henning Batels Die Piratenpartei Contumax-Verlag Berlin 1.Auflage September 2009 Seite 117

2.4.7 Bildung

Grundsätzlich fordert die Piratenpartei „das Recht auf freien Zugang zu Information und Bildung“ für jedermann ohne jegliche Studiengebühren, mit Ausnahme von Privatschulen, solang dies keinen Einfluss auf die Lehrinhalte nimmt. Weiterhin lehnt sie einen Lehr- und Stundenplan, sowie Kopfnoten ab, da Bildung ein individueller Prozess ist.
Henning Batels Die Piratenpartei Contumax-Verlag Berlin 1.Auflage September 2009 Seite 117

2.4.8 Kritik an den Zielen

Die Piratenpartei bekennt sich zu den oben genannten Themen, aber außenpolitische und innerpolitische Fragen tauchen in ihrem Parteiprogramm nicht auf. Sie fehlen einfach. Im Rahmen des Bundestagswahlkampf 2009 wurden der Piratenpartei 38 politische Fragen über die Themengebiete:

  • Allgemeines
  • Außenpolitisches
  • Bildung
  • Familie/Gesundheit
  • Innen/Sicherheit
  • Ökologie/Energie
  • Wirtschaft/Finanzen/Soziales

gestellt. Sie beantworteten 30 Fragen, wobei 7 Aussagen als Kernaussagen aus dem Parteiprogramm kommen. 23 Antworten waren Mehrheitsentscheidungsantworten und acht Antworten ließen die Piraten unbeantwortet. Hieraus ist zu erkennen, dass die Piratenpartei sich noch nicht in ein politisches Spektrum einordnen lassen will und kann, wie unter 2.4.8 schon beschrieben.
http://www.tagseoblog.de/was-will-die-piratenpartei-waehlbar-oder-nicht am 21.04.10 um 15:55Uhr
Henning Batels Die Piratenpartei Contumax-Verlag Berlin 1.Auflage September 2009 Seite 226

2.5 Politisches Spektrum

Hier will und lässt sich die Piratenpartei nicht zu-ordnen, da Sie sich nur auf einige Politische Themen beschränkt. Dieses wurde ausdrücklich auf der Gründungsversammlung im Jahre 2006 beschlossen, da man solch eine Einordnung für nicht mehr zeitgemäß hält.
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http://wiki.piratenpartei.de/Datei:Wertedreieck.png am 22.4.10 um 15:45Uhr

Anhand des Wertedreiecks lässt sich die Piratenpartei zwischen der liberalen (vorurteilsfreie) Partei und der Progressiven (schnell Entwickelnde, fortschreitende, will starke Veränderungen) Partei Ordnung einordnen.
http://wiki.piratenpartei.de/Politisches_Spektrum am 22.04.10 um 15:45Uhr

2.6 Öffentlichkeitsarbeit

2.6.1 Slogans

Die Piratenpartei hat einen Verhaltenskodex entwi-ckelt, um Parteimitglieder klar von anderen Parteien zu unterscheiden. Mittlerweile wurde dieser Kodex schon einmal konkretisiert, ist aber noch nicht in Parteiprogramm aufgenommen worden. Die Thesen sind:

  • Lebe Frei
  • Habe Recht
  • Bleib Ehrlich
  • Verzichte auf Gewalt
  • Teile Wissen – Wissen ist Macht
  • Verstehe das System
  • Danke einfach
  • Mach’s selbst
  • Sei kritisch
  • Sei laut
  • Sei neugierig
  • Sei geradlinig

Mit diesen Kernaussagen sollen sich die Mitglieder identifizieren und auch nach diesen handeln und in der Öffentlichkeit auftreten.
Henning Batels Die Piratenpartei Contumax-Verlag Berlin 1.Auflage September 2009 Seite 260-262

2.6.2 Werbeart

Hier ist es wie bei allen Parteien sie werben auf allen Ebenen. Geworben wird mit Flyern, Plakaten, Ständen, Fernsehen oder Radio. Jedoch sind diese Werbearten untergeordnet, da die Piratenpartei hauptsächlich im Internet wirbt, was auch die Umfrageergebnisse zeigen unter 2.7.. Die unterschiedlichen Werbestrategien werden in verschiedene Arbeitsgruppen, die sich aus folgenden Unterarbeitsgruppen zusammensetzen, bearbeitet:

