Kapitel II. des Nachwortes im Buch „Im Westen nichts Neues“

Remarque ist in seiner Jugend ein Natur verbundener junger Mann, welche im Trost spendet da ihn die Geiste Enge seiner Umgebung zu erdrücken droht. Er ist in Osnabrück geboren und nahm als Zweitname den seiner Mutter mit an. Seit dem wird er unter dem Namen Erich Maria Remarque geführt. Sein Vater ist Buchbinder und die Familiensituation ehr als kleinbürgerlich zu bezeichnen. Er genießt eine streng Katholische in der Volksschule und wird im Rahmen seiner Ausbildung Volkschullehrer. Mit 17 entzieht er sich seiner Konfessionellen Enge und schließt sich dem Künstler Fritz Hörstemeyer an bis ihn der anbrechende Krieg im November 1916 in die Osnabrücker Kaserne führt. Remarque hat sich anders als in seinem Buch „Im Westen nichts Neues“ nicht freiwillig verpflichtet, sondern wurde eingezogen. Er rückte nach seiner Trainingszeit im Juni 1917 zur Westfront aus wo er aber bei einem Feuerüberfall kurze zeit später am Beim, Arm und Hals verwundet. Er kommt Mitte August ins St. Vincenz-Hospital nach Duisburg und ist mit viel Geschick und Glück dazu in der Lage sich in die dortige Schreibstube des Lazaretts einzugliedern. Ende Oktober 1918 wird er als „garnisonsdienstverwendungsfähig-Heimat“ entlassen und wird durch den Waffenstillstand Mitte November vor einem weiteren Fronteinsatz bewahrt. In seinem Weiteren Lebensverlauf macht er noch das Volksschullehrer-Examen, wird Werbetexter und geht zur Continental nach Hannover für das Firmenblatt Echo-Continental. Wechselt aber geraume Zeit später nach Berlin zu „Sport im Bild“. Hier erscheint sein 2. Roman „Station am Horizont“ Da Remarque sein erlebtes in den Jahren 1917-1918 verdrängt hatte fand bei ihm ein eruptiver Ausbruch über, durch den Krieg zerstörten jugendlichen Glaube an Ideale und Humanität und den totalen Verlust der Bildungswerte statt.

 
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