  • Online Onlinewerbemittel verbreiten
  • Offline Planung und Verbreitung von Flyer und Marketingaktionen
  • Kommentation Mitgliedergewinnung
  • Piratenidentität Ausarbeitung und Verbesserung des Verhaltenskodexes
  • Pressearbeit Erstellen von Pressemitteilungen und Betreuung der Presse
  • Website Bearbeitung der Website
  • AV Produktion Audio und Videoclips erstellen
  • Text Erarbeitung von Texten aller Art
  • Senioren Generationen wieder zusammenbringen
  • Event Realisierung von Events und damit verbundenen Genehmigungen
  • Analyse Zur Klärung ob die Partei steht und deren Weiterentwicklung

Mit Hilfe dieser Arbeitsgruppen versucht die Piratenpartei ihre parteipolitischen Ziele in der Öffentlichkeit zu verbreiten, umso mehr Bekanntheit zu erlangen und nicht nur als Kleinstpartei gesehen zu werden.
http://wiki.piratenpartei.de/AG_%C3%96ffentlichkeitsarbeit am 22.04.10 um 15:94Uhr

2.7 Wahlergebnisse

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http://www.piratenstatistiken.de/2009/10/piratenpartei-aufwartstrend-seit-2008/ am 21.04.2010 um 16:00Uhr

Die erste größere Wahl wo die Piratenpartei angetreten ist, war die Landtagswahl in Hessen im Januar 2008. Dort stimmten noch 6955 Wähler für sie, das entspricht einem Wahlergebnis von 0,3%. Schon einen Monat später im Februar 2008 waren die Landtagswahlen in Hamburg, wo die Piratenpartei einen weiteren kleinen Meilenstein erreichte und ein Wahlergebnis von 0,2% erzielte, dies entspricht 1754 Wählerstimmen. Die Landtagswahlen in Hessen im Januar 2009 mussten auf Grund einer nicht mehrheitsfähigen Landesregierung wiederholt werden. Diesmal kam die Piratenpartei auf 0,5%, dies ist zwar keine große Steigerung aber immerhin ein kleiner Achtungserfolg der jungen Piratenpartei im Bundesland Hessen. Den Durchbruch, zu mindestens im Bekanntheitsgrad der Partei, verbuchte sie bei der Europawahl im Juni 2009, wo sie 0,9% der Stimmen im gesamten Land einstrich. Den größten Erfolg ihrer jungen Geschichte verbuchten die Piraten jedoch bei der Bundestagswahl 2009, wo sie auf beachtenswerte 2,0% kamen, was ihnen kein Experte jemals zugetraut hätte. Und auch die Zukunft sieht vielversprechend aus, was im folgenden Punkt 2.7 erläutert wird.
http://www.piratenstatistiken.de/2009/10/piratenpartei-aufwartstrend-seit-2008/ am 21.04.2010 um 16:00Uhr

2.8 Umfragen

2.8.1 Allgemein

Die Piratenpartei gewinnt immer mehr an Beliebtheit, wie schon unter den vorherigen Gliederungspunkten erwähnt und dargestellt. Wir schauen uns nun an, ob das Volk auch wirklich die Piratenpartei wählen würde, da ja gerade einmal 43,3% zur Europawahl gehen. Zudem interessiert uns, wer kennt denn die Piratenpartei, von der Öffentlichkeitsarbeit her bezogen auf das Alter, sowie den Beruf der Befragten. Zu letzt fragten wir, welche parteipolitischen Ziele die Partei verfolgt und konnten somit aufzeigen welche zu vermittelnde Parteibotschaft am besten ankommt und am weitesten verbreitet ist. Die Umfrage wurde mit 200 Personen durchgeführt, 100 via Mail und 100 per Handzettel in der Fußgängerzone Göttingens.
1http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=IMPRESS&reference=20090608STO56947&language=DE Letzte Aktualisierung: 9. Juni 2009
Umfrage Piratenpartei, durchgeführt am 9. April in der Fußgängerzone in Göttingen und am 10. April per E-Mail von Daniel.Freier@t-online.de Auswertung und Fragebogenerstellung mit GrafStat Version 2006-i

2.8.2 Ergebnisse

Vorneweg, das Durchschnittsalter der Befragten lag bei Median 35, dies kommt durch eine Streuung des Alters zwischen dem jüngsten Befragten 14 und dem ältesten mit 82 Jahren.
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Ca. 50% der Befragten per Handzettel waren Arbeitnehmer und fast 100% der Befragten per Mail Schüler.
Es ist so wie es im Internet beschrieben wird, also kein überraschendes Umfrageergebnisse bei der Frage nach der Kenntnis der Piratenpartei. Hierbei kannten ca.90% der per E-Mail befragten die Piratenpartei, hingegen aber nur ca. 57% der Befragten per Handzet-tel diese. Die detaillierte Auswertung zeigt, das sogar ca. 70% der Befragten zwischen 45 und 82 die Piratenpartei nicht kennen. Hingegen kennen gerademal 20% der zwischen 14 und 45 Jahre alten Befragten die Partei nicht. Wie schon erwähnt ist das kein Wunder, denn die Piratenpartei wirbt ja hauptsächlich im Internet und spricht mit ihren parteipolitischen Zielen gerade jüngere Menschen an, obwohl die Kernthemen wie der Datenschutz alle angeht. Pensionäre und ältere Menschen kannten die Piraten-partei nicht oder nahmen sogar an, es sei der Nach-folger der „Grauen Panther“ oder einer anderen Par-tei, die sich besonders für die Rechte von älteren Menschen einsetzt. Gerade diese Ergebnisse zeigen auf, dass die Öffentlichkeitsarbeit der Piratenpartei sehr schlecht ist und wurde von allen Befragten Median mit 5 Bewertet (Bewertungsgrundlage eine Einschätzung von 1 bis 6, wobei 1 sehr gut und 6 Mangelhaft entspricht). Keiner Bewertete die Öffentlichkeitsarbeit mit 1 (Sehr gut), hingegen ca.50% mit 6 (Ungenügend). Das Parteiziel der Verbesserung des Datenschutzes der Bürger und die Freiheit des Internets, also das zur Verfügung stellen von Informationen für jedermann unentgeltlich, sind die häufigsten Antworten auf die Frage „Nennen Sie die parteipolitischen Ziele der Piratenpartei“ (ca. 40% der Antworten).
Das nächste Ergebnis zu der Fragen, „Auf welcher Ebene würden Sie die Partei wählen“ ist sehr verblüffend. Man findet im Internet, dass gerade jüngere und Internet erfahrene Menschen die Partei wählen. Jedoch würden ca. 20% der Befragten per Mail und „nur“ ca. 50% der Befragten per Handzettel die Partei wählen und das auch am ehesten nur auf Kommunaler Ebene. Dieses zeigt erneut auf, dass die Wahlbeteiligung bei den Europawahlen so gering ist und dadurch der Wille des Volkes verfälscht wird, denn die Piratenpartei ist ja mit 7,1% der Stimmen im Parlament vertreten. Um dieses allerdings genauer sagen zu können, wäre ein komplexere Umfrage mit wesentlich mehr Probanden notwendig als 200 Befragte. Alles in allem zeichnet sich bei detaillierter Aus-wertung ab, dass gerade Studierte, Beamte, also die höhere Bildungsschicht die Piratenpartei durch-schnittlich besser bewerten und sie auch wählen wür-den. Das heißt gerade die Lockerung des Urheberrechts betrifft diese Schicht besonders und trotzdem würden Sie die Partei eher wählen als diejenigen, die viele literarischen Werke unentgeltlich und leichter bekommen würden.
http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=IMPRESS&reference=20090608STO56947&language=DE Letzte Aktualisierung: 9. Juni 2009
Umfrage Piratenpartei, durchgeführt am 9. April in der Fußgängerzone in Göttingen und am 10. April per E-Mail von Daniel.Freier@t-online.de Auswertung und Fragebogenerstellung mit GrafStat Version 2006-i

3 Zusammenfassung

Die Anfänge der Piratenpartei liegen in Schweden auf der Internetplattform „The Pirate Bay.“ Im Jahre 2006 entwickelt sich daraus die schwedische „Piratpartiet“. Dort setzt man sich für ein freies Internet ein und sucht bewusst den Konflikt mit der „Copyright-Industrie“, zwecks Filesharing. Jedoch später grenzt sich die Piratenpartei immer mehr von der Entstehungsplattform „die Pirate Bay“ ab. Am 1. Januar 2006 wurde die Piratenpartei in Deutschland gegründet und erlangt Bekanntheit durch das Zugangserschwerungsgesetz(Bekämpfung der Kinderpornografie im Internet) im Januar 2009. Danach erhält die Partei im Oktober 2009 einen beachtlichen Zuwachs und erhält 7,1% der Stimmen bei den Europawahlen. Die älteren Leute verwechseln die Partei und die jüngeren Befrag-ten kennen die Piratenpartei meist nur aus dem Internet. Dies lässt sich auf die mangelhafte Öffentlichkeitsarbeit zurückführen. Gerade die höhere Bildungsschicht würde die Piratenpartei wählen und das sieht man auch ganz klar an den Politischen Entwicklungen und den Zuwachs der Piratenpartei.

4 Literaturverzeichnis

5 Anhang

5.1 Fragebogen (Blanko)

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5.2 Ausgefüllte Fragebögen

Sind anbei in Klarsichthülle verpackt

 
bbs/2010_korrigierte_ausarbeitung_-_gruppe_2_-_politik.txt · Zuletzt geändert: 2010/05/07 09:01 von 91.3.171.233
 
